Australian Shepherd: ein echter Naturliebhaber

Die Australian Shepherd ist auch als Aussie bekannt. Mit seiner hohen Intelligenz wurde der Hund ursprünglich als Hüte- und Treibhund gezüchtet. Als echtes Arbeitstier braucht der Australian Shepherd regelmäßige Aufgaben mit hohem Anspruch. Andernfalls kann der Aussie verhaltensauffällig werden. Das vielfältige Fellkleid, sowie die unterschiedlichen Augenfarben sind charakteristisch für den Aussie.

Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel

Australian Shepherd Aussehen

Ein Hund mit vielen Fellfarben

Der Australian Shepherd liegt was seine Körpergröße angeht im Mittelfeld. Dank seines wohlproportionierten und kräftigen Körperbaus wirkt er sehr elegant. Der Australian Shepherd besitzt einen relativ kleinen Kopf mit ausgeprägtem Stop. Als kleine Dreiecke sind die Ohren des Aussie hoch angesetzt und hängen seitlich herunter.

Sein Ohrenspiel ist sehr ausgeprägt. Je nach Situation lässt er sie nach vorne stehen oder auch nach hinten flach anliegen. Das Gebiss des Austrailian Shepherd ist kräftig und sein Fang griffig. Im Gegensatz zu anderen Rassen sind rosa Flecken auf der Nase nicht typisch, sie ist eher schwarz oder braun.

Während in Europa die Rute des Aussies eher lang gezüchtet wird, bevorzugt man in den USA die „natural bobtail“ Rute. Diese ist eher kurz und stummelig. Durch Zucht ist dieses Ergebnis zu erzielen. Dennoch wird die Rute häufig auch kopiert, was in Europa verboten ist.

Der Australian Shepherd liegt was seine Körpergröße angeht im Mittelfeld. (Foto: Shutterstock- Eve Photography )

Der Australian Shepherd liegt was seine Körpergröße angeht im Mittelfeld. (Foto: Shutterstock- Eve Photography )

Der Australian besitzt ein mittellanges Fell, das von seinem Körper bis unter den Bauch herunterfällt. Dazu kommt eine buschige Rute und bei Rüden ein üppiger Fellkragen und eine stark fellige Brust. Das lange Fell an der Rückseite der Vorderläufe wird Fell-Fahne genannt. An der Rückseite der Hinterläufe befindet sich die voluminöse Fell-Hose.

Besonders an den Australian Shepherds ist natürlich die vielfältige Farbvariation und -kombination ihres Fells und der Augen. Die Augenfarbe der Aussies reicht von braun über bernsteinfarben bis hin zu blau. Rassetypisch sind auch zwei unterschiedliche Augenfarben oder Punkte und Marmorierungen. Auch beim Fell gibt es die unterschiedlichsten Mischungen. Als Fellgrundfarben gelten schwarz, braun, blue merle und red merle. Diese werden mit insgesamt 16 Varianten und Kombinationen des Australian Sheperd Fells ergänzt.

Für den Australian Shepherd gibt es zwei Rassegrößen. Zum einen den Standard Australian Shepherd und zum anderen den Miniature American Shepherd / Miniature Australian Shephard. Der Mini Aussie wurde 2019 vom FCI (Fédération Cynologique Internationale) als „vorläufig“ eingestuft.

Je nach Geschlecht kann die Widerristhöhe des Standard Aussies zwischen 46 und 58 Zentimetern liegen. Auf die Waage bringt er zwischen 17 und 27 Kilo.

Der Mini Aussie wird je nach Geschlecht zwischen 33 und 46 Zentimetern groß und wiegt dabei etwa 9 bis 16 Kilo.

Standardisiert ist der Australian Shepherd im FCI in der Gruppe 1, Hütehunde und Treibhunde. Der Mini Aussie ist unter der FCI Standard Nummer 367 vorläufig anerkannt. In der Regel dauert die Umwandlung in eine vollständig anerkannte Rasse bei FCI zwischen 6 und 10 Jahre.

