Rottweiler: Beschützer und wohliger Begleiter in Einem

Der Rottweiler gehört zu den ältesten Hunderassen. Die alten Römer hielten seine Ahnungen bereits als zuverlässige Hüte- und Treibhunde, die für das Vieh verantwortlich waren. Namensgebend für den Rottweiler ist die älteste Stadt Baden-Württembergs, Rottweil. Mit der richtigen Sozialisierung wird der Rotti zu einem liebenswerten, loyalen und ruhigen Wegbegleiter.

Rottweiler Aussehen:

Kraftvoll und imposant: ein liebenswerter Koloss

Der Rotti, wie der Rottweiler auch liebevoll genannt wird, zeichnet sich durch seinen mittelgroßen, athletischen und muskulösen Körperbau aus. Sein Kopf ist dabei eher breit. Seine Kraft lässt sich beim Rottweiler schon durch das Muskelspiel unterseinem dichten, schwarzen Fell erahnen.

Der Rottweiler besitzt einen kräftigen Körper, der leicht gedrungen scheint, sein Gang ist dabei elegant trabend. Über den Augen, an den Backen, am Hals, auf der Brust und an der Innenseite der Beine, Pfoten sowie unterhalb des Rutenansatzes trägt der Hund rotbraune oder mahagoni-rote Abzeichen. Diese kontrastieren mit dem sonst schwarzen Fell.

Der Rotti, wie der Rottweiler auch liebevoll genannt wird, zeichnet sich durch seinen mittelgroßen, athletischen und muskulösen Körperbau aus. ( Foto: Shutterstock-Eric Isselee _)

Der Rotti, wie der Rottweiler auch liebevoll genannt wird, zeichnet sich durch seinen mittelgroßen, athletischen und muskulösen Körperbau aus. ( Foto: Shutterstock-Eric Isselee _)

Der Rottweiler hat sowohl einen breiten Kopf als auch eine breite Schnauze. Kleine dreieckige Ohren setzen hoch an und hängen dicht an seinem Kopf herunter. Seine Rute ist eine optische Verlängerung des Rückens und setzt mäßig weit oben an. Unterhalb der Rute trägt er sein Fell etwas länger als am restlichen Körper. Das Kupieren der Rottweiler Rute ist in Deutschland seit 1998 verboten. Die Ohren dürfen bei diesem Hund seit 1987 nicht mehr kupiert werden.

Der ausgewachsene Rottweiler Rüde hat eine Widerristhöhe von 61 bis 68 cm und wiegt etwa 50 kg. Die Hündinnen werden circa 56 bis 63 cm groß, sind damit also um einiges kleiner. Die Rotti Mädchen wiegen dabei um die 42 kg.

Der Rottweiler wird im FCI (Fédération Cynologique Internationale) in der Gruppe 2, Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen, geführt.

Zusammengefasst ist der Rottweiler…

  • Ein mittel bis großer Hund
  • Muskulöser Körper
  • Kurzes Fell
  • Hauptfarbe schwarz
  • Rotbraune oder mahagoni-roten Abzeichen
Bei einem Rottweiler kommt es in seinen Wesenszügen definitiv auf die Erziehung durch den Menschen an.  ( Foto: Shutterstock- Serova_Ekaterina )

Bei einem Rottweiler kommt es in seinen Wesenszügen definitiv auf die Erziehung durch den Menschen an. ( Foto: Shutterstock- Serova_Ekaterina )

Rottweiler & Charakter

Positive Sozialisierung und gute Erziehung ist extrem wichtig beim Rotti.

Bei einem Rottweiler kommt es in seinen Wesenszügen definitiv auf die Erziehung durch den Menschen an. Häufig ist von aggressiven oder gefährlichen Hunden die Rede. In einigen Bundesländern führt man sie sogar als Listenhunde. Dieser schlechte Ruf des Rottweilers kommt vor allem von falscher Haltung und schlechter Erziehung – durch Menschen. Grundsätzlich ist der Rotti jedoch nicht so veranlagt.

