Chronische Schmerzen beim Hund: Anzeichen erkennen und behandeln

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Mittlerweile wird davon ausgegangen, dass rund jeder fünfte Hund unter chronischen Schmerzen leidet. Die Gelenke sind dabei besonders häufig betroffen. CBD-Öl bietet neben der Schulmedizin Lösungsansätze zur Linderung.

Chronische Schmerzen beim Hund: Gelenkprobleme erkennen

Hunde zeigen nicht leicht Schmerz, meist wird dieser erst deutlich, wenn sich die Schmerzen nicht mehr verbergen lassen. Neben krankheitsbedingten Beschwerden gibt es aber auch chronische Schmerzen, die beispielsweise aufgrund von Verschleißerscheinungen der Gelenke auftreten. Diese Leiden nehmen im Laufe der Zeit meist zu und führen zu Bewegungseinschränkungen und teilweise sogar zu einem veränderten Verhalten. Kann die Schulmedizin nicht helfen, müssen alternative Behandlungen her, um chronischen Schmerzen bei den Fellnasen zu begegnen.

Arthrose und Arthritis beim Hund

Meist beginnen die chronischen Schmerzen mit einer Arthritis, einer akuten Entzündung des Gelenks. Auslöser für die Entzündungen können Knorpelschäden sein (z. B. Chips in den Gelenken), auch ein Rheuma oder eine Infektion mit bestimmten Erregern können Arthritis verursachen. Aus einer Arthritis können chronische Beschwerden erwachsen, weil sich eine Arthrose bildet, die immer wieder mit neuen Entzündungen reagiert. Ein Teufelskreis aus Arthritis, Arthrose und wieder Arthritis setzt ein.

Eine Arthrose wird durch den Verschleiß der Gelenke ausgelöst. Meist finden sich bereits Schäden am Knorpel des Gelenks, was beim Röntgen gut sichtbar wird. Degenerative Veränderungen zeigen sich auch in weniger Gelenkschmiere oder einer verdickten Gelenkkapsel. Wenn die betroffenen Gelenke beginnen, zu verknöchern, verringern sich dafür meist die Schmerzen. Das Gelenk kann durch den Verknöcherungsprozess versteifen.

Hunde zeigen nicht leicht Schmerz, meist wird dieser erst deutlich, wenn sich die Schmerzen nicht mehr verbergen lassen. ( Foto: Shutterstock-Jareerat )

Hunde zeigen nicht leicht Schmerz, meist wird dieser erst deutlich, wenn sich die Schmerzen nicht mehr verbergen lassen. ( Foto: Shutterstock-Jareerat )

Ursachen der Beschwerden

Meist entstehen die chronischen Schmerzen durch eine anhaltende zu starke Belastung der Gelenke. Auch Vorschädigungen wirken sich ungünstig aus und vergrößern das Risiko einer Arthritis oder Arthrose. Ein weiterer Aspekt sind Gelenkfehlstellungen, dazu kommen Übergewicht und Traumata durch Unfälle.

Nicht zuletzt spielt das Alter des Tieres eine Rolle, denn die Gelenkknorpel werden im Laufe der Jahre immer unelastischer und damit auch weniger belastbar. Übergewicht wirkt sich zudem nicht nur durch das höhere Gewicht, das auf den Gelenken lastet, negativ aus, sondern auch durch die Hormone, die nun verstärkt ausgeschüttet werden. Diese wiederum begünstigen Entzündungsprozesse im Körper.

So lassen sich Gelenkprobleme beim Vierbeiner erkennen

Ein Hundehalter kann meist umgehend erkennen, wenn es seiner Fellnase nicht gut geht. Die häufigsten Anzeichen für akute oder chronische Schmerzen sind zum Beispiel:

  • steifer Gang vor allem morgens oder nach längerem Liegen
  • Bewegungsunlust
  • Vermeiden harter und kühler Liegeplätze
  • kaum Spielfreude
  • können sich schlecht strecken

Manche Tiere neigen zur Aggressivität, wenn ihnen zum Beispiel geholfen werden soll, wie bisher ins Auto zu springen. Wichtig zu wissen: Arthrose verläuft in Schüben, sodass es immer wieder schmerzärmere und schmerzintensive Zeiten gibt.

Generell gilt, dass Tierhalter ihre Lieblinge immer gut beobachten sollen, eine plötzliche Verhaltensänderung hat in der Regel einen Grund. Dabei müssen es nicht zwangsläufig Probleme mit den Gelenken sein, auch andere Stellen im Körper können schmerzen. Manche Vierbeiner neigen zu Kopfschmerzen, welche sie mit einem ständigen Kratzen am Kopf oder einem Schütteln anzeigen. Sie möchten dann auch nicht am Kopf gestreichelt werden und meiden das Licht. Vergleichbar ist die Verhaltensweise dann häufig mit Menschen, die unter Migräne leiden.

Handelt es sich um rheumatische Beschwerden, ist schon damit zu rechnen, dass diese chronisch werden. Vielen Tieren geht es dann schlechter, wenn sich das Wetter ändert: Sie laufen steifer, wenn in ein oder zwei Tagen Regen kommt oder wenn es allgemein nass-kalt wird. Schönes Wetter mit Wärme und Sonnenschein hingegen hat einen positiven Effekt auf die Beschwerden.

Generell gilt, dass Tierhalter ihre Lieblinge immer gut beobachten sollen, eine plötzliche Verhaltensänderung hat in der Regel einen Grund. ( Foto: Shutterstock-Sonja Rachbauer)

Generell gilt, dass Tierhalter ihre Lieblinge immer gut beobachten sollen, eine plötzliche Verhaltensänderung hat in der Regel einen Grund. ( Foto: Shutterstock-Sonja Rachbauer)

Chronische Schmerzen bei Hunden behandeln

Viele Anzeichen deuten auf chronische Schmerzen hin? Dabei können diese zum Teil auch durch andere Ursachen als die genannten Gelenkprobleme ausgelöst werden. Inoperable Tumoren sind hier ein Beispiel, welches besonders häufig auftritt und sich an unterschiedlichen Stellen am Körper zeigen kann. Nun gilt es, eine geeignete Therapie zu finden, sodass das Tier möglichst schmerzfrei leben kann. Eine Möglichkeit ist dabei das CBD-Öl für Hunde bei tierheimlinks.de, welches schon bei den ersten Anzeichen eines erneuten Schmerzschubs sowie auch dauerhaft gegeben werden kann.

Chronische Schmerzzustände erkennen und behandeln: Erste Anlaufstelle ist der Tierarzt

Die Anzeichen deuten auf Gelenkprobleme hin? Dennoch sollten Tierhalter mit ihrem Hund zum Tierarzt fahren, um andere Probleme ausschließen zu können und um eine genaue Diagnose zu erhalten. Der Veterinär wird entzündungs- und schmerzstillende Medikamente verschreiben, die über einen längeren Zeitraum gegeben werden müssen.

Diese dürfen auch nicht nur an Tagen gegeben werden, an denen die Beschwerden besonders schlimm zu sein scheinen, sondern müssen über einen festgelegten Zeitraum verabreich werden. Teilweise wird auch Kortison gegeben, welches lokal in ein Gelenk gespritzt werden kann. Allerdings können durch die dauerhafte Gabe von Schmerzmitteln auch Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt auftreten.

Immer ist daher eine individuelle Schmerzbehandlung wichtig.

Tipp: Sollte der Haustierarzt nicht fündig werden und keine gesicherte Diagnose stellen können, kann sich der Besuch in der nächsten Tierklinik lohnen. Dort werden die Tierärzte zum einen durch die Vielzahl der Patienten mit deutlich verschiedenen Krankheitsbildern konfrontiert, zum anderen ist die apparative Ausstattung für Untersuchungen (z. B. MRT und CT) besser. Somit lässt sich das Tier sprichwörtlich „auf den Kopf stellen“ und die Untersuchung kann weitaus intensiver ausgeführt werden.

Ohne einen Besuch beim Tierarzt lassen sich die Schmerzen beim Hund meist nicht feststellen ( Foto: Shutterstock-Orawan Pattarawimonchai  )

Ohne einen Besuch beim Tierarzt lassen sich die Schmerzen beim Hund meist nicht feststellen ( Foto: Shutterstock-Orawan Pattarawimonchai )

Mit CBD-Öl Hunden helfen

Es tut an mehreren Stellen im Körper weh oder die üblichen Medikamente schlagen nicht an? Dann kann CBD-Öl für Hunde eine ideale Lösung sein, um chronische Leiden zu verringern. Nicht immer sind naturheilkundliche Ansätze hilfreich, denn Grünlippmuschelpulver und Teufelskralle wirken ebenfalls nur bedingt. Diese Klassiker der alternativen Medizin können durch CBD-Öl ersetzt oder ergänzt werden.

Gut zu wissen: CBD-Öl soll frei von Nebenwirkungen sein und wird von den Hunden angeblich gut vertragen. Es handelt sich um einen Extrakt der Cannabis-Pflanze, wobei hier nicht auf das THC gesetzt wird, das eine psychoaktive Wirkung besitzt. CBD ist völlig ungefährlich, der Hund wird davon also nicht high. Das Öl besitzt aber entzündungshemmende Wirkstoffe, die bei regelmäßiger Gabe des Öls positiv auf den Gesundheitszustand des Tieres wirken.

Das Öl kann in Tropfenform über das Futter gegeben werden, gleichwohl ist es aber auch möglich, CBD als Leckerli zu reichen. Ein Belohnungshäppchen ist dann gleich noch mal so gut, wenn es gleich fördernde Auswirkungen auf das Wohlbefinden des Tieres hat.

Zur Dosierung: Diese wird unterschiedlich angegeben, meist liegen die Empfehlungen bei 2 bis 8 mg pro Tier und Tag. Die Dosis richtet sich auch nach dem Gewicht des Tieres, und so wird die Anzahl der zu reichenden Tropfen meist in Tropfen je Kilogramm Körpergewicht angegeben.

Alternativ können Gelenktabletten für Tiere unter das Futter gemischt werden, auch sie sollen entzündliche Erkrankungen zurückdrängen und bestehen aus einer Zusammenstellung aus verschiedenen natürlichen Mitteln plus CBD.

Eine Frage der Zulassung

In Deutschland ist CBD-Öl noch nicht zur inneren Anwendung beim Tier zugelassen, doch an verschiedenen Stellen ist die positive Wirkung des Öls bereits beschrieben. Hierzulande wird CBD-Öl immer noch zur Fellpflege angepriesen und der Tierarzt ist in der Zwickmühle: Gibt er die Empfehlung für eine bisher nicht zugelassene Behandlung, obwohl er davon überzeugt ist, oder geht er das Risiko lieber nicht ein?

Hundehalter berichten in jedem Fall regelmäßig darüber, dass sie ihrem Hund bei Schmerzen helfen können, auch wenn das Öl eben noch keine Zulassung bei chronischen Beschwerden bekommen hat und dementsprechend auch kein Futtermittelzusatzstoff ist.

Über den Autor

Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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