Zusammengefasst ist der Australian Shepherd

  • Mittelgroßer Hund
  • Wohl proportionierter Körper
  • Fell- und Augenfarbe in vielen Varianten
Man benötigt für den sensiblen Australian Shepherd ausreichend Zeit. Noch wichtiger ist jedoch ein ausgereifter, gradliniger Charakter, der sich mit Hütehunden auskennt. ( Foto: Shutterstock-msgrafixx )

Man benötigt für den sensiblen Australian Shepherd ausreichend Zeit. Noch wichtiger ist jedoch ein ausgereifter, gradliniger Charakter, der sich mit Hütehunden auskennt. ( Foto: Shutterstock-msgrafixx )

Australian Shepherd & Charakter

Wer ist hier der Rudelführer?

Der Australian Shepherd hat durch Veranlagung einen inneren Auftrag. Er wurde als Hüte- und Treibhund gezüchtet, um auf Schafe und Rinder aufzupassen, weshalb der Hütetrieb in seinen Genen liegt. Ohne Schafe und Rinder kann diese Aufgabe von ihm auch einfach auf seine Menschen übertragen werden.

Dies sollte man beim Australian Shepherd allerdings unbedingt unterbinden. Andernfalls sehen Aussies ihre Menschen als Herde an und werden sie auch entsprechend behandeln. Dieser Umstand äußert sich dann zum Beispiel durch Zwacken ins Bein, wenn man sich wegbewegen will.

Der Australian Shepherd ist nach wie vor noch als Arbeitslinie, allerdings inzwischen auch als sogenannte Show-Linie vorhanden. Doch selbst diese Hunde strotzen weiterhin vor Energie.

Der Australian Shepherd ist ein sehr intelligenter, sensibler und ein extrem arbeitswilliger Hund. Ohne Schafherde, die der Aussie zur Aufgabe bekommt, braucht er einen sportlichen und intellektuellen Ausgleich, um ausgelastet zu sein. Die Erziehung durch den Rudelführer sollte liebevoll, aber konsequent sein. Als aufmerksame Beobachter fallen den Australian Shepherd Nachlässigkeit oder Unaufmerksamkeit sofort auf. Diese nutzt er aus oder stellt sogar die Rudelführung in Frage.

Fremden Menschen gegenüber ist der Australian Shepherd zunächst ein echter Skeptiker. Diese Eigenschaft macht ihn auch zum Wachhund. Bildet sich erst einmal ein Mensch-Hund-Team mit dem Australian Shepherd, gibt es kein Halten mehr. Ein solches Team kann im Hundesport sehr erfolgreich werden.

Der Australian Shepherd liebt es zu rennen, während er Aufgaben bearbeiten und gleich im Anschluss das nächste Kommando befolgen soll. Da die meisten Aussies sehr gute Schwimmer sind, lieben sie es auch ein paar Runden im Wasser zu drehen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten!

Der Aussie braucht genügend Ruhezeiten, die der Mensch ihm unbedingt geben muss. Von allein würde der Shepherd niemals aufhören zu arbeiten. Als idealen Ruheort schaffen deshalb viele Aussie-Besitzer eine Hundebox an, in die sich der Hund zurückziehen kann.

Zusammengefasst ist der Charakter des Australian Shepherd

  • Hütehund
  • Intelligent
  • Guter Beobachter
  • Arbeitswillig
  • Zur Ruhe „zwingen“
Der Besuch einer guten Hundeschule ist für den Australian Shepherd besonders wichtig. (Foto: Shutterstock-Stock-Asso_)

Der Besuch einer guten Hundeschule ist für den Australian Shepherd besonders wichtig. (Foto: Shutterstock-Stock-Asso_)

Australian Shepherd-Geschichte

Ein Australian, der gar nicht aus Australien kommt.

Entgegen seines Namens, stammt der Australian Shepherd überhaupt nicht aus Down-Under. Ursprünglich kommt er aus Nord- und Westamerika. Sein genauer Ursprung ist dabei nicht dokumentiert. Vermutlich haben mehrere europäische Schäferhund-Rassen aus Deutschland, Österreich, Spanien aber auch Mexiko ihren Anteil am heutigen Aussie.

