Entzündung an Pfote beim Hund mit Hausmittel behandeln

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Eine Entzündung der Pfote vom Hund mit Hausmittel zu bekämpfen, ist durchaus möglich. Dazu muss das Problem rechtzeitig erkannt werden.

Wodurch entstehen Entzündungen der Hundepfoten?

Aufgrund von Verletzungen oder durch eingedrungene Fremdkörper können sich beim Hund die Pfoten entzünden. Das ist für ihn besonders schmerzhaft und behindert beim Laufen. Dem Hundehalter fällt es manchmal dadurch auf, dass der Hund nicht mehr aufhört, an der Pfote zu lecken. Dann sollte er sich die Sache etwas genauer ansehen. In vielen Fällen ist es möglich, eine Entzündung der Pfote vom Hund mit Hausmittel zu behandeln.

Die Behandlung gelingt zumeist dann recht gut, wenn sie zeitnah begonnen wird. Es ist natürlich von Vorteil, wenn sofort etwas unternommen werden kann. Durch eine verzögerte oder aufgeschobene Behandlung können die Beschwerden deutlich schlimmer werden, sodass ein Besuch beim Tierarzt unvermeidbar wird.

Welche Hunde sind besonders gefährdet?

Grundsätzlich ist jeder Hund anfällig für Entzündungen. Bei Hunden, die sich häufig im Gelände aufhalten, besteht ständig die Gefahr, dass sie auf spitze Gegenstände treten, durch die Verletzungen an den Pfoten auftreten. Darin siedeln sich gerne Bakterien an, die zu einer Entzündung führen. Falls sich ein Hund vorwiegend in der Wohnung aufhält, besteht die Gefahr, dass die Haut der Pfoten stark austrocknet und dadurch Risse entstehen. Das führt zu einem starken Juckreiz.

Da die meisten Hunde sich an den juckenden Pfoten lecken, gelangen Bakterien aus dem Mund direkt in die Hautrisse und vermehren sich dort. Deshalb gibt es keine Möglichkeit, den Hund vor diesen Problemen zu schützen. Sollte es jedoch zu einer Infektion kommen, dann kann eine Entzündung der Pfote vom Hund mit Hausmitteln behandelt werden.

Video: Die Lösung für Hunde mit wunden/offenen Pfoten, entzündeten Krallen oder Zwischenzehen-Entzündung

So behandeln Sie eine Entzündung der Pfote vom Hund mit Hausmittel

Sobald Sie von einem Spaziergang mit Ihrem Hund nach Hause kommen, sollten Sie unbedingt die Pfoten näher kontrollieren. Dann erkennen Sie kleinere Verletzungen schon rechtzeitig, bevor sich darin Bakterien ansiedeln. Falls Kratzer oder Risse erkennbar sind, können Sie diese mit geeigneten Pflegeprodukten behandeln.

Doch meistens wird eine Entzündung erst dann bemerkt, wenn der Hund jammert und mit dem ständigen Lecken an der Pfote beginnt. Zudem mag er oftmals die Pfote nicht mehr belasten. In dem Fall sollten Sie umgehend eine Behandlung einleiten.

Bevor Sie eine Behandlung vornehmen, ist es empfehlenswert, die Pfote auf Fremdkörper zu untersuchen. Es kann durchaus vorkommen, dass sich der Hund etwas in die Pfote getreten hat. Manchmal sind es kleine Stöckchen oder Dornen. Derartige Fremdkörper sollten Sie mit Vorsicht herausziehen und anschließend die Einstichstelle desinfizieren. Es ist empfehlenswert, hinterher den betroffenen Bereich mit einer Salbe zu behandeln.

Diese können Sie selbst herstellen. Dazu vermischen Sie Backpulver mit einer geringen Menge Wasser, sodass eine Paste entsteht. Damit bestreichen Sie die Verletzungen an den Pfoten. Backpulver weist eine antibakterielle Wirkung auf. Daher verhindert eine solche Behandlung, dass sich Bakterien in den Verletzungen ansiedeln und stark vermehren.

In jedem Geschäft, in dem es Haustierbedarf gibt, erhalten Sie zahlreiche Pflegeprodukte für Hundepfoten. ( Foto: Adobe Stock - rodimovpavel )

In jedem Geschäft, in dem es Haustierbedarf gibt, erhalten Sie zahlreiche Pflegeprodukte für Hundepfoten. ( Foto: Adobe Stock – rodimovpavel )

Entzündung an Pfote beim Hund Hausmittel zur Pflege

In jedem Geschäft, in dem es Haustierbedarf gibt, erhalten Sie zahlreiche Pflegeprodukte für Hundepfoten. Allerdings weiß man nie so genau, welche Substanzen darin enthalten sind. Deshalb ist es möglich, bei Entzündungen der Pfote vom Hund Hausmittel zu nutzen und selbst einen Pflegebalsam herzustellen.

Dazu brauchen Sie die folgenden Zutaten:

  • Bienenwachs
  • Sheabutter
  • Olivenöl
  • Kokosöl

Um die Entzündung der Pfote vom Hund mit Hausmitteln zu behandeln, mischen Sie zwei Esslöffel Bienenwachs mit einem Esslöffel Olivenöl. Dazu kommen drei Esslöffel Sheabutter und ein Esslöffel Kokosöl. Wasser ist in diesem Fall nicht erforderlich.

Diese vier Substanzen füllen Sie in einen Topf und erhitzen sie auf einer niedrigen Stufe. Dabei sollten Sie ständig umrühren und aufpassen, dass es nicht zu heiß wird und kocht. Sobald sich eine gleichmäßige, homogene Masse gebildet hat, lassen sie es abkühlen. Dadurch entsteht eine cremige Masse, mit der Sie die Behandlung der Hundepfoten vornehmen können.

Falls die Pfoten schon Verletzungen aufweisen oder stark strapaziert sind, sollten Sie bis zu drei Mal am Tag eine Behandlung mit diesem Pflegemittel durchführen. Vor dem Auftragen ist es empfehlenswert, die betroffene Pfote mit Wasser zu reinigen und trocken abzutupfen. Nachdem Sie den selbst hergestellten Balsam aufgetragen haben, kann es sinnvoll sein, einen Hundeschuh oder eine Socke über die verletzte Pfote zu ziehen. Sonst würde Ihr Hund die Substanz wahrscheinlich wieder durch Lecken entfernen.

In vielen Fällen führt der Tierarzt eine medikamentöse Behandlung mit einem Antibiotikum oder einer vergleichbaren Substanz durch. Dadurch geht es dem Hund nach kurzer Zeit wieder deutlich besser. ( Foto: Adobe Stock - didesign021 )

In vielen Fällen führt der Tierarzt eine medikamentöse Behandlung mit einem Antibiotikum oder einer vergleichbaren Substanz durch. Dadurch geht es dem Hund nach kurzer Zeit wieder deutlich besser. ( Foto: Adobe Stock – didesign021 )

Entzündung der Pfote beim Hund Hausmittel helfen nicht

Je nach Ausprägung der Beschwerden kann es vorkommen, dass die üblichen Hausmittel bei einer entzündeten Pfote keine Wirkung zeigen. Manchmal hat der Hund auch starke Schmerzen und lässt sich nicht gerne an den Pfoten untersuchen und behandeln.

In solchen Fällen sollten Sie unbedingt zeitnah einen Tierarzt aufsuchen. Dieser weiß, wonach er suchen muss. Daher erkennt er eventuell vorhandene Fremdkörper oder Verletzungen schon auf den ersten Blick. Zudem ist der Tierarzt in der Lage, dem Hund bei Bedarf ein geeignetes Schmerzmittel zu verabreichen. Das ist enorm wichtig, um eine Behandlung an einer entzündeten Pfote vorzunehmen.

In vielen Fällen führt der Tierarzt eine medikamentöse Behandlung mit einem Antibiotikum oder einer vergleichbaren Substanz durch. Dadurch geht es dem Hund nach kurzer Zeit wieder deutlich besser.

Ist die Entzündung der Pfote beim Hund mit Hausmitteln nicht therapierbar, bleibt nur der Gang zum Veterinär, damit die Beschwerden nicht immer stärker werden. Je länger eine Behandlung hinausgezögert wird, desto schwieriger wird es für den Tierarzt, eine Therapie durchzuführen. Kein Hundehalter mag es, wenn sich das Tier unnötig lange quälen muss. Je schneller der Hund wieder fit ist, desto besser.

Entzündung der Pfoten beim Hund mit Hausmitteln vorbeugen

Am besten ist es, wenn gar keine Entzündung an den Pfoten auftritt. Daher sollten Sie schon ein wenig Vorsorge leisten. Auf jeden Fall sollten Sie sich die Pfoten Ihres Hundes regelmäßig näher ansehen. Sofern sie gut aussehen und weder Schwellungen noch Risse oder andere Verletzungen sichtbar sind, sollten Sie am besten gar nichts machen. Sie könnten jedoch die Haare zwischen den Zehen kurz halten. Das ist eine wichtige Vorsorgemaßnahme.

Sind schon Schwellungen oder ähnliche Symptome erkennbar, helfen Massagen mit Kokosöl. Dieses massieren Sie vorsichtig in die Pfoten ein. Dadurch ziehen Schwellungen schneller wieder ab, weil das Kokosöl eine heilende Wirkung hat. Durch die Massagen wird zudem die Durchblutung angeregt. Bei einer solchen Anwendung erkennen Sie auch besonders gut, ob sich Fremdkörper in den Pfoten befinden.

Zudem ist es empfehlenswert, an heißen Sommertagen nicht mit dem Hund auf einer asphaltierten Straße spazieren zu gehen. Durch die aufgeheizte Teerdecke könnte er sich Verbrennungen an den Pfoten zuziehen. Entzündungen der Pfoten beim Hund mit Hausmitteln zu behandeln, ist grundsätzlich möglich, wenn sie rechtzeitig erkannt werden. Besser ist es jedoch vorzubeugen.

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