Beagle: Der gesellige, liebenswerte Engländer

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Snoopy, Charlie Brown, The Peantuts, liest man diese Stichworte kommt einem sofort die US-COMIC Serie in den Sinn. Jeder erinnert sich an den lebensfrohen, sportlichen, aber eben auch etwas dickköpfigen Beagle aus dieser Serie. Früher setzten ihn die Normannen größtenteils als Jagdhund ein.

Beagle: Aussehen

Etwas anders als der berühmte Snoopy sieht er schon aus.

Der Beagle ist ein mittelgroßer Hund mit eher kurzen Beinen. Sein Körperbau ist athletisch, kräftig und kompakt. Der Kopf des Beagles erinnert an eine Kokosnuss, seine Schnauze ist dick und länglich. Einer seiner Markenzeichen sind seine seitlich am Kopf hängenden großen Schlappohren. Seine großen dunkelbraunen Augen blicken freundlich in die Welt. Die behaarte Rute ist tief angesetzt, lang und wird meist munter nach oben getragen. Der Rassestandard besagt, dass die Rutenspitze immer weiß befellt sein muss.

Ein mittelgroßer Hund mit eher kurzen als langen Beinchen, das ist Beagle. Sein Körperbau ist athletisch, kräftig und kompakt. (Foto: Shutterstock- lexey Androsov_)

Ein mittelgroßer Hund mit eher kurzen als langen Beinchen, das ist Beagle. Sein Körperbau ist athletisch, kräftig und kompakt. (Foto: Shutterstock- lexey Androsov_)

Wer einen Beagle hält darf sich häufiger mal auf eine Überraschung gefasst machen. ( Foto: Shutterstock- Sopon charoensuk )

Wer einen Beagle hält darf sich häufiger mal auf eine Überraschung gefasst machen. ( Foto: Shutterstock- Sopon charoensuk )

Das Haarkleid des Beagles ist meistens dreifarbig.

  • Schwarz, braun und weiß oder auch
  • Blau, weiß und braun

Diese Farbvarianten sind ebenfalls häufig anzutreffen:

  • Zitronengelb und Weiß
  • Rot und Weiß
  • Braun und Weiß
  • Schwarz und Weiß

Komplett weiße Beagle sind eher selten.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Der Beagle

  • Ist mittelgroß
  • Hat eher kurze Beine
  • Ist kräftig und kompakt
  • Hat lange Schlappohren
  • Große braune Augen
  • Ist meistens zwei oder dreifarbig
 

Beagle & Charakter

Eine hervorragende Spürnase mit eigenwilligem Dickkopf

Wer einen Beagle hält, darf sich häufiger auf eine Überraschung gefasst machen. Sein Wesen lässt sich als freundlich, intelligent, neugierig und auf den Menschen zugewandt beschreiben. Der kleine sportliche Jagdhund hat aber durchaus seinen eigenen Willen. Hat er einen interessanten Geruch erschnüffelt, ob in der Luft oder auf den Boden, gibt es für ihn kein Halten mehr. Das beste Abruftraining ist Vergessen, er ist weg.

Gerne zwei bis drei Stunden kann sein Ausflug schon mal dauern. Sein Herrchen ist darüber natürlich „not pleased“. Für einen in der Stadt lebenden Beagle könnten solche Ausflüge zudem sehr gefährlich enden. Lässt man ihn unbeaufsichtigt im Garten, wohl in der Annahme, der Zaun sei absolut hundesicher, findet der kleine Beagle mit großer Sicherheit eine Schwachstelle.

Noch eine weitere Leidenschaft außer ausbüchsen hat der Beagle und das ist Fressen. Auch diese Leidenschaft kann zu ganz gefährlichen bis hin zu tödlichen Situationen führen. Für den Hund giftige Lebensmittel oder ausgelegte Giftköder sind ein großes Risiko beim Beagle. Der Beagle ist ein sogenannter Meutehund, ein sehr sozialer und anhänglicher Vierbeiner, der nicht lang alleine sein kann. Ist der Beagle nicht genug oder auch falsch ausgelastet, kann er durchaus sehr anstrengend werden oder sich dann auch an den Möbeln zu schaffen machen.