Weiterhin wird vermutet, dass baskische Schafhirten und Schafzüchter aus Australien, ihre Hütehunde während der großen USA Goldräusche Mitte des 19. Jahrhunderts, mit nach Nord- und Westamerika genommen haben. Deshalb gab man den Hunden anschließend den Namen Australian Shepherd. Eine andere Theorie ist, dass die australischen Merino Schafe namensgebend waren. Diese wurden von Schafzüchtern aus Australien mit in denn Norden der USA genommen. Dort nannte man die Schafsrasse „Australian Sheps“.

Sicher ist in jedem Fall, dass sich der baskische Hütehund schnell als Rindertreiber und Rinderhüter etabliert hatte, um auf den Ranchen und Farmen in den USA zu arbeiten. In West- und Nordamerika begann man aus diesem Grund mit der gezielten Zucht des Australian Shepherds.

Bei Rodeo-Shows wurde der bunte Hund als Publikumsliebling bekannt und beliebt. 1957 gründete sich der Australian Shepherd Club of America (ASCA) und das erste Zuchtbuch der Aussies wurde eröffnet. Einen einheitlichen Rasse-Standard für den Aussie führte dann 1977 der American Kennel Club (AKC) als größter Dachverband der Rassehundezüchter in den USA ein. Zusammen mit der Fédération Cynologique Internationale (FCI ) und dem British Kennel Club (KC) bildet er gemeinsam die drei großen internationalen Dachverbände für Rasse-Standards von Hunden.

Am 4.6.1996 wurde der Australian Shepherd vom FCI als provisorische Hunderasse anerkannt. Und am 21.5.2007 endgültig als eigenständige Rasse anerkannt. Die FCI führt den Aussie in der Gruppe 1, Hüte- und Treibhunde.

Die Zucht der Mini Aussies, also der kleinen Variante der Australian Shepherds, lief dabei in den USA immer parallel mit. Erst im Mai 2019 wurde der Miniature American Shepherd als offizielle Rasse durch den Verband das Deutsche Hundewesen (VDH) anerkannt. Das Zuchtbuch für den Miniature American Shepherd führt der Club für Australian Shepherd Deutschland (CASD).

Am 4.9.2019 wurde der Miniature American Shepherd vom FCI schließlich auch als provisorische Rasse anerkannt. Auf die endgültige Anerkennung darf man wohl, wie damals bei den großen Aussies auch, um die zehn Jahre warten.

Die Geschichte des Australian Shepherd zusammengefasst

  • Von australischen Einwanderern um 1840 in die USA mitgenommen
  • Name leitet sich nicht vom Land Australien ab
  • Als Hüte- und Treibhunde auf den Rinder- und Schafsranchen der USA eingesetzt
  • Dort weitergezüchtet
  • Kleine Aussies wurden parallel zu den großen Aussies gezüchtet
  • 1957 Gründung des Australian Shepherd Club of America
  • 1977 vom American Kennel Club als eigenständige Rasse anerkannt
  • 2007 als eigenständige Rasse im FCI anerkannt
  • 2019 Mini American Shepherds als provisorische Rasse vom FCI anerkannt
Selbst der als robust geltende Australian Shepherd hat mittlerweile einige rassetypische Erbkrankheiten. (Foto: Shutterstock-_Fluff Media )

Selbst der als robust geltende Australian Shepherd hat mittlerweile einige rassetypische Erbkrankheiten. (Foto: Shutterstock-_Fluff Media )

Passt der Australian Shepherd zu mir?

Ein Hund, der einen guten Rudelführer benötigt

Der Australian Shepherd ist für Ersthundebesitzer nicht geeignet. Man benötigt für den sensiblen Australian Shepherd ausreichend Zeit. Noch wichtiger ist jedoch ein ausgereifter, gradliniger Charakter, der sich mit Hütehunden auskennt. Andernfalls läuft man Gefahr, dass einem der Aussie auf der Nase herumtanzt. Das ist weder für den Hund noch für den Menschen besonders gut.

Der Australian Shepherd ist ein echter Naturbursche. Er ist also der ideale Begleiter für Menschen, die sich gerne viel draußen in der Natur aufhalten. Die Fitness ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium. Agility oder Dog Dance sind wie viele andere aktive Hundesportarten für den arbeitswilligen Hund ideal. Auch geistig möchte der Australian Shepherd herausgefordert werden.