Laut Rassestandard wird das Wesen des Rottweiler als ruhig und ausgeglichen beschrieben. Seine Reizschwelle ist sogar eher hoch und sein Nervenkostüm strapazierbar. Wie alle Hunde benötigt der Rottweiler einen gewissen Grad an Liebe und Zuwendung. Bei richtiger Führung wird er zu einem gelehrigen und treuen Gefährten.

Die positive Sozialisierung muss bereits im Welpenaltern liebevoll, aber sehr konsequent gestaltet werden. Dann eignet sich der Rottweiler auch als Familienhund. Dazu braucht ein Rotti einen klar definierten und hundeerfahrenen Rudelführer. In seinem Zuhause lässt der artgerecht ausgelastete Rottweiler auch mal gerne die Seele baumeln. Häufig sagt man ihm eine harte Schale mit weichem Kern nach.

Durch seine Arbeitswilligkeit wird der Hund gerne sportlich gefordert. Seine Kraft ist dabei allerdings nicht zu unterschätzen. Der mutige und selbstbewusste Rottweiler wird seinem Menschen gegenüber immer loyal sein.

Fremden gegenüber ist er dagegen eher misstrauisch. Das ist auf seinen ursprünglichen Einsatz als Hüte- und Wachhund zurückzuführen. Treffen zwei unkastrierte Rüden auf einender ist beim Rottweiler wie bei allen anderen Hütehunden Vorsicht geboten.

Bei artgerechter Haltung und Auslastung sind Rottweiler sehr nervenstark. Daher werden die intelligenten und arbeitswilligen Rottweiler auch oft als Diensthunde bei der Polizei oder Rettungsdiensten ausgebildet.

Zusammengefasst ist der Charakter des Rottweiler

  • Benötigt eine liebevolle, aber extrem konsequente Erziehung
  • Hohe Reizschwelle
  • Starkes Nervenkostüm
  • Mutig und selbstbewusst
  • Loyal
  • Intelligent und arbeitswillig
  • Mögen es gemütlich, aber auch sportlich
Klar ist, dass der Rottweiler zu den ältesten Hunderassen gehört. ( Foto: Shutterstock-Rita_Kochmarjova )

Klar ist, dass der Rottweiler zu den ältesten Hunderassen gehört. ( Foto: Shutterstock-Rita_Kochmarjova )

Rottweiler-Geschichte

Ein verlässlicher Metzger- und Viehhändlerhund.

Klar ist, dass der Rottweiler zu den ältesten Hunderassen gehört. Sein geschichtlicher Ursprung liegt allerdings so weit zurück, dass es hierzu keine klare Dokumentation gibt. Informationen zu seiner Herkunft finden sich erst ab dem 19. Jahrhundert.

Es wird davon ausgegangen, dass die Vorfahren des Rottweiler molosser-artige Hirtenhunde gewesen sein müssen. Im ersten Jahrhundert vor Christus haben römische Legionäre und Händler die Hunde mit über die Alpen gebracht. Ihre Geschichte ähnelt also der der Sennenhunde. Ursprünglich wurden die Vorfahren der Rottweiler als Hüte und Treiber des Viehs der Truppen eingesetzt.

Die Stadt Rottweil liegt im heutigen Baden-Württemberg und diente zur Zeit des Römischen Reiches (753 – 1453) als Vieh-Handelszentrum. Ansässige Metzer, die gleichzeitig Viehhändler waren, wurden auf den Hund aufmerksam und verpaarten ihn schließlich mit einheimischen Hunderassen. Aus diesem Grund wurde der heutige Rottweiler auch zunächst „Metzgerhund“ genannt. Seine damalige Aufgabe bestand darin Viehherden zu weiteren Handelsplätzen ins Elsass, Breisgau und ins Neckartal zu treiben.