Beagle werden erst spät stubenrein. Wie alle Jagdhunde braucht auch der Beagle eine liebevolle, aber sehr konsequente Erziehung. Der Beagle weiß genau, wen er als Rudelführer ernst nehmen kann und wen eben nicht. Gibt es niemanden, der diese Rolle übernimmt, wird es der Vierbeiner tun.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Der Beagle ist

  • Ein freundlicher aber dickköpfiger Hund
  • Er ist Meister im Ausbüchsen
  • Sehr sozial
  • Menschenbezogen
  • Verfressen
Der Beagle, beziehungsweise sein Vorfahre, wurde von den Nachkommen der Wikinger, den Normannen um 1066 bei der Eroberung Englands unter Wilhelm der Eroberer (? – 1087) mit auf die Insel gebracht. Look Studio)

Der Beagle, beziehungsweise sein Vorfahre, wurde von den Nachkommen der Wikinger, den Normannen um 1066 bei der Eroberung Englands unter Wilhelm der Eroberer (? – 1087) mit auf die Insel gebracht. (shutterstock.com /Look Studio)

Beagle: Pflege

Regelmäßige Pflegemaßnamen halten den Beagle lange gesund

Der Beagle sollte schon früh an eine Pflegeroutine gewöhnt werden. Der Beagle hat eine ausgeprägte Lust auf alles Essbare. Ihn zu belohnen, wenn er brav ist und alles geduldig über sich ergehen lässt, erleichtert die Pflege. Das Fell des Beagles ist sehr pflegeleicht. Gelegentliches Bürsten und bei Bedarf ein Bad mit Hundeshampoon genügt vollkommen. Die Krallen müssen ab und an gekürzt werden: Auch Augen, Schnauze, Ohren und Pfoten sollten regelmäßig kontrolliert werden. Zum Fellwechsel haart der Beagle verstärkt.

Pflege und Hundefutter halten den Beagle lange gesund und fit. Deshalb sollte man nur hochwertiges Hundefutter seinem treuen Begleiter füttern.

 

Zusammengefasst lässt sich sagen:

  • Regelmäßige Fellpflege
  • Gelegentlich baden
  • Ohren sauber halten
  • Säuberung der Augen
  • Die Gebisspflege beachten
  • Die Pfotenpflege regelmäßig durchführen
  • Hochwertiges Hundefutter
Für einen Beagle, der aus einer seriösen und liebevollen Zucht stammt, der muss um die 1500 Euro rechnen. (Foto: Shutterstock-Master 1305)

Für einen Beagle, der aus einer seriösen und liebevollen Zucht stammt, der muss um die 1500 Euro rechnen. (Foto: Shutterstock-Master 1305)

Beagle & Erziehung

Kleiner freundlicher, liebenswürdiger Dickkopf

Leicht und einfach zu erziehen ist der Beagle nicht, dafür ist sein Dickschädel zu ausgeprägt. Wenn sein Jagdtrieb durchkommt, haben es selbst erfahrene Hundehalter schwer, ihn im Zaum zu halten. Der Beagle ist aber grundsätzlich ein sehr gelehriger, intelligenter Hund. Es kann nicht schaden, sich Unterstützung bei einer erfahrenen Hundeschule zu holen, die speziell Erfahrung mit der Erziehung von Jagdhunden hat. Dies ist besonders jedem Hundeanfänger nur zu empfehlen.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Der Beagle

  • Hat einen Dickschädel
  • Einen schwer zu händelnden Jagdtrieb
  • Hundeschule besuchen, die sich mit Jagdhunden auskennt
  • Konsequente Erziehung ist wichtig
Der kleine Kerl ist ein sehr intelligenter Hund, der viel Freude am Lernen hat. Also Hundesportarten wie Agility oder auch Trickdogging sind genau sein Ding. (Foto: Shutterstock-_teekaygee )

Der kleine Kerl ist ein sehr intelligenter Hund, der viel Freude am Lernen hat. Also Hundesportarten wie Agility oder auch Trickdogging sind genau sein Ding. (Foto: Shutterstock-_teekaygee )

Beagle: Familienhund

Ein gutmütiger Jagdhund in dem noch mehr steckt

Seit vielen Jahrhunderten werden Beagle als Jagdhunde gezüchtet. Die Meute-Jagd ist ihm auf den Leib geschrieben. Ihn speziell für die Jagd zu führen entspräche genau seinem Naturell. Wenn dies nicht möglich ist, dann sollte man das mit Hundesportarten wie Mantrailling oder auch Spurensuche ausgleichen. Aggressivität ist bei ihm aber nicht festzustellen. Er ist treu zu seinen Menschen, seine Gutmütigkeit ist weit bekannt und machen ihn zu einem perfekten Familienhund.

Der kleine Vierbeiner ist ein sehr intelligenter Hund, der viel Freude am Lernen hat. Also Hundesportarten wie Agility oder auch Trickdogging sind genau sein Ding. Der Beagle liebt es, sich draußen zu bewegen, ganz sicher lernt er im Handumdrehen das Laufen neben dem Fahrrad.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Der Beagle sollte eine

  • Jagdausbildung machen
  • Mantrailing
  • Spurensuche
  • Agility
  • Trickdogging, und
  • Laufen neben dem Fahrrad
  • Gutmütig und treu zu seinen Menschen.
Tierarzt, Steuern, Versicherungen, Hundeschule Futter, Leckerlis die Erstausstattung mit welchen Kosten muss man rechnen? (Foto: Shutterstock-Namomooyim )

Tierarzt, Steuern, Versicherungen, Hundeschule Futter, Leckerlis die Erstausstattung mit welchen Kosten muss man rechnen? (Foto: Shutterstock-Namomooyim )

Beagle: Herkunft der Rasse

Übers Meer kam der kleine Rabauke

Der Beagle, beziehungsweise sein Vorfahre, wurde von den Nachkommen der Wikinger, den Normannen um 1066 bei der Eroberung Englands unter Wilhelm der Eroberer (? – 1087) mit auf die Insel gebracht. Der damals noch Northern Hound genannte Vierbeiner war weiß und stammt vermutlich aus den französischen Ardennen. Später wurde der Northern Hound auch Talbot genannt, da er mit der normannischen Familie Talbot über den Ärmelkanal gekommen sein soll.

Von den Normannen wurde er als Jagdhund eingesetzt. Genau lässt es sich nicht sagen, aber man geht davon aus, dass um 1400 der aus Südfrankreich stammende, gescheckte Southern Hound in den Northern Hund eingekreuzt wurde. Der Northern Hound bestach vor allem durch seine Ausdauer und Lauffreudigkeit und der Southern Hound durch seinen besonders guten Geruchssinn. Wichtig bei der Verpaarung war den Nordmännern, dass man einen Jagdhund erhielt, der in der Meute selbständig Jagd auf Hasen macht.

Erstmals namentlich als „Beagle“ aufgeführt, wurde er um 1515 in den Haushaltsbüchern von König Heinrich VIII. (1491 – 1547). 1615 wurde er erstmals schriftlich als ein „Little Beagle“ beschrieben, der so klein war, dass er in die Satteltaschen der Jäger passte. Zu dieser Zeit beschreibt der Begriff „Beagling“ die Jagd mithilfe einer Hundemeute.

Seine Anerkennung als Rasse durch den British Kennel Club erhielt der Beagle 1890. Die endgültige Anerkennung der Rasse durch den im FCI (Fédération Cynologique Internationale) erfolgte am 26.4.1955 in der Gruppe 6, Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Der Beagle

  • Um 1066 von Frankreich nach England gebracht wurde
  • Northern Hound und Southern Hound wurden verpaart
  • Guter und ausdauernder Läufer mit einem guten Riecher
  • Meute Jäger
  • 1515 wurde der Beagle erstmals erwähnt
  • FCI erkannte 1955 den Beagle als eigenständige Rasse an
 

Beagle für wen geeignet?

Der Jagdhund der Zeit und Aufmerksamkeit fordert

Jagdhunde sind ausdauernde und lauffreudige Hunde, der Beagle bildet da keine Ausnahme. Nur einmal um den Block Gassi gehen, damit gibt er sich nicht zufrieden. Mehrere Stunden Auslauf braucht der Beagle täglich. Das Wetter spielt dabei keine Rolle. Herrchen und Frauchen sollten sich genauso gern in der Natur aufhalten wie das kleine Schlitzohr. Eine liebevolle und konsequente Erziehung benötigt der Beagle. Die Hierarchien müssen klar geregelt sein. Beagle gelten als echte Arbeitstiere, deshalb müssen sie für eine artgerechte Haltung gefordert und gefördert werden.

Hundesportarten wie:

  • Mantrailing,
  • Nasenarbeitenoder
  • Trickdogging

sollte ein Teil der Freizeit sein und mit seinem Hundeführer gemeinsam ausprobieren. Erfolgreiche Beagle sind beim Agility bekannt. Für Chouchpotatos ist diese Hunderasse eher weniger geeignet. Stundenlang allein zuhause sein mag der Beagle gar nicht, denn er ist ein sehr sozialer und menschenzugewandter Hund.

