Chihuahua: das musst Du tun, um mit ihm auszukommen

Der Chihuahua fällt durch sein großes Ego und seine besonders kleine Statur auf. Er zählt zu den kleinsten Hunderassen weltweit, ist aber dennoch robust und liebt es für ihn angemessenen sportlichen Aktivitäten nachzugehen. Die Zwerge wollen egal ob als Langhaar Chihuahua oder Kurzhaar Chihuahua Abenteuer erleben.

Chihuahua Aussehen

Ein Apfelköpfchen mit zwei Fledermausohren.

Der Chihuahua besitzt an seinem kleinen apfelförmigen Köpfchen zwei große Fledermausohren. Die dunklen Kulleraugen und das vorwitzige Näschen sind ebenfalls charakteristisch für den Chihuahua. Die Kopfform dieser Hunderasse ist eher rechteckig und die Rute mäßig lang, deren Spitze Richtung Rücken gedreht ist. Die kleinen Hunde können zwei Fellvariationen aufweisen.

Chihuahuas sind sehr menschenbezogen und daher nicht gerne allein. Je jünger der Hund, desto weniger sollte er allein gelassen werden.  (Foto: Shutterstock-morrowlight)

Chihuahuas sind sehr menschenbezogen und daher nicht gerne allein. Je jünger der Hund, desto weniger sollte er allein gelassen werden. (Foto: Shutterstock-morrowlight)

Der Langhaar Chihuahua kann dabei eher gewelltes, aber auch glattes Fell haben. Kurzhaar Chihuahuas dagegen haben ein glattes und dichtanliegendes Fell. Bei der Fellfarbe gibt es sehr viele unterschiedliche Farbvarianten. Braun- oder Cremetöne kommen dabei genauso vor, wie grau, blau, schwarz und weiß oder auch gelb und gold.

Auch bei der Musterung des Chihuahuas kommt einiges in Frage. Von zweifarbig und dreifarbig, Merle, Tuxedo, Harlequin, Gepunktet über Tabby, Sable, Saddle und Blanket.

Insgesamt wird der Chihuahua nur zwischen 14 und 18 cm groß und ist damit der kleinste Hund der Welt. Daher liegt das Gewicht der Zwerge auch nur bei 1,5 bis 3 Kilogramm. Klassifiziert ist der Chihuahua im FCI (Fédération Cynologique Internationale) in der Gruppe 9, Gesellschafts- und Begleithunde, Sektion 6 Chihuahueño.

Zusammengefasst ist der Chihuahua…

  • Die kleinste Hunderasse der Welt
  • Apfelköpfchen, Fledermausohren, Kulleraugen
  • Es gibt ihn mit langem und kurzem Fell
  • Vielfältige Farbvarianten und Fellmusterungen sind möglich
  • Fliegengewicht auf der Waage
Der Chihuahua ist ein sehr loyaler Hund. Sollten sie regelmäßig alleingelassen werden, leiden sie sehr darunter.  ( Foto: Shutterstock-Ratchat)

Der Chihuahua ist ein sehr loyaler Hund. Sollten sie regelmäßig alleingelassen werden, leiden sie sehr darunter. ( Foto: Shutterstock-Ratchat)

Chihuahua & Charakter

Ein kleiner, temperamentvoller Hund mit großem Ego

Der Chihuahua hat ein heißblütiges Temperament. Mit ihrer Aufgewecktheit lieben es Chihuahuas die Welt mit ihrem Menschen zu entdecken. Fühlt sich der Vierbeiner nicht genügend beachtet, wird er Wege finden, um auf jeden Fall die Aufmerksamkeit seines Menschen auf sich zu ziehen.

Der Chihuahua ist ein sehr loyaler Hund. Sollten sie regelmäßig alleingelassen werden, leiden sie sehr darunter. Häufig hat das Verhaltensauffälligkeiten zur Folge. Trotz ihrer sehr kleinen Größe benötigen Chihuahuas sehr viel Bewegung und Auslauf.