Für den Hund ist ein Haus mit Garten einer Etagenwohnung unbedingt vorzuziehen. Völlig fehl am Platz wäre er in einer Betonwüste.

Die Familientauglichkeit des Australian Shepherds ist sehr umstritten. Bei unzureichender oder falscher Erziehung kann der Hütetrieb für die ganze Familie zu einem großen Problem werden.

Zusammengefasst passt der Australian Shepherd so zu mir

  • Nicht als Ersthund geeignet
  • Braucht körperliche und geistige Auslastung
  • Als Familienhund umstritten
  • Besser Haus mit Garten als Etagenwohnung
Ein Australian Shepherd ist nur für Hundebesitzer geeignet, die einen Großteil ihrer Freizeit aktiv mit ihm verbringen möchten. (Foto: Shutterstock-_Stock-Asso)

Ein Australian Shepherd ist nur für Hundebesitzer geeignet, die einen Großteil ihrer Freizeit aktiv mit ihm verbringen möchten. (Foto: Shutterstock-_Stock-Asso)

Australian Shepherd Anschaffung

Von Grundausstattung bis monatliche Kosten

Die Kosten für den Australian Shepherd sind wie bei allen mittelgroßen Hunderassen für den Hundebesitzer nicht unerheblich. Neben dem Kaufpreis sind die Erstausstattung und die Folgekosten große Kostenpunkte für das Haushaltskonto. Über 13 bis 15 Jahre hinweg sind Futter, Steuern, Versicherungen und Tierarztkosten zu leisten. Pflegeprodukte, Hundetrainer und Hundesportverein kommen dabei gegebenenfalls noch obendrauf.

Sollte der Aussie in einer Mietwohnung oder einem Mietshaus unterkommen, ist der Mietvertrag zu lesen. Hier sind Tierhaltungsregelungen festgehalten, die natürlich zu befolgen sind. Jedes Bundesland hat zudem nochmal eigene Hundegesetze. Bei Ordnungswidrigkeiten ist es mit einem „das wusste ich nicht“ in den meisten Fällen nicht getan.

Am Wichtigsten ist  jedoch der Zeitaufwand. Diesen sollte man ehrlich hinterfragen. Habe ich wirklich die nächsten 13 – 15 Jahre die Zeit, um für einen so aktiven Hund wie den Australian Shepherd zu sorgen?

Die Anschaffung zusammengefasst

  • Hohe laufende Folgekosten
  • Hundegesetz beachten
  • Hund in Mietobjekten erlaubt?
  • Genügend Zeit für viele Jahre
Entgegen seines Namens, stammt der Australian Shepherd überhaupt nicht aus Down-Under. Ursprünglich kommt er aus Nord- und Westamerika. ( Foto: Shutterstock-Margarita Zhuravleva )

Entgegen seines Namens, stammt der Australian Shepherd überhaupt nicht aus Down-Under. Ursprünglich kommt er aus Nord- und Westamerika. ( Foto: Shutterstock-Margarita Zhuravleva )

Australian Shepherd & Züchter

Nur bei seriösen Züchtern kaufen

Australian Shepherd werden heutzutage immer beliebter. Leider ist dieser Umstand auch skrupellosen Hinterhof-Vermehrern aufgefallen. Bei ihnen werden unkontrolliert Welpen vermehrt ohne Rücksicht auf die Hundegesundheit.

Nur durch den bewussten Kauf bei seriösen Züchtern eines Australian Shepherds kann diesem kriminellen Unwesen Einhalt geboten werden. Hier wird die Tiergesundheit der Rasse großgeschrieben. Einen solchen Züchter findet man beim Australian Shepherd Zuchtverband und beim Verband für das Deutsche Hundewesen VDH.

Seriöse Aussie-Züchter legen großen Wert auf das Wesen der Hunde und die Verpaarung der richtigen Elterntiere.

Am besten man besucht im Vorfeld mehrere Züchter und vergleicht sie. Auch wenn der erste Eindruck bereits positiv war, sollte man sich durch weitere Besuche absichern. Durch das regelmäßige Besuchen eines favorisierten Züchters kann man die Entwicklung der Aussie Welpen ideal verfolgen.