Als freundlicher Hund bei artgerechter Haltung, eignet er sich auch als Familienhund. Als Bürohund ist er nicht geeignet. Er fühlt sich nur in der Natur zuhause. Als Ersthund ist es ratsam eine erfahrene Hundeschule mit ihm zu besuchen. Vieles kann der Beagle dort erlernen und der Spaß bleibt dabei nicht auf der Strecke. Nur der Illusion sollte man sich nicht hingeben, dass seine Dickköpfigkeit oder sein Jagdtrieb irgendwann verschwindet.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Der Beagle

  • Braucht täglich mehrere Stunden Auslauf
  • Liebevoll, aber konsequent seine Rudelführerschaft einfordern
  • Naturbursche und Jäger
  • Bei richtiger Haltung auch als Familienhund geeignet
  • Kein Bürohund
Das Fell eines Beagles ist pflegeleicht. Allerdings haart der Beagle sehr stark. Deshalb lieber regelmäßig bürsten, das verringert nicht nur die Haare auf dem Boden, sondern verbessert auch die soziale Bindung zwischen Menschen und Tieren. (Foto: Shutterstock-Nina Buday)

Das Fell eines Beagles ist pflegeleicht. Allerdings haart der Beagle sehr stark. Deshalb lieber regelmäßig bürsten, das verringert nicht nur die Haare auf dem Boden, sondern verbessert auch die soziale Bindung zwischen Menschen und Tieren. (Foto: Shutterstock-Nina Buday)

Beagle: Gesundheit & Erbkrankheiten

Liebevolle Pflege sorgt für innige Bindung

So süß die Schlappohren auch sind, sie brauchen besondere Aufmerksamkeit und Pflege. Aufgrund ihrer Anatomie bekommen die Beagles besonders häufig Ohrenentzündungen wegen Verunreinigungen und Parasitenbefall. Auch Milben, Ohrenschmalz oder Dreck können sich dort leicht festsetzen.

Der kleine Kerl liebt es zu fressen, deshalb ist es wichtig, auf sein Körpergewicht zu achten, damit die Gelenke nicht durch Übergewicht Schaden nehmen. Denn generell ist der Beagle durch seinen Körperbau anfällig für Bandscheibenvorfälle. Das Rückenmark kann durch die entzündliche Meningitis-Arteriitis schweren Schaden erleiden. So schön seine großen Kulleraugen auch sind, diese sind eine zusätzliche Schwachstelle des Vierbeiners. Eintrübung der Augenhornhaut, Grüner Star und Netzhauterkrankungen können bis zur Erblindung führen.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Der Beagle

  • Gelenkserkrankungen
  • Verschiedene Augenkrankheiten
  • Schlappohren sind anfällig für Parasiten und Dreck
  • Bandscheibenvorfälle
Leicht und einfach zu erziehen ist der Beagle sind dafür ist sein Dickschädel zu ausgeprägt. (Foto: Shutterstock- _Elena Efimova )

Leicht und einfach zu erziehen ist der Beagle sind dafür ist sein Dickschädel zu ausgeprägt. (Foto: Shutterstock- _Elena Efimova )

Mischling

Unterschiedliche Kreuzungen des Beagles sind bekannt. So beispielsweise der Beagle-Harrier Mischling, in der Zwischenzeit eine eigenständige Rasse. Ein anderer bekannter Beaglemischling ist der Puggle eine Kreuzung zwischen Beagle und Mops, hier streben Züchter noch die Anerkennung als eigenständige Rasse an.

 

FAQ

Ist der Beagle verfressen?

Der Beagle ist sehr verfressen. Er frisst einfach alles was ihm unter die Nase kommt. Leider auch Dinge, die auf keinen Fall in einen Hundemagen gehören.

Wieviel Auslauf braucht der Beagle?

Der Beagle liebt es zu stöbern, im Unterholz rumzuschnüffeln vor allem aber braucht er täglich mehrere Stunden Auslauf am Tag.

Eignet sich der Beagle als Familienhund?

Bei artgerechter Haltung eignet sich der Beagle mit seinem sehr sozialen Wesen sehr gut als Familienhund.

Sind Beagle Jagdhunde?

Beagle sind Jagdhunde. Ihr Jagdtrieb ist sehr ausgeprägt.

Kann der Beagle auch in der Stadt gehalten werden?

Ein Jagdhund gehört eigentlich nicht in die Stadt, wird er allerdings artgerecht gehalten und durch Hundesport entsprechend ausgelastet, kann er auch in der Stadt leben. Seinem Naturell entspricht das allerdings nicht wirklich.

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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