Auch die geistige Forderung ist den Vierbeinern neben der körperlichen wichtig. Wie jedes andere Tier sollte der Chihuahua also nicht als Modeergänzung in der Handtasche getragen werden. Der Verteidigungssinn der Temperamentbolzen ist besonders ausgeprägt, auch wenn kein Anlass besteht. Chihuahuas vergessen dabei oft selbst ihre körperlichen Möglichkeiten und legen sich sogar mit viel größeren und stärkeren Hunden an.

Die konsequente, liebevolle Erziehung eines Chihuahuas ist also unbedingt notwendig. Ihre Neigung zum Bellen und Knurren kann dabei von Beginn an trainiert und in den Griff bekommen werden.

Zusammengefasst ist der Charakter eines Chihuahuas…

  • Temperamentvoll
  • Sehr menschenbezogen
  • Großes Ego
  • Neigt zum Bellen und Knurren
  • Intelligent
  • Sportiv

Chihuahua-Geschichte

Ein kleiner Azteke als Führer ins Jenseits

Eine 100-prozentige Sicherheit der Herkunft des Chihuahuas besteht nicht. Man geht davon aus, dass seine Wurzeln höchstwahrscheinlich in Mexiko liegen. Der nördlichste Bundesstaat Chihuahua, der an der Grenze zur USA liegt, mit gleichnamiger Hauptstadt wäre hier also namensgebend. Auch heute sind dort noch wilde kleine Hunde mit Ähnlichkeit zum Chihuahua zu finden.

Die Geschichte der Chihuahuas geht bis ins 8. Jahrhundert zurück. Hier sind Wandmalereien und Tonscherben in Tolteken von Archäologen aufgefunden worden, die domestizierte kleine Hunde abbilden. Diese sehen dem heutigen Kurzhaar Chihuahua sehr ähnlich. Mit der Hochkultur der Azteken im 14. Jahrhundert sollen die kleinen Hunde dann in Tempeln gehalten worden sein. Hier wurden die kleinen Chihuahuas als Totenführer eingesetzt, die Verstobene ins Jenseits führten. In Toten-Ritualen der Azteken mussten Chihuahuas dann als Opferhunde ihr Leben lassen.

Reisende aus den USA und Europa entdeckten den kleinen Chihuahua ab dem 19. Jahrhundert in Mexiko. Als Urlaubs-Souvenir nahmen sie die kleinen Hunde mit in die ganze Welt. 1959 wurde der Chihuahua als Rasse durch die FCI (Fédération Cynologique Internationale) anerkannt.

Zusammengefasst die Herkunft des Chihuahuas…

  • Der Chihuahua ist vermutlich ein Mexikaner
  • Azteken hielten sie wahrscheinlich in ihren Tempeln
  • Begleiteten die Toten ins Jenseits
  • Im 19. Jahrhundert in die USA und nach Europa gebracht
  • 1959 als Rasse anerkannt
Der Chihuahua gilt schon seit langer Zeit als beliebter Modehund. (Foto: Shutterstock- Larky78 )

Der Chihuahua gilt schon seit langer Zeit als beliebter Modehund. (Foto: Shutterstock- Larky78 )

Passt der Chihuahua zu mir?

Als Mode-Accessoire nicht geeignet.

Mit der Lebenserwartung der Chihuahuas von 16 bis 18 Jahren geht für den Hundebesitzer auch eine eben so lange Verantwortung einher. Die sehr menschenbezogenen Chihuahuas können nicht zu lange allein zu Hause gelassen werden. Selbst eine luxuriöse Urlaubsbetreuung ist für den Vierbeiner kein Ersatz zur Aufmerksamkeit seines Menschen. Zukünftige Urlaube sollten vielmehr den Chihuahua miteinschließen. Die Zeitintensivität des kleinen Hundes sollte also oberste Priorität haben.

Der Chihuahua hat ein hohes Aktivitätspotential und will viel beschäftigt und gefördert werden. Auf der To-do-Liste müssen deshalb regelmäßig Hundesport, Tricks üben und Spaziergänge stehen. Als Hundeanfänger steht man mit dem Chihuahua vor einer kleinen Herausforderung. Nur wer von Beginn an eine entsprechende Hundeschule besucht und die Erziehung konsequent und liebevoll angeht hat hier eine Chance.

Wer den Chihuahua als Familienhund halten möchte, sollte sich das gut überlegen. Kinder im Haushalt sollten im besten Fall schon mindestens 5 Jahre alt sein. Etwas besser eignet sich der Chihuahua als Fellpartner für Alleinstehende. Dem Vierbeiner ist es dabei egal, ob sein Mensch mit ihm in der Stadt oder auf dem Land lebt, solange er anständig ausgelastet ist.

Es bedarf beim Chihuahua keiner besonders aufwendigen Fellpflege. Das Fell sollte ein bis zwei Mal in der Woche gebürstet werden, um Dreck zu entfernen und Verfilzungen vorzubeugen.

Vor dem Kauf eines Hundes kann in vielen Hundeschulen und bei Hundetrainern eine Welpen-Kaufberatung in Anspruch genommen werden. Gemeinsam mit den Profis wird dabei erörtert welche Hunderasse zu den spezifischen Lebensumständen eines Menschen passt. Dabei stellt sich dann auch heraus, ob es noch eine passendere Hunderasse für den individuellen Typ gibt.

Zusammengefasst ist der Chihuahua…

  • Menschenbezogen
  • Für Alleinstehende mit Zeit geeignet
  • Für Familien mit Kindern ab dem 6. Lebensjahr geeignet
  • Als Ersthund eine Herausforderung
  • Stadt geeignet
Eine 100-prozentige Sicherheit der Herkunft des Chihuahuas besteht nicht. Man geht davon aus, dass seine Wurzeln höchstwahrscheinlich in Mexiko liegen.  (Foto: Shutterstock-otsphoto)

Eine 100-prozentige Sicherheit der Herkunft des Chihuahuas besteht nicht. Man geht davon aus, dass seine Wurzeln höchstwahrscheinlich in Mexiko liegen. (Foto: Shutterstock-otsphoto)

Chihuahua Anschaffung

Ein Chihuahua kostet Zeit und Geld

Die Verantwortung für ein Lebewesen erstreckt sich über seinen gesamten Lebenszeitraum. Bei Chihuahuas sind das durchschnittlich 16 bis 18 Jahre. Zu Bedenken ist hier im Sinne des Tierwohls, ob man die Zeit und die finanziellen Mittel für den menschenbezogenen Chihuahua aufbringen kann.

Anschaffungs- und Ausstattungskosten für den Chihuahua sind hier erst der Anfang. Hinzu kommen die laufenden Kosten für Futter, Pflegemittel, Steuer, Versicherung, Tierarzt und Hundeschule.

Die Gesetzgebung zur Hundehaltung im jeweiligen Bundesland ist ebenfalls zu berücksichtigen. Unwissenheit der Chihuahua Halter schützt für das Ordnungsamt oft nicht vor Strafe. Für Notfälle wie Krankenhausaufenthalte sollen besonders alleinstehende Chihuahua Besitzer eine Unterkunft für ihren Vierbeiner parat haben. Außerdem ist es notwendig einen Blick in seinen Mietvertrag zu werfen und die Tierhaltungsklauseln genau zu studieren.

Die Anschaffung zusammengefasst

  • Genügend Zeit und Geld vorhanden?
  • Gesetzgebung zur Hundehaltung beachten
  • Mietvertrag überprüfen
Chihuahuas sind die Rampensäue unter den Hunderassen. Mit Agility über Hürden springen oder durch Tunnel flitzen, beim Dog Dance Jarabe Tapatio tanzen oder Tricks lernen können sie der Welt zeigen, dass sie da sind. (Foto: Shutterstock- cynoclub)

Chihuahuas sind die Rampensäue unter den Hunderassen. Mit Agility über Hürden springen oder durch Tunnel flitzen, beim Dog Dance Jarabe Tapatio tanzen oder Tricks lernen können sie der Welt zeigen, dass sie da sind. (Foto: Shutterstock- cynoclub)

Chihuahua & Züchter

So findet man einen seriösen Züchter

Bei seriösen Chihuahua Züchtern wird die Verpaarung der Tiere ganz genau geplant. Sind die Elterntiere der Chihuahua-Welpen zu eng miteinander verwandt drohen genetische Fehler. Dazu zählen Missbildungen, Krankheiten, neurologische Beeinträchtigungen und dergleichen, die tunlichst von den Züchtern vermieden werden.

Ein Welpe kann die Gefahrenquelle auch dann in sich tragen und an eventuelle Nachkommen vererben, wenn er keine Auffälligkeiten oder Symptome aufweist. Die Anwesenheit und Überprüfung der Elterntiere sind beim Kauf von Chihuahua-Welpen ebenfalls ratsam. Hierbei sollte man auf deren Größe achten, da zu kleine, sogenannte Tea-Cup-Chihuahuas aus Tierschutzgründen nicht erwünscht sind.

Seriöse Chihuahua-Züchter sind Mitglied in einem Zuchtverein oder Dachverband wie dem Verband für das Deutsche Hundewesen VDH.

Chihuahua-Welpen aus Kleinanzeigen oder von angeblich privaten sind mit Vorsicht zu genießen. Häufig stammen diese Tiere aus sogenannten Welpen-Fabriken. Auf diesem mafiös organisierten Schwarzmarkt für Hundewelpen, interessieren sich die Händler weder für die Abstammung noch die Herkunft der Welpen. Sie sind in der Regel krank und ihre Muttertiere werden als Gebärmaschinen missbraucht.

Bei einem seriösen Chihuahua-Züchter kann man sich bei einem Besuchstermin gleich die ganze Zuchtstätte ansehen. Dabei sind folgende Dinge zu beachten: Macht die Zuchtstätte einen sauberen und aufgeräumten Eindruck? Sind auch die Welpen-Wurf Box und das Welpen Gehege sauber und gepflegt? Ist der Umgang in der Zuchtstätte liebevoll und hunderecht? Sind die Elterntiere anwesend und welchen Eindruck machen sie?

Ist das Muttertier nicht anwesend, sollte man skeptisch werden! Die Welpen sollten gesund und aufgeweckt wirken. Am besten nimmt man sich die Zeit unterschiedliche Züchter und Zuchtstätten zu besuchen. So kann man sie miteinander vergleichen und die ideale persönliche Wahl treffen. Von seriösen Züchtern werden eventuelle Fragen rund um die Zucht gerne beantwortet.

Diese verantwortungsvollen Züchter haben auch ein Interesse an den Menschen, die ihre Welpen kaufen möchten. Lebensumstände und zukünftige Haltungsbedingungen werden bei ihnen mit Sicherheit zur Sprache kommen. Interessiert sich ein Züchter überhaupt nicht für die potenziellen Käufer sollte man Abstand vom Welpen-Kauf nehmen.

Bei einem schlechten Gefühl bezüglich der Zuchtstätte, der Elterntiere oder der Welpen, sollte man das Weite suchen. Im Sinne des Tierwohls sollte man sich dann auch nicht scheuen, den Tierschutz zu informieren.

Chihuahuas werden von guten Züchtern erst ab einem Alter von acht bis neun Wochen in ein neues Zuhause abgegeben. Zu diesem Zeitpunkt sind die Welpen gechippt und entwurmt. Ein Abstammungsnachweis sowie der EU-Impfpass liegen vor. Der liebevolle Züchter wird sogar etwas gewohntes Futter und eine Decke aus der Wurf Box mitgeben.

Züchter zusammengefasst

  • Einen seriösen Züchter auswählen
  • Züchter mehrmals besuchen
  • Machen die Elterntiere einen guten Eindruck
  • Machen die Welpen einen gesunden Eindruck
  • Abstand nehmen, wenn der Züchter kein Interesse am Käufer zeigt
  • Welpe wird frühestens mit acht Wochen abgegeben
  • Welpe ist gechippt, entwurmt, hat Abstammungspapiere und einen EU-Impfpass
Seriöse Züchter verkaufen einen Chihuahua-Welpen aktuell für 1.000 bis 1.500 Euro. Bei deutlich günstigeren Angeboten für einen Chihuahua sollte man skeptisch werden.  (Foto: Shutterstock-dezy)

Seriöse Züchter verkaufen einen Chihuahua-Welpen aktuell für 1.000 bis 1.500 Euro. Bei deutlich günstigeren Angeboten für einen Chihuahua sollte man skeptisch werden. (Foto: Shutterstock-dezy)

Chihuahua-Preis

Anschaffungs- und Folgekosten.