Als Abschreckung gegen Diebe wurden die Rottweiler dann auf mittelalterlichen Viehmärkten eingesetzt. Hier bewachten sie die Geldbörsen und Wertgegenstände der Metzger und Händler.

Der Viehhandel wurde bis Mitte des 19. Jahrhunderts mit Treibhunden organisiert. Zu diesem Zeitpunkt wurde der „Metzgerhund“ schon nur noch nach seiner Herkunftsstadt Rottweil benannt und als Rassehund gehalten. Mittlerweile war er als Treib- und Hütehund in unterschiedlichen Landstrichen unterwegs. Durch die mit dem Aufkommen des Eisenbahnverkehrs in Deutschland (1835) verbundene Verlagerung des Viehhandels auf die Schienen, verlor der Rottweiler seinen Job.

Als sehr guter Wachhund wurde der Rottweiler schließlich 1900 für den Polizeidienst auserkoren. Sowohl sein imposantes Erscheinungsbild als auch seine Gelehrigkeit machten ihn zum idealen Einsatzhund in diesem Berufsfeld. Offiziell erkannte man den Rottweiler 1910 als Diensthund der Polizei an. Heute ist der Rotti außerdem beim Zoll oder Rettungsdient im Einsatz, wo er seinen Arbeitswillen unter Beweis stellen kann.

Die Anerkennung des Rottweiler als Rasse durch den FCI (Fédération Cynologique Internationale) erfolgte am 1.1.1955. Standardisiert in der Gruppe 2, Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen.

Die Geschichte zusammengefasst

  • Molosser-Artige Hunde als Ahnen
  • Von römischen Legionären und Händlern als Treibhund eingesetzt
  • In Rottweil von Metzgern mit einheimischen Hunden gekreuzt
  • Zunächst als Metzgerhund bekannt geworden
  • Später nur noch Rottweiler genannt
  • Seit 1910 als Diensthund bei der Polizei anerkannt
  • 1955 als Rasse durch den FCI standardisiert
Der Rottweiler eignet sich nicht für Anfänger.  ( Foto: Shutterstock-bogdanhoda   )

Der Rottweiler eignet sich nicht für Anfänger. ( Foto: Shutterstock-bogdanhoda )

Passt der Rottweiler zu mir?

Nur für erfahrene Hundeführer geeignet.

Der Rottweiler eignet sich nicht für Anfänger. Er benötigt einen Hundeführer, der möglichst viel Erfahrung mit großen Hunden hat. Die frühe Sozialisierung der Rottweiler Welpen durch den Halter ist sehr wichtig. Viel Zeit und eine gute Erziehung sind für diese Hunde unverzichtbar. Das bedeutet auch mehrmals die Woche auf dem Hundeplatz zu trainieren, um den Rottweiler schon in den ersten Lebensjahren in die richtigen Bahnen zu lenken.

Das Absolvieren einer Begleithundeprüfung ist empfehlenswert. Interesse an Hundesportarten wie zum Beispiel dem Vielseitigkeitssport IPO wäre für die artgerechte Haltung des Rotti auch von Vorteil. Auf der Seite des Allgemeine Deutsche Rottweiler Klub e.V. (ADRK) gibt es hierzu ausführliche Informationen.

Auch der künftige Halter eines Rottweilers sollte gewisse Charaktervoraussetzungen erfüllen. Eine ruhige, ausgeglichene und durchsetzungsfähige Art ist notwendig. Nervöse oder hippelige Menschen wird der Rottweiler nicht als Rudelführer akzeptieren. Setzt er sich selbst an diese Position, kann das gefährlich werden. Die körperlichen Voraussetzungen einen 50 kg schweren Hund zu führen, müssen natürlich ebenfalls gegeben sein.

Soll der Rottweiler als Familienhund gehalten werden, ist es wichtig dem Hund bereits in der Sozialisierungsphase den Umgang mit Kindern beizubringen.

Ein Rottweiler braucht Platz, der in seinem Zuhause unbedingt ausreichend vorhanden sein muss. Enge Mietwohnungen sind für die Tiere nicht geeignet. In einem Haus mit Garten oder Hof fühlt sich da der Rottweiler schon sehr viel wohler.

Andere Hundehalter oder hundelose Bekannte könnten dem Rottweiler gegenüber eher skeptisch sein. Hier muss man sich darauf vorbereiten mit dem Tier nicht mehr überall willkommen zu sein.

Zusammengefasst: so passt er zu mir

  • Kein Anfängerhund
  • Erfahrener Hundeführer
  • Ausreichend Zeit für Sozialisierung und Erziehung
  • Rottweiler Hundesport betreiben
  • Körperlich fit sein
Die Anschaffung eines Rottweiler ist mit einer sehr großen Verantwortung verbunden.  (Foto: Shutterstock-everydoghasastory )

Die Anschaffung eines Rottweiler ist mit einer sehr großen Verantwortung verbunden. (Foto: Shutterstock-everydoghasastory )

Rottweiler Anschaffung

Einen Rotti zu halten bedeutet eine sehr große Verantwortung.

Die Anschaffung eines Rottweiler ist mit einer sehr großen Verantwortung verbunden. Für die nächsten 8 bis 10 Jahre hat man diese nicht nur dem Rotti, sondern auch seiner Umwelt gegenüber. Der Rottweiler braucht schon ab der Sozialisierungsphase, also ab Lebenswoche 8 bis 12, einen ruhigen und erfahrenen Hundeführer.

Damit diese Phase und die weitere Erziehung für den Rottweiler reibungslos funktioniert, muss man sich schon vor Einzug des neuen Familienmitglieds Rat bei einer professionellen Hundeschule oder dem Allgemeinen Deutschen Rottweiler Klub e.V. (ADRK) holen. Das Ordnungsamt legt für gewöhnlich ein besonderes Augenmerk auf Halter von Rottweilern, sollte der Hund nicht optimal erzogen sein.

Vor Einzug des Rottweilers ist außerdem zu ermitteln, ob der Hund im jeweiligen Bundesland als Listenhund geführt wird.

Rottweiler werden zurzeit in 5 Bundesländern als Listenhunde geführt:

  • Bayern
  • Brandenburg
  • Hamburg
  • Hessen
  • Nordrhein-Westfalen

Die Listung des Rottweilers ist dann immer nochmal mit besonderen Auflagen im Hundegesetz verbunden. Dazu gehören neben einigen Einschränkungen die Haltung und Führung des Rottweilers betreffend, auch höhere Aufwendungen bei der Hundesteuer.

Zu bedenken ist auch, dass der Rottweiler Halter prinzipiell eher unter Beobachtung durch sein Umfeld steht. Auch in Bundesländern, in denen der Rottweiler nicht gelistet ist, hat das Veterinäramt ein besonderes Auge auf den Besitzer. Es wird sich außerdem nicht scheuen Hund und Halter bei jeglichen Zwischenfällen einzubestellen.

Natürlich ist vor der Anschaffung auch zu prüfen, was der Mietvertrag zur Hundehaltung in einer Mietwohnung sagt.

Entscheidet man sich letztlich für denn Rottweiler, muss dieser aus einer seriösen Zucht stammen. Nur hier gibt es gesunde und von Anfang an ausgeglichene Tiere.

Anschaffung zusammengefasst

  • Besonders hohe Verantwortung
  • Erfahrener Hundeführer
  • Hundegesetzt kennen
  • Listenhund
  • Mietvertrag lesen
  • Sehr gute Sozialisierung und Erziehung extrem wichtig
  • Nur bei einem seriösen Züchter kaufen
Rottweiler Welpen sollten grundsätzlich nur bei seriösen Züchtern gekauft werden. (Foto: Shutterstock- Eric Isselee )

Rottweiler Welpen sollten grundsätzlich nur bei seriösen Züchtern gekauft werden. (Foto: Shutterstock- Eric Isselee )

Rottweiler & Züchter

Die Herkunft eines Hundes bestimmt sein weiteres Leben.

Rottweiler Welpen sollten grundsätzlich nur bei seriösen Züchtern gekauft werden. Bereits bei den Elterntieren legen verantwortungsvolle Rottweiler Züchter großen Wert auf Gesundheit und guten Charakter. Ahnentafel und Gesundheitsatteste sind entsprechend schon bei der Verpaarung sehr wichtig.

Rottweiler Züchter kennen sich meist sehr gut untereinander und wissen auch über die Tiere und ihre Geschichte seit Jahren Bescheid. Bei den seriösen Züchtern der Rottweiler kann man sicher sein, dass der Welpe gesund ist und bereits erblich in gute Wesenszüge investiert wurde. Ist dies nicht gewährleistet, gibt es später erhebliche Probleme bei der Sozialisierung und Erziehung der Tiere.

Beim VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) sind solche seriösen Rottweiler Züchter Mitglied und sie gehören einem Rottweiler Züchterverband an.

Eine gute Vorbereitung auf den ersten Besuch bei einem Rottweiler Züchter ist wichtig. Fragen zur Zucht, den Elterntieren und sonstigen Umständen schreibt man sich im besten Fall vorher auf. Andernfalls vergisst man sie schnell, wenn man mit den süßen Welpen konfrontiert wird. Der erste Eindruck der Zuchtstätte ist das A und O.

Folgende Fragen sollte man sich stellen:

  • Macht die Zuchtstätte einen sauberen und aufgeräumten Eindruck
  • Ist das Muttertier anwesend
  • Sind die Tiere mit dem Züchter vertraut oder haben sie gar Angst vor ihm
  • Ist die Welpenkiste sauber und liebevoll eingerichtet
  • Machen die Welpen einen gesunden und aufgeweckten Eindruck
  • Beantwortet der Züchter bereitwillig und ausführlich alle Fragen zur Zucht
  • Darf man mehrmals zu Besuch kommen

Werden diese Fragen positiv beantwortet, spricht das für den Züchter. Trotzdem kann es sinnvoll sein, mehrere Zuchtstätten miteinander zu vergleichen, bevor man sich für einen entscheidet.

Andersherum hat ein seriöser Züchter auch viele Fragen rund um die künftigen Lebensbedingungen seines Welpen. Verantwortungsvolle Züchter werden also an diesen Dingen ein besonders großes Interesse bekunden.

Hat man kein gutes Bauchgefühl bei seinem Besuch einer Rottweiler Zuchtstätte, sollte man von einem Kauf sofort absehen. Auch, wenn man unter Druck gesetzt wird, einen Welpen zu erwerben, müssen die Alarmglocken klingeln.

Alle Hundewelpen, wie auch der Rottweiler Welpe, wird von einem seriösen Züchter nicht vor der 8. Lebenswoche in ein neues Zuhause abgegeben. Beim Kauf erhält man dann einen schriftlichen Kaufvertrag mit allen Daten des Züchters, Käufers, der Elterntiere und des Welpen. Außerdem die Ahnentafel und der EU-Heimtierpass. Vor Einzug in sein neues Zuhause wurde der Rotti-Welpe gechipt und geimpft.

Besonders liebevolle Züchter geben beim Auszug des kleinen Rotti-Welpen außerdem etwas vom gewohnten Futter, sowie eine Decke aus der Wurfkiste mit.

Züchter zusammengefasst

  • Welpen nur bei seriösem Züchter kaufen
  • Prüfen, ob es sich um eine seriöse Zucht handelt
  • Mehr als nur einen Züchter besuchen
  • Kaufvertrag für den Rotti Welpen
  • Alle wichtigen Dokumente werden ausgehändigt
  • Welpe wird frühestens mit 8 Wochen abgegeben
Auf der Suche nach einem geeigneten Rottweiler Welpen wird man besonders online auch schnell auf unseriöse Angebote stoßen. ( Foto: Shutterstock-Rita_Kochmarjova )

Auf der Suche nach einem geeigneten Rottweiler Welpen wird man besonders online auch schnell auf unseriöse Angebote stoßen. ( Foto: Shutterstock-Rita_Kochmarjova )

Rottweiler-Preis

Nur seriöse Züchter haben gesunde Tiere.

Auf der Suche nach einem geeigneten Rottweiler Welpen wird man besonders online auch schnell auf unseriöse Angebote stoßen. Die Welpen werden hier über diverse Inserate zu Ramschpreisen angeboten. Mit einem solchen Kauf unterstützt man den illegalen Welpen Handel, der auf Tierquälerei basiert.

Skrupellose Hinterhof-Vermehrer machen mit Hunden egal welcher Rasse unter schlimmen Umständen Kasse. Gesundheit und Wesen der Tiere spielen dabei überhaupt keine Rolle. So entstehen kranke Welpen, die häufig nach wenigen Monaten totgeweiht sind.

Am einfachsten findet man seriöse Rottweiler Züchter auf den Seiten des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH) oder auch beim Allgemeinen Deutsche Rottweiler Klub e.V. (ADRK). Zuchtstätten, die hier gelistet sind, legen Wert auf Gesundheit und Wesen der Rottweiler.

Für einen Rottweiler Welpen aus seriöser Zucht mit Zuchtbucheintrag, Gesundheitscheck, Impfung und Abstammungspapieren muss man mit mindestens 1.000 Euro rechnen. Hierbei geht es den Züchtern nicht um das große Geld. Sie machen ihren Job aus Leidenschaft und investieren viel Zeit und Geld in gesunde und wesensgute Tiere.

Als künftiger Hundehalter muss man sich allerdings darüber im Klaren sein, dass für den Rottweiler in den folgenden 8 bis 10 Jahren noch sehr viele weitere Kostenpunkte hinzukommen.

Für die Ausstattung des Welpen fallen die ersten Kosten an. Aber auch später sind für das heranwachsende Tier mehrere Hundert Euro fällig. Die laufenden Kosten für einen Rottweiler werden sich im Laufe seines Lebens dann sogar im vierstelligen Bereich bewegen. Futter, Versicherung und Steuer sind erhebliche Kostenaufwendungen für einen Rottweiler. Die Ausbildung und Erziehung des Hundes schlagen dabei zusätzlich zu Buche.

Zieht der Rottweiler Welpe letztendlich in sein neues Zuhause ein, bedeutet das eine große emotionale Belastung für das Tier. ( Foto: Shutterstock-Rita_Kochmarjova )

Zieht der Rottweiler Welpe letztendlich in sein neues Zuhause ein, bedeutet das eine große emotionale Belastung für das Tier. ( Foto: Shutterstock-Rita_Kochmarjova )

Rottweiler-Welpen

Auch Rottweiler brauchen Sicherheit.

Zieht der Rottweiler Welpe letztendlich in sein neues Zuhause ein, bedeutet das eine große emotionale Belastung für das Tier. Mutter und Geschwister sind plötzlich nicht mehr da. In den ersten Tagen sollte man deshalb besonders liebevoll, behutsam und fürsorglich mit dem Welten umgehen. Trotzdem muss sicher gestellt werden, dass unerwünschtes Verhalten nicht toleriert wird. Besonders für Rottweiler Welpen ist es wichtig von Anfang an einen Rudelführer zu etablieren und klare Grenzen gesetzt zu bekommen.

Die Welpensicherheit im neuen Zuhause ist ebenso wichtig wie Liebe und Fürsorge. Elektrokabel, Putzmittel, Chemikalien und Medikamente müssen vor dem neugierigen kleinen Entdecker unbedingt ferngehalten werden. Das gleiche gilt für giftige Pflanzen und Lebensmittel, aber auch den Hausmüll. Für Treppen können Schutzgitter und für Türen Stopper eingesetzt werden, damit die kleinen Knochen, Pfoten und die Rute unversehrt bleiben.

Auch der Außenbereich oder Garten muss welpensicher gestaltet werden. Giftige Pflanzen sind hier in jedem Fall zu entfernen. Auch Dünger, scharfe Gartengeräte oder Gift können dem kleinen Vierbeiner gefährlich werden. Das Einzäunen des Grundstücks zu allen Seiten muss selbstverständlich auch geleistet werden.

Für die Rottweiler Sicherheit im Auto legt man sich am besten von Anfang an eine Hundebox zu.

Rottweiler: Gesundheit & Pflege

Ein robuster Hund mit anspruchslosem Fell.

Gelenksdysplasie und Ellenbogendysplasie sind beim Rottweiler wie bei anderen großen und schweren Hunden häufige Erkrankungen. Der Gelenkscheck beim Tierarzt ist deshalb schon im Welpenalter wichtig. Hierfür sorgt bereits ein verantwortungsvoller Züchter. In den vergangenen Jahren soll es außerdem vermehrt zu Herzproblemen bei Rottweilern gekommen sein. Diese Entwicklung steht noch unter Beobachtung. Im Großen und Ganzen ist der Rotti jedoch eine gesunde Hunderasse.

Der Rottweiler verlangt keine aufwendige Fellpflege. Das wöchentliche Bürsten sorgt bei ihm dafür, dass lose Haare entfernt werden. Um eventuellen Krankheiten vorzubeugen, können bei dieser Gelegenheit auch die Augen, Ohren und Zähne kontrolliert werden. Das gleich gilt für die Pfoten und Krallen.

Und selbstverständlich ist ein Rottweiler wie alle anderen Hunde auch, bei Sonne nicht im Auto zurück zu lassen.

Rottweiler Welpen zusammengefasst

  • Relativ robuster Hund
  • Hüftgelenksdysplasie und Ellenbogendysplasie
  • In letzter Zeit auch Herzprobleme
  • Einfache Fellpflege
  • Regelmäßige Kontrolle
Bei einem Rottweiler ist die intensive Sozialisierung Erziehung des Hundes durch seinen Halter unbedingt notwendig. (Foto: Shutterstock-Rita_Kochmarjova)

Bei einem Rottweiler ist die intensive Sozialisierung Erziehung des Hundes durch seinen Halter unbedingt notwendig. (Foto: Shutterstock-Rita_Kochmarjova)

Rottweiler & Erziehung

Ein unbedingtes Muss.

Bei einem Rottweiler ist die intensive Sozialisierung Erziehung des Hundes durch seinen Halter unbedingt notwendig. Ehemalige Hüte-, Treib- und Wachhunde wie der Rottweiler lernen sehr gerne und sind arbeitswillige Tiere. Vor allem muss der Rottweiler lernen seine enorme Kraft zu zügeln. Mit der richtigen Erziehung wird der Rotti dann zu einem guten und zuverlässigen Hund. Ist dies nicht gewährleistet kann das Tier gefährlich werden.

Der Startschuss für die Sozialisierung und Erziehung fällt bei dem Hund schon in der 8. Lebenswoche. Ein guter Züchter hat sogar schon im Vorfeld mit kleineren Sozialisierungsübungen begonnen. Die tatsächliche Sozialisierungsphase erstreckt sich dann von der 8. bis zur 12. Lebenswoche wie bei allen Hunden. Erfahrungen und Erlebnisse, die in diesen Zeitraum fallen, prägen das Wesen und das Verhalten des Rottweilers für sein zukünftiges Leben. Wird jetzt schon ein positiver Umgang mit Kindern, anderen Menschen und Hunden eingeführt, kann man davon ausgehen, dass sich der Rottweiler zum liebevollen Familienhund entwickelt.

Der Hundeführer muss auch mit gewissen Eigenschaften ausgestattet sein. Erfahrung, eine ruhige und ausgeglichene Art sind wichtig. Ersthundebesitzer sollten tunlichst die Finger von einem Rottweiler lassen. Die Kraftpakete benötigen eine konsequente Erziehung, wenn man Ärger mit den Behörden vermeiden möchte. Halter von Rottweilern stehen wie bereits erwähnt unter einer besonderen Beobachtung der Gesellschaft. Was bei anderen Rassen vielleicht noch durchgehen gelassen wird, hat bei einem Rotti häufig Konsequenzen.

Eine geeignete Hundeschule mit Rottweiler Erfahrung sucht man sich am besten bereits vor Anschaffung des Hundes. Gemischte Welpengruppen in Hundeschulen eigenen sich sehr gut, um mit der Sozialisierung und Erziehung zu beginnen.

Erziehung zusammengefasst

  • Frühzeitige positive Sozialisierung
  • Sehr gute und konsequente Erziehung notwendig
  • Nur für erfahrene Hundeführer
  • Arbeitswillig
  • Mit dem Rotti erfahrene Hundeschule besuchen
Ein ausgeglichener Rottweiler benötigt eine Auslastung sowohl geistiger als auch körperlicher Natur.  ( Foto: Shutterstock-_Victoria Rak)

Ein ausgeglichener Rottweiler benötigt eine Auslastung sowohl geistiger als auch körperlicher Natur. ( Foto: Shutterstock-_Victoria Rak)

Rottweiler Aktivitäten

Geistige und körperliche Auslastung sind wichtig.

Ein ausgeglichener Rottweiler benötigt eine Auslastung sowohl geistiger als auch körperlicher Natur. Mehrere Stunden am Tag sollten ihm für genügend Auslauf zur Verfügung stehen. Geistige Aufgaben können dabei prima integriert werden.

Ein Rottweiler sollte auch die Begleithundeprüfung absolvieren. Einige Rottis haben außerdem Spaß an Agility oder auch Mantrailing. Zu den typischen Rottweiler Sportarten gehört der Vielseitigkeitssport (IPO). Dabei erfolgt eine Ausbildung des Hundes in den drei Disziplinen Fährtensuche, Unterordnung und Schutzdienst. Passende Vereinsadresse finden sich wiederum auf der Seite des Allgemeinen Deutsche Rottweiler Klub e.V. (ADRK).

Aktivitäten zusammengefasst

  • Geistige und körperliche Auslastung sehr wichtig
  • Mehrere Stunden Auslauf
  • Fährtenarbeit
  • Begleithundeprüfung
  • Vielseitigkeitssport (IPO)

Häufige Fragen zum Rottweiler

Ist ein Rotteiler gefährlich?

Beim Rottweiler kommt es auf die richtige Sozialisierung und Erziehung an. Dann ist er genauso ungefährlich wie jeder andere Hund auch. In den falschen Händen kann der Rottweiler allerdings extrem gefährlich werden.

Ist der Rottweiler ein Familienhund?

Der Rottweiler kann sich als Familienhund sehr gut eignen. Voraussetzung dafür ist, dass er gut sozialisiert wurde und eine konsequente Erziehung genossen hat. Allein lassen sollte man Hunde und kleine Hinder allerdings nie.

Wie alt wird ein Rottweiler?

Bei artgerechter Haltung werden Rottweiler im Schnitt bis zu 10 Jahre alt.

Ist der Rottweiler ein Listenhund?

Der Rottweiler steht zurzeit in fünf Bundesländern auf der Liste für gefährlicher Hunde. Diese sind: Bayern, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen

Was sind typische Krankheiten eines Rottweiler?

Allgemein sind Rottweiler eher gesunde Hunde. Wie bei vielen mittelgroßen und schweren Hunden treten Hüftgelenks- und Ellenbogendysplasie öfter auf. In letzter Zeit vermeldete man auch vermehrt Herzkrankheiten.

Über Sabrina Müller

Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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