Das Muttertier ist hierbei auch besonders unter die Lupe zu nehmen. Die Aussie-Hündin sollte einen gesunden und vertrauensvollen Eindruck machen und auch so mit dem Züchter umgehen. Beschleicht einen das Gefühl, dass etwas mit dem Züchter nicht in Ordnung ist, sollte man sich umgehend an den Tierschutz wenden.

Verantwortungsvolle Aussie-Züchter haben ein großes Interesse daran, wer ihre Welpen kaufen möchte. Lebensumstände und Charakter der Menschen werden von ihm erfragt bevor er jemandem seinen Welpen anvertraut. Umgekehrt kann man bei einem seriösen Züchter all seine Fragen anbringen. Egal ob alles rund um seine Zucht, die Elterntiere oder die Welpen selbst. Auch, wenn der Verkauf schon abgewickelt ist, wird sich ein solcher Züchter bereit erklären weiterhin Fragen zu beantworten.

Eine gute Zuchtstätte wird häufig als Anlaufstelle für alle künftigen Fragen unterschätzt. Zeigt ein „Züchter“ kein Interesse am Käufer oder seinen Lebensumständen ist Vorsicht geboten. Macht er sogar Druck und möchte die Kaufentscheidung beschleunigen, ist das Grund genug von dieser Zucht Abstand zu nehmen.

Aussie Welpen werden von seriösen Züchtern erst nach Vollendung der 8. Lebenswoche abgegeben. Dies gilt für alle Hundewelpen gleichermaßen. Man erhält beim Kauf dann einen gechipten, entwurmten und geimpften Aussie Welpen. Dazu gehört außerdem ein schriftlicher Kaufvertrag, sowie der EU-Impfpass und der Abstammungsnachweis. Häufig wird für die erste Zeit im neuen Zuhause auch das gewohnte Futter und eine Kuscheldecke aus der Wurfkisten für den Welpen mitgegeben.

Die Züchter zusammengefasst

  • Bei einem anerkannten Verband Seriösen Züchter suchen
  • Züchter öfter besuchen
  • Züchter hat Interesse am Käufer
  • Hundemutter anwesend und gesund
  • Als Käufer erhält man: Kaufvertrag, Abstammungspapiere und EU-Impfpass
  • Ab der 8. Lebenswoche werden die Welpen abgegeben
  • Der Aussie-Welpe ist gechippt und entwurmt
Austalian Shepherd Welpen werden von seriösen Züchtern für 1.500 bis 2.000 Euro verkauft. ( Foto: Shutterstock-Eric Isselee )

Austalian Shepherd Welpen werden von seriösen Züchtern für 1.500 bis 2.000 Euro verkauft. ( Foto: Shutterstock-Eric Isselee )

Australian Shepherd-Preis

Züchterpreise, Erstausstattung und regelmäßige Kostenpunkte.

Austalian Shepherd Welpen werden von seriösen Züchtern für 1.500 bis 2.000 Euro verkauft. Sie haben dann auch alle Papiere eines anerkannten Verbandes. Welpen die weit unter diesem Preis „verramscht“ werden, leiden häufig unter Krankheiten und stammen aus dubiosen Hinterhöfen. Mit einem solchen Kauf unterstützt nur das Leid der Hunde und den illegalen Welpenhandel.

Die Hundeerstausstattung muss vor dem Einzug des neuen Familienmitglieds angeschafft werden. Hierzu gehören Hundegeschirr, Hundehalsband, Hundeleine, Fressen, Näpfe, Hundedecke und Körbchen. Für die Sicherheit im Auto ist es bei den Australian Shepherds ebenfalls wichtig eine Transportbox und Zuhause eine Ruhebox anzuschaffen.

Für den Kauf des Futters, der Trainingssnacks und der Kauartikel sollte man sich vorher mit dem Züchter besprochen haben.

Der Australian Shepherd benötigt für die Fellpflege eine geeignete Bürste, einen Flohkamm und Hunde-Shampoo. Am besten weiß darüber natürlich auch der Züchter Bescheid. Er wird Hilfestellungen in Sachen Marken für das Aussie-Fell geben. Eine Zeckenzange sollte in der Erstausstattung ebenfalls enthalten sