Labradoodle: Energiebündel und Überraschungsei

Der Labradoodle wird aus einem Labrador und einem Pudel gezüchtet. Um die jeweiligen positiven Eigenschaften der Hunderassen zu erhalten, werden hierfür bewusst zwei reinrassige Elterntiere verpaart. In Fachkreisen wird der Labradoodle als Hybridhund oder auch Designhund genannt. Der ursprüngliche Einsatz der Labradoodle lag im Bereich der Assistenz und Therapie für blinde Allergiker. Heute wird der Labradoodle allerdings auch als Begleit- und Familienhund eingesetzt und er wird immer beliebter.

Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel

Labradoodle Aussehen

Der Labradoodle ist ein wahres Überraschungsei

Das optische Ideal des Labradoodles ist schwer zu definieren. Als sogenannter Hybridhund ist der Labradoodle weder vom FCI (Fédération Cynologique Internationale) noch vom des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) als selbstständige Rasse klassifiziert. Aus diesem Grund werden auch keine Standards des Aussehens, Wesens oder Charakters festgelegt.

Zur Verpaarung werden für Labradoodle reinrassige Labradore und reinrassige Königspudel eingesetzt. Das Ergebnis ist dabei ein echtes Überraschungsei. Grundsätzlich kann man den Labradoodle allerdings wie folgt beschreiben: ein mittelgroßer bis großen Hund mit plüschigem Fell. Seine Rute ist meist leicht gebogen und lang. Am Kopf besitzt er zwei abgerundete Ohren und seine Augen strahlen Aufmerksamkeit und Interesse aus.

Die Fellstruktur des Labradoodle kann sehr unterschiedlich ausfallen. Durch seinen Pudel-Anteil kann sich ein langes gelocktes Fell entwickeln, vom Labrador würde ein kurzes, glattes Fell stammen.

Farblich sind die Möglichkeiten ebenso vielfältig wie beim Pudel. Möglich sind ein- oder zweifarbiges Fell, bei dem Farbkombinationen aus schwarz, braun, apricot oder auch weiß vorkommen können.

Zusammengefasst sieht der Labradoodle so aus

  • Man kann keine einheitliche Aussage machen
  • Groß bis mittelgroß
  • Fellstruktur von lockig plüschig bis kurz und glatt
  • Vielfältige Fellfarben des Pudels möglich
Der Labradoodle verbindet aufgrund seiner Mischung zwei Charaktere miteinander: die des Labradors und die des Pudels. Typische Eigenschaften ist seine besondere Intelligenz, Gelehrigkeit und Verspieltheit.  (Foto: Shutterstock-_Jennifer McCallum )

Der Labradoodle verbindet aufgrund seiner Mischung zwei Charaktere miteinander: die des Labradors und die des Pudels. Typische Eigenschaften ist seine besondere Intelligenz, Gelehrigkeit und Verspieltheit. (Foto: Shutterstock-_Jennifer McCallum )

Labradoodle & Charakter

Ein intelligenter und verspielter Hund

Der Labradoodle verbindet aufgrund seiner Mischung zwei Charaktere miteinander: die des Labradors und die des Pudels. Typische Eigenschaften ist seine besondere Intelligenz, Gelehrigkeit und Verspieltheit. Beide Rassen sind ursprünglich Jagdhunde gewesen, weswegen auch der Labradoodle gerne im Freien ist und die Welt erkundet.

Je nach Ausprägung der Elternrasse apportieren einige Labradoodle besonders gern, andere lernen lieber Tricks. Oder beides ist gleich stark ausgeprägt. Der Züchter kann dabei die Richtung bestimmen, in die sich der Labradoodle entwickelt. Eine hundertprozentige Kontrolle hat man darüber allerdings nicht.

Der Labradoodle ist für viele Hundesportarten zu begeistern. Dies rührt daher, dass der Pudel besonders klug und der Labrador sehr gelehrig ist. Ausreichende Bewegung ist daher für einen Labradoodle genauso wichtig, wie geistige Beschäftigung. Bei Unterforderung läuft man Gefahr, dass der Hund verhaltensauffällig wird. Diese Tatsache gilt für die Vierbeiner im Allgemeinen.

Charakteristisch zusammengefasst ist der Labradoodle

  • Vereint zwei Charakteren
  • Welcher Charakter stärker ausgeprägt ist, ist nicht vorhersehbar
  • Klug
  • Gelehrig
  • Für Hundesportarten zu begeistern
Deshalb muss man seinen Labradoodle Züchter besonders sorgfältig auswählen.  Wichtig dabei ist ebenfalls, dass der Labradoodle Welpe aus einer F1 Generation Verpaarung kommt.   (Foto: Shutterstock- Picture-Pets)

Deshalb muss man seinen Labradoodle Züchter besonders sorgfältig auswählen.  Wichtig dabei ist ebenfalls, dass der Labradoodle Welpe aus einer F1 Generation Verpaarung kommt. (Foto: Shutterstock- Picture-Pets)

Labradoodle-Geschichte

Mit dem Labradoodle beginnt die Geschichte der Doodle-Hunde.

Der Labradoodle als Rasse ist noch einigermaßen jung. Im Jahr 1989 war Wally Conron, ein australischer Hundezüchter, Leiter des Zuchtprogramms der Royal Victorian Guide Dog Association in Australien.

Ende der 1980er Jahre sollte Conron auf Anfrage eines Ehepaars einen Blindenhund züchten, der für Allergiker geeignet ist. Als Assistenzhund sollte er der blinden Ehefrau zur Seite stehen. Ihr Mann war allerdings allergisch auf Hundehaare.

Zu dieser Zeit waren Labrador Retriever bereits als Blindenhunde im Einsatz. Durch die Kreuzung mit einem nicht haarenden großen Pudel (engl. Poodle) wollte Wally Conron dieser Eigenschaft für die Anforderungen des Ehepaars nutzen.

Im ersten Versuch verpaarte Conron die beiden Hunderassen miteinander und züchtete so drei Welpen. Allerdings war nur einer der drei Hunde tatsächlich hypoallergen. Diesen bildete die Association schließlich zum Blindenhund aus.

Wegen der relativ geringen Erfolgsquote bei seinem neuen Zuchtprogramm, stellte Wally Conron das Experiment schließlich ein. Auch in mehreren weiteren Würfen der beiden Rassen besaßen nämlich nur wenige Tiere die hypoallergenen Eigenschaften. Außerdem waren die entstandenen Hunde viel zu stürmisch, als dass sie als Blindenhunde hätten eingesetzt werden können.

Wie der Labradoodle zu seinem Namen kam

Die Royal Victorian Guide Dogs Association stand nach dem Zuchtprogramm vor dem Problem die entstandenen Welpen in geeignete Familien übergeben zu müssen, die sich auch ihrer Ausbildung annehmen. Leider gestaltete sich diese Suche schwierig und es gab kaum Familien die einen Mischling aufnehmen wollten.

Wally Conron kam schließlich auf die Idee als Gast in einer TV-Sendung aufzutreten, um auf diesem Wege Gastfamilien für die „Labradoodle“ zu finden. Diesen Namen erfand der Züchter extra für die TV-Show. Plötzlich waren die Menschen begeistert von dieser neuen „Rasse“.

Die Büchse der Pandora

Heute bereut es Wally Conron sehr den Labradoodle „designt“ zu haben. In einem Interview sagte er einmal: „Ich habe die Büchse der Pandora geöffnet“. Außerdem würde er diesen Schritt am liebsten rückgängig machen. Seinem Vorbild folgten leider viele unseriöse Züchter, die sich auf das Erzeugen von Hybridhunden stürzten. Die Folge waren Hunde mit unterschiedlichen gesundheitlichen Problemen der Gelenke, Augen oder Hüften.

Da er ein Hybridhund ist, wird der Labradoodle weder vom FCI (Fédération Cynologique Internationale) noch vom des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) als eigene Rasse klassifiziert. Nur der CKC (Continental Kennel Club) in den USA hat den Australian Labradoodle als eigenständige Rasse anerkannt.

In Europa haben sich einige Australian Labradoodle Züchter zusammengetan und eine Stiftung mit dem Namen Alfa Europe gegründet, die sich dem Ziel einer kontrollierten Zucht mit Kodex und Zuchtordnung verschrieben haben.

Zusammenfassung der Labradoodle-Geschichte

  • 1989 Anfrage eines Ehepaares an die Royal Victorian Guide Dogs Association
  • Wally Conron Leiter des Zuchtprogramm der Association
  • Kreuzung zwischen Labrador Retriever und Großpudel
  • Als Blindenhund ungeeignet
  • Nicht vom FCI und VDH als Rasse anerkannt
Der Labradoodle als Rasse ist noch einigermaßen jung. Im Jahr 1989 war Wally Conron, ein australischer Hundezüchter, Leiter des Zuchtprogramms der Royal Victorian Guide Dog Association in Australien.  ( Foto: Shutterstock-_ Jne Valokuvaus )

Der Labradoodle als Rasse ist noch einigermaßen jung. Im Jahr 1989 war Wally Conron, ein australischer Hundezüchter, Leiter des Zuchtprogramms der Royal Victorian Guide Dog Association in Australien. ( Foto: Shutterstock-_ Jne Valokuvaus )

Passt der Labradoodle zu mir

Ein Hund, der nicht per se mit hypoallergenen Eigenschaften ausgestattet ist

Bei Allergikern ist es empfehlenswert sich vor dem Kauf eines Labradoodles auf verschiedene Hunderassen testen zu lassen. Labradoodle sind nämlich nicht immer mit hypoallergenen Eigenschaften ausgestattet. Generell gibt es keine Hunderase, die zu 100 Prozent hypoallergen ist.

Hundehaarallergiker reagieren, entgegen der Bezeichnung gar nicht auf die Haare per se allergisch. Viel mehr ist die allergische Reaktion auf bestimmte Eiweiße auf der Haut, im Speichel und dem Urin des Hundes zurückzuführen. Aus diesem Grund sind Menschen, die auf eine bestimmte Hunderasse allergisch reagieren auch nicht auf alle Hunderassen allergisch.

Der Labradoodle ist ein echtes Überaschungsei. Deshalb kann man auch nicht allgemein behaupten, dass er nicht haart.

Für Hundeliebhaber, die einen Gefährten für ihre sportive Freizeit in der Natur haben möchten, liegen mit dem Labradoodle genau richtig. Er ist hierzu der ideale Begleiter, denn sowohl Bewegung als auch geistige Herausforderungen gehören zu den Lieblingsbeschäftigungen des verspielten Labradoodle.

Nach einer guten Sozialisierungsphase wird der Labradoodle gegenüber Kindern und anderen Hunden freundlich auftreten. Der Labradoodle ist als Familienhund ideal geeignet, immer vorausgesetzt, dass seine Sozialisierung richtig umgesetzt wurde. Sowohl Pudel als auch Labradore eigenen sich sehr gut als Ersthunde. Das macht auch den Labradoodle zu einem tollen Begleiter für Hunde-Neulinge. Liebevolle und konsequente Erziehung ist beim Labradoodle natürlich genauso wichtig wie bei anderen Hunden.

Zusammengefasst passt der Labradoodle zu mir

  • Keine Hundehaar-Allergie vorhanden
  • Gern in der Natur
  • Sportiv
  • Als Ersthundebesitzer möglich
  • Zeit für eine liebevolle und konsequente Erziehung investieren
  • Denn Menschen mit einer Hundehaarallergie reagieren nicht auf die Haare eines Labradoodle
Die Royal Victorian Guide Dogs Association stand nach dem Zuchtprogramm vor dem Problem die entstandenen Welpen in geeignete Familien übergeben zu müssen, die sich auch ihrer Ausbildung annehmen. ( Foto: Shutterstock-pixelABC  )

Die Royal Victorian Guide Dogs Association stand nach dem Zuchtprogramm vor dem Problem die entstandenen Welpen in geeignete Familien übergeben zu müssen, die sich auch ihrer Ausbildung annehmen. ( Foto: Shutterstock-pixelABC )

Labradoodle Anschaffung

Die Verantwortung für ein Hundeleben ist groß. Drum prüfe wer sich bindet.

Zeitpensum und finanzielle Mittel sind unbedingt vor der Anschaffung eines Labradoodles wie bei allen Hunden zu bedenken. Ihre Lebenserwartung liegt bei 12 bis 15 Jahren und solange muss man sich um den Vierbeiner kümmern können.

Anders als Kinder sind Tiere über das gesamte Leben völlig abhängig von ihren Menschen. Artgerechte Haltung und Erziehung sind dabei die wichtigsten Aufgaben, für deren Erfüllung Herrchen oder Frauchen Verantwortung tragen.

Im Vorfeld müssen alle Familienmitglieder mit der Anschaffung eines neuen Familienmitglieds einverstanden sein. Für Mieter gilt es außerdem den Mietvertrag genau zu studieren. Hier gibt es meistens Klauseln im Bezug auf die Tierhaltung in der jeweiligen Wohnung. Außerdem sind die Gesetze zur Hundehaltung in seinem jeweilen Bundesland zu berücksichtigen.

Bei der Labradoodle Züchter Suche muss genau hingesehen werden und ausreichend Zeit eingeplant werden. Unter den Anbietern von Ladradoodle Welpen gibt es leider viele schwarze Schafe, die mit dem Doodle-Trend das schnelle Geld machen wollen.

In manchen Fällen kann es auch sinnvoller sein sich einen reinrassigen Labrador Retriever oder Pudel zuzulegen. Darüber sollte im Vorfeld ebenfalls nachgedacht werden.

Zusammenfassung Anschaffung

  • Große Verantwortung für 12 bis 15 Jahre
  • Man wird viel Zeit und Geld investieren müssen
  • Sind alle Familienmitglieder mit der Anschaffung einverstanden
  • Wie ist Tierhaltung im Mietvertrag geregelt
  • Bestimmungen des jeweiligen Bundeslandes kennen
  • Zeit für die Auswahl eines seriösen Züchters nehmen
  • Oder doch einen Labrador Retriever oder einen Pudel
Der Labradoodle ist als Familienhund ideal geeignet, immer vorausgesetzt, dass seine Sozialisierung richtig umgesetzt wurde.   (Foto: Shutterstock- Dina Uretski )

Der Labradoodle ist als Familienhund ideal geeignet, immer vorausgesetzt, dass seine Sozialisierung richtig umgesetzt wurde. (Foto: Shutterstock- Dina Uretski )

Labradoodle & Züchter

Labradoodle sind keine anerkannte Rasse und deren Zucht unterliegt keiner Verbandsaufsicht

Bei der Entscheidung für einen Labradoodle als vierbeinigen Begleiter, muss besonders viel Wert auf die richtige Zuchtstätte und die Elterntiere gelegt werden. Da der Labradoodle nicht vom FCI oder VDH als eigene Rasse klassifiziert ist, gibt es keine offiziellen Vorgaben für ihn.

Hier sollte man sich vor Augen führen, was das im gesundheitlichen und züchterischen Sinne zur Folge hat. Erstklassige und anerkannte Zuchthunde mit einwandfreiem Erbgut, untadeligem Gesundheitszeugnis und positiven Wesenstest, egal ob Pudel oder Labrador Retriever, von vertrauensvollen Züchtern innerhalb ihrer Rassen verpaart werden. Seriöse Züchter werden es vermeiden die erstklassigen anerkannten Zuchthunde zur Zucht von Mischlingen einzusetzen.

Es gibt in diesem Bereich Gesetze, die dies verbieten. Außerdem würde es den Wert der Zuchttiere mindern. Für die Zucht von Doodlen stehen aus diesem Grund für gewöhnlich Hunde als Elterntiere zur Verfügung, die keine Zuchtzulassung innerhalb ihrer Rasse erhalten haben. Das bedeutet: Doodles können fast (!) nicht mit einwandfreiem Erbgut, untadligem Gesundheitszeugnis und positiven Wesenstest beider Elterntiere gezüchtet werden.

Deshalb muss man seinen Labradoodle Züchter besonders sorgfältig auswählen.  Wichtig dabei ist ebenfalls, dass der Labradoodle Welpe aus einer F1 Generation Verpaarung kommt. Das heißt, ein Elterntier ist 100% Pudel, das andere Elterntier ist 100% Labrador Retriever. Denn nur in der F1 Genration kann der Heterosis-Effekt weitervererbt werden. Das heißt, dieser Heterosis-Effekt kann nicht von einem Labradoodle/Mischling weitervererbt werden. Der Heterosis-Effekt beschreibt eine „höhere Fitness“ der Nachkommen gegenüber der F1 Generation, sprich der Elterntiere.

Beim Besuch einer geeigneten Zuchtstätte eines Labradoodle Züchters, muss auf die Zuchtzulassung, Gesundheitsergebnisse und Ahnennachweise beider Elterntiere und deren Ahnen geachtet werden.

Des Weiteren:

  • Sind die Elterntiere und deren Ahnen HD (Hüftgelenksdysplasie) und ED Ellenbogendysplasie) frei
  • Wie sind die Ergebnisse der Augenuntersuchen der Elterntiere und deren Vorfahren
  • Wie sieht die Ahnentafel der Elterntiere aus
  • Man sollte sich genau die Aufzuchtstätte anschauen. Züchter, die nichts zu verbergen haben, geben Einblick in ihre Zuchtstätte und beantworten bereitwillig alle Fragen zur Zucht und den Tieren.

Zu beachten:

Ist die Zuchtstätte sauber und aufgeräumt

  • Haben die Tiere Familienanschluss
  • Wirken die Tiere gesund und munter
  • Ist das Muttertier anwesend
  • Welche Maßnahmen unternimmt der Züchter zur Sozialisierung der Welpen

Hundewelpen allgemein sollten frühestens ab der 8. Lebenswoche abgegeben werden. Vorher benötigen sie noch ihre Mutter und Geschwister. Welpen müssen bei der Übergabe in ihr neues Zuhause geimpft, gechipt und entwurmt sein.

Und selbstverständlich erhält man einen schriftlichen Kaufvertrag, die Abstammungsurkunde, ein Gesundheitsnachweis des Welpen und einem EU-Heimtierausweis.

Der aktuelle Trend geht hin zu den Hybrifhunden, was viele unseriöse Züchter und kriminelle Hinterhof-Vermehrer auf den Plan ruft. Darunter leiden vor allem die Lebensbedingungen und die Gesundheit der Elterntiere und Welpen. Hat man ein ungutes Gefühl bei einer Zuchtstätte, sollte man den Tierschutz oder die Polizei benachrichtigen.

Zusammengefasst sollte man darauf achten

  • Macht die Zuchtstätte einen seriösen Eindruck
  • Sind die Tiere gesund
  • Gesundheitsnachweise der Elterntiere
  • Gesundheitsnachweis der Welpen
  • Ahnentafel der Elterntiere
  • Kaufvertrag wird schriftlich gemacht
  • Welpe wird geimpft, gechipt und mit allen Papieren übergeben
  • Welpe wird frühestens mit 8 Wochen abgegeben
Zeitpensum und finanzielle Mittel sind unbedingt vor der Anschaffung eines Labradoodles wie bei allen Hunden zu bedenken.  (Foto: Shutterstock- Jeanne Provost)

Zeitpensum und finanzielle Mittel sind unbedingt vor der Anschaffung eines Labradoodles wie bei allen Hunden zu bedenken. (Foto: Shutterstock- Jeanne Provost)

Labradoodle-Preis

Labradoodle-Preise werden, obwohl sie keine Rassehunde sind, genauso hoch angesetzt, wie die Rassepreise. Mit um die 1.000 Euro ist beim Kauf eines Labradoodle bei einem vernünftigen Züchter zu rechnen. An diesem Punkt kann man nochmals überlegen, ob es nicht für nur wenige hundert Euro mehr doch ein reinrassiger Pudel oder ein reinrassiger Labrador Retriever mit anerkannten VDH-Papieren sein soll.

Labradoodle-Welpen

Soll der kleine Vierbeiner in sein neues Zuhause einziehen, gibt es einige Dinge zu beachten. Labradoodle Welpen sind wie die meisten kleinen Hunde sehr neugierig. Sie tapsen etwas unbeholfen durch das Haus und stürzen sich ins Abendteuer. Für die kleinen Fellnasen kann diese Erkundung allerdings Gefahr oder sogar Lebensgefahr bedeuten.

In einem sicheren Welpen-Zuhause sollten keine verlockenden Stromkabel auf Höhe des Mäulchens der kleinen Labradoodles sein. Giftige Lebensmittel und Pflanzen dürfen sich ebenfalls nicht in ihrer unmittelbaren Nähe befinden. Besonders die Labrador Gene im Doodle machen ihn sehr verfressen. Tipp: Zur Weihnachtszeit keine Schokoladen und Keksteller auf Hundehöhe platzieren. Das Gleiche gilt auch für den Mülleimer, Putzmittel, Arzneimittel und Chemikalien.

Eine Übersicht aller giftigen Pflanzen und Lebensmittel für Hunde findet man auch auf unserer Rasseportrait-Seite des Labrador Retrievers.

Treppenabgänge und Türen sollten gerade in den ersten Monaten besonders abgesichert sein. So können die kleinen Pfoten, die Rute oder die Schnauze nicht verletzt werden.

Im Garten dient es der Sicherheit des kleinen Labradoodle, wenn auch hier gründlich inspiziert wird. Scharfe Gartengeräte, Gifte und Pflanzen könnten ebenfalls eine Gefahr für den Hund darstellen.

Sicheres Welpen-Labradoodle-Zuhause zusammengefasst

  • Giftige Pflanzen und Lebensmittel wegräumen
  • Stromkabel, Mülleimer, Arzneimittel und Chemikalien beseitigen
  • Treppenabgänge und Türen sichern
  • Garten auf Hundesicherheit überprüfen
Zu gesundheitlichen Problemen kann man bei einem Mischling wie dem Labradoodle nur schwer verlässliche Aussagen machen.  (Foto: Shutterstock- Danita Delimont )

Zu gesundheitlichen Problemen kann man bei einem Mischling wie dem Labradoodle nur schwer verlässliche Aussagen machen. (Foto: Shutterstock- Danita Delimont )

Labradoodle: Gesundheit & Pflege

Zu gesundheitlichen Problemen kann man bei einem Mischling wie dem Labradoodle nur schwer verlässliche Aussagen machen. Bereits bei den Elterntieren bestehende Probleme können weitervererbt werden. Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellenbogendysplasie (ED) und die Augenkrankheit Progressive Retinaatrophie (PRA) sind möglich.

Die Fellpflege des Labradoodle ist verhältnismäßig unkompliziert. Zwei Mal in der Woche sollte der Vierbeiner gründlich gebürstet werden, um Verfilzungen zu vermeiden. Augen, Zähne und Krallen können bei dieser Gelegenheit ebenfalls überprüft werden. Etwa alle sechs Wochen sollte ein Besuch beim Hundefriseur anstehen.

Zusammengefasst ist Gesundheit und Pflege beim Labradoodle

  • Hüftgelenksdysplasie, Ellenbogengelenksdysplasie, Augenkrankheit
  • Fellpflege ein bis zwei Mal die Woche
  • Regelmäßiger Besuch beim Hundefriseur

Labradoodle & Erziehung

Die Veranlagung von Intelligenz und „will to please“ macht es auch Hundeanfängern einfach

Die Erziehung des Labradoodles sollte relativ einfach gelingen. Dank seiner Labrador Retriever und Pudel Mischung liegt ihm das im Blut. Beide Hunderassen wurden ursprünglich für die Jagd gezüchtet. Sie sind deshalb besonders intelligent und der „will top lease“ ist bei ihnen ausgeprägt. Deshalb eignet sich der Labradoodle auch so gut für Anfänger.

Ein Besuch in der Hundeschule und die freizeitlichen Hundesportaktivitäten bereiten dem Labradoodle Freude. Verhalten, dass vom Besitzer nicht erwünscht ist, kann hier grundsätzlich abtrainiert werden.

Erziehung Labradoodle zusammengefasst

  • Einfache Erziehung durch Intelligenz und „will to please“ Veranlagung
  • Auch für Anfänger gut möglich
  • Hundeschule besuchen
  • Unerwünschtes Verhalten unterbinden
Der Labradoodle ist der ideale Gefährte für Aktivitäten in der Natur und vielseitige Hundesportarten.   (Foto: Shutterstock-lopolo)

Der Labradoodle ist der ideale Gefährte für Aktivitäten in der Natur und vielseitige Hundesportarten. (Foto: Shutterstock-lopolo)

Labradoodle Aktivitäten

Der Labradoodle ist ein toller Freizeit- und Sportpartner

Der Labradoodle ist der ideale Gefährte für Aktivitäten in der Natur und vielseitige Hundesportarten. Wandern, Radfahren und stundenlange Spaziergänge sind für den Labradoodle ein großer Spaß. Vielfältige Hundesportarten wie Agility, Dog Dance, Tricks oder Mantrailing sind genau sein Ding.

Aufgrund der Veranlagung zurr Hüftgelenksdysplasie und Ellenbogendysplasie sollte man es mit dem Labradoodle allerdings nicht übertreiben. Bis zum ersten Lebensjahr sollte er seine Gelenke nicht strapazieren.

Für die Auswahl der Aktivitäten wird am Ende entscheidend sein, welche rassespezifischen Eigenschaften sich beim Labradoodle durchgesetzt haben. Nach wie vor sind diese Vierbeiner totale Überraschungseier.

Zusammenfassung der Labradoodle Aktivitäten

  • Idealer Freizeit Gefährte
  • Viele Hundesportarten möglich
  • Gelenke bis zum ersten Lebensjahr schonen
  • Was dem eignen Labradoodle gefällt, weiß man vorher nicht

Häufige Fragen zum Labradoodle

Ist der Labradoodle ein Rassehund?

Vom FCI und vom VDH wird der Labradoodle nicht als eigene Rasse anerkannt. Lediglich der amerikanische CKC klassifiziert den Hund so.

Ist der Labradoodle ein Familienhund?

Sowohl der Labrador Retriever als auch der Pudel sind grundsätzlich familienfreundlich. Die Eigenschaften eines Mischlings kann man vorher schwer voraussagen, jedoch ist eine gute Sozialisierung Grundlage dafür den Labradoodle als Familienhund zu halten.

Welche typischen Krankheiten hat ein Labradoodle?

Krankheiten für den Labradoodle sind von seinen Elterntieren abhängig. Bei ihnen kann man bereits auf Erkrankungen wie Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellenbogendysplasie (ED) und der Augenkrankheit Progressive Retinaatrophie (PRA) achten.

Woher stammt der Labradoodle?

1989 wurde der Labradoodle erstmals von Wally Conron in Australien gezüchtet. Für die Royal Victorian Guide Dog Association verpaarte er im Zuchtprogramm einen Pudel mit einem Labrador Retriever.

Ist der Labradoodle ein Allergiker-Hund?

Labradoodle per se sind keine hypoallergenen Hunde. Auch sie können allergische Reaktionen hervorrufen. Keine Hunderasse ist zu 100 Prozent mit hypoallergenen Eigenschaften ausgestattet. Menschen reagieren auf bestimmte Eiweiße auf Haut, im Speichel oder Urin des Hundes.

Über Sabrina Müller

Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

Leave A Reply