Seriöse Züchter verkaufen einen Chihuahua-Welpen aktuell für 1.000 bis 1.500 Euro. Bei deutlich günstigeren Angeboten für einen Chihuahua sollte man skeptisch werden.

Zur Erstausstattung für den Welpen gehören Transportbox, Geschirr, Leine, Halsband, Decke, Körbchen, Näpfe, Leckerlis, Fressen, Kauartikel, Bürsten, Flohkamm, Hunde-Shampoo, Zeckenzange und Spielzeug. Insgesamt liegt man dabei preislich zwischen 250 und 350 Euro.

Die laufenden Kosten für einen Chihuahua bestehen wie bei allen Hunden aus: Versicherung, Steuer, Tierarzt, Futter, Pflegemittel und Hundeschule/Hundeverein. Dabei können die monatlichen Kosten variieren. Der Umfang der Versicherung kann beispielsweise unterschiedlich sein. Auch die Häufigkeit der Tierarztbesuche und Art der Kurse und Aktivitäten sind verschieden. Dennoch ist mit einem Kostenpunkt von 70 bis 140 Euro monatlich zu rechnen.

Bevor der Chihuahua-Welpe in sein neues Zuhause einziehen darf, muss es hundesicher gemacht werden. ( Foto: Shutterstock-  Benevolente82 )

Bevor der Chihuahua-Welpe in sein neues Zuhause einziehen darf, muss es hundesicher gemacht werden. ( Foto: Shutterstock- Benevolente82 )

Chihuahua-Welpen

Ein Welpe zieht in sein neues Zuhause.

Bevor der Chihuahua-Welpe in sein neues Zuhause einziehen darf, muss es hundesicher gemacht werden. Potenzielle Gefahrenquellen für den Hund können Elektrokabel, Kinderspielzeug und kleine Teile, sowie giftige Pflanzen oder Lebensmittel und Putzmittel sein.

Was ebenfalls im Vorfeld des Chihuahua Welpen Einzugs geklärt werden kann, ist die passende Hundeschule. Auch bei dieser Suche sollte man sich darauf verlassen, was einem das Bauchgefühl sagt. Eine Welpen-Kaufberatung im Vorfeld kann dabei schon die ersten Hinweise geben und eine Beziehung zum eventuellen Hundetrainer/der Hundeschule aufgebaut werden.

Das Leben des Menschen oder der Familie wird der Chihuahua für die nächsten 16 bis 18 Jahre mitbestimmen. Nachdem der Welpe seine gewohnte Umgebung mit Mama und Geschwistern verlassen hat, beginnt eine schwere Zeit für den kleinen Vierbeiner. Besonders in der Eingewöhnungsphase sollte man behutsam und rücksichtsvoll mit dem Hund umgehen. Nach einer ersten angenehmen und stressfreien Woche sollte sich der Chihuahua Welpe gut in sein neues Zuhause eingelebt haben.

Das Körbchen sollte für den Welpen einen ruhigen und angenehmen Rückzugsort darstellen, in dem er sein hohes Schlafbedürfnis abdecken kann. Zugluft oder zu viel Sonneneinstrahlung sollte bei seinem Schlafplatz vermieden werden.

Chihuahua-Welpen werden von Züchtern ab der 8. Woche abgegeben. In dieser Zeit beginnt auch für alle Hunde die prägende Sozialisierungsphase. Die Art des sozialen Umgangs mit anderen Hunden und Menschen entscheidet sich zwischen Woche 9 und 12 unwiderruflich.

Alles Erlernte und Erlebte in diesem Zeitraum wird ausschlaggebend für sein künftiges Wesen sein. Körperliche und geistige Überforderung sollte allerdings beim Chihuahua-Welpen vermieden werden.

Zusammengefasst Einzug Chihuahua-Welpe

  • Für wenig Stress beim Einzug sorgen
  • Ruhigen Schlafplatz für das Körbchen wählen
  • Haus oder Wohnung Hundesicher machen
  • Welpen Schule besuchen
  • Sozialisierungsphase in der 9.-12. Lebenswoche

Giftigen Pflanzen für Hunde

  • Kirschlorbeer
  • Amaryllis
  • Begonien
  • Christrosen
  • Efeu
  • Eibe
  • Engelstrompete
  • Narzissen
  • Goldregen
  • Holunder
  • Krokus
  • Weihnachtsstern

Tödliche Lebensmittel für Hunde

  • Obstkerne
  • Rosinen und Weintrauben
  • Avocado
  • Schokolade und Kakao
  • Alkohol und Hopfen
  • Koffein
  • Knoblauch und Zwiebeln
  • Rohes Schweinefleisch

Giftige Lebensmittel für Hunde

  • Nachtschattengewächse (rohe Kartoffeln, Auberginen, Tomaten)
  • Rohe Hülsenfrüchte
  • Walnüsse und Macadamia-Nüsse
  • Salz
  • Süßstoff
  • Milch
  • Getränke allgemein
  • Speck
  • Geflügelknochen
Mit der Lebenserwartung der Chihuahuas von 16 bis 18 Jahren geht für den Hundebesitzer auch eine eben so lange Verantwortung einher.  (Foto: Shutterstock-  Lilia Ognianova Simova )

Mit der Lebenserwartung der Chihuahuas von 16 bis 18 Jahren geht für den Hundebesitzer auch eine eben so lange Verantwortung einher. (Foto: Shutterstock- Lilia Ognianova Simova )

Chihuahua: Gesundheit & Pflege

Unseriöse und unkontrollierte Vermehrung fordert ihren Tribut.

Der Chihuahua gilt schon seit langer Zeit als beliebter Modehund. Das hat zur Folge, dass unseriöse Züchter diese Hunderasse besonders gern unkontrolliert vermehren. Genetik und Gesundheit der Chihuahuas fallen dabei häufig hintenüber und Erbkrankheiten werden verbreitet.

Zahnfehlstellungen oder frühzeitiger Zahnverlust, Wasserköpfigkeit, Herzklappenprobleme, Spaltrachen, Rückwärtsniesen/-atmen und Kniescheibenprobleme werden häufiger. Entgegen dem Tierwohl wurden auch viel zu große Augen für den kleinen Schädel angezüchtet. Dies hat Bindehautentzündungen und Augenprobleme zur Folge.

Es bedarf bei der Chihuahua Pflege der regelmäßigen Ohrensäuberung. Dabei sollte auf ein Wattestäbchen verzichtet werden. Beim Tierarzt erfährt der Chihuahua Besitzer wie es richtig geht. Augen und Zähne sind ebenfalls regelmäßig zu kontrollieren und Zahnstein zu entfernen.

Das regelmäßige Bürsten des Fells ist notwendig. Der Chihuahua besitzt keine Unterwolle, weswegen bei Regen und Kälte ein Mäntelchen der Gesundheit zuträglich ist.

Da der kleine Chihuahua auch nur entsprechende Portionsgrößen vertilgen kann, muss sein Futter besonders hochwertig sein und viele Nährstoffe enthalten. Der Fleischanteil liegt im besten Fall bei 70% in der täglichen Ration. Nassfutter oder Barfen ist empfehlenswert und auf Trockenfutter zu verzichten. Dieses würde dem kleinen Körper nur unnötig Wasser entziehen.

Vorsicht ist geboten, wenn der Chihuahua Durchfall hat. Der kleine Körper dehydriert bei Wasserverlust sehr schnell. Es besteht dann Lebensgefahr.

Zusammengefasst Gesundheit & Pflege des Chihuahuas

  • Überproportional mit genetischen Krankheiten belastet
  • Ohren und Augen sauber halten
  • Fell regelmäßig bürsten
  • Bei Regen oder Kälte ein Mäntelchen
  • Hochwertiges Fressen
  • Durchfall kann schnell lebensbedrohlich werden
Die Verantwortung für ein Lebewesen erstreckt sich über seinen gesamten Lebenszeitraum. Bei Chihuahuas sind das durchschnittlich 16 bis 18 Jahre.  ( Foto: Shutterstock-Ruslan Shugushev )

Die Verantwortung für ein Lebewesen erstreckt sich über seinen gesamten Lebenszeitraum. Bei Chihuahuas sind das durchschnittlich 16 bis 18 Jahre. ( Foto: Shutterstock-Ruslan Shugushev )

Chihuahua & Erziehung

Eine Herausforderung, die sich lohnt

Der Chihuahua ist ein besonders selbstbewusster Hund. Wenn es nach ihm geht, dreht sich alles ausschließlich um ihn. Eine liebevolle und konsequente Erziehung ist daher für den Chihuahua notwendig. Im besten Fall hat man schon vor Einzug des Vierbeiners eine geeignete Hundeschule ausfindig gemacht.

Wenn sich sein Mensch viel mit ihm beschäftigt, hat der Chihuahua sehr viel Freude. Das ist eine perfekte Gelegenheit die Aufmerksamkeit auch für die Erziehung zu nutzen. Das Alleinsein fällt dem menschenbezogenen Chihuahua schwer und sollte deshalb frühzeitig von Minute zu Minute erlernt werden.

Zusammengefasst ist der Chihuahua

  • Herausforderung bei der Erziehung
  • Freudig bei der Sache
  • Alleinlassen von Anfang an üben
Der Chihuahua ist ein besonders selbstbewusster Hund. Wenn es nach ihm geht, dreht sich alles ausschließlich um ihn.  ( Foto: Shutterstock-Natalia Fedosova)

Der Chihuahua ist ein besonders selbstbewusster Hund. Wenn es nach ihm geht, dreht sich alles ausschließlich um ihn. ( Foto: Shutterstock-Natalia Fedosova)

Aktivitäten des Chihuahua

Ein Hund für fast alle Fälle

Chihuahuas sind die Rampensäue unter den Hunderassen. Mit Agility über Hürden springen oder durch Tunnel flitzen, beim Dog Dance Jarabe Tapatio tanzen oder Tricks lernen können sie der Welt zeigen, dass sie da sind.

Kleinere Übungseinheiten von 10 Minuten über den ganzen Tag verteilt sind dabei allerdings viel effektiver als stundenlanges Üben. Ansonsten werden die kleinen Chihuahuas leicht überfordert. Regelmäßige Ruhezeiten können dabei außerdem dabei helfen Erlerntes im Gehirn zu festigen.

Aktivitäten des Chihuahua zusammengefasst

  • Für vieles zu begeistern
  • Spazierengehen
  • Agility
  • Dog Dance
  • Tricks
  • Ruhezeiten beachten

Wichtige Infos zusammengefasst

Wie alt werden Chihuahuas?

Gesunde Chihuahuas von verantwortungsvollen Züchtern werden 16 bis 18 Jahre alt.

Kann man einen Chihuahua allein lassen?

Chihuahuas sind sehr menschenbezogen und daher nicht gerne allein. Je jünger der Hund, desto weniger sollte er allein gelassen werden.

Wie lange kann ein Chihuahua allein sein?

Das Training hierzu sollte möglichst früh und langsam erfolgen. Dann kann der Chihuahua irgendwann einmal 3 bis 4 Stunden allein bleiben.

Wie anfällig sind Chihuahua für Krankheiten?

Da Chihuahuas momentan als Modehunde gelten, nutzen viele unseriöse Züchter diesen Umstand aus, um sie unkontrolliert zu Vermehren ohne genetisch passende Verpaarungen zu berücksichtigen. Deshalb sind Chihuahuas für viel Krankheiten anfällig. Zahnfehlstellungen, Spaltrachen, Herzklappenprobleme Wasserköpfigkeit und Kniescheibenprobleme sind leider oft vertreten.

Ist der Chihuahua ein Familienhund?

Der kleine Chihuahua ist für Familien nur mittelmäßig gut geeignet. Wenn er in einen Haushalt mit Kindern einziehen soll, müssen die Kinder älter als 6 Jahre alt sein.

Über Sabrina Müller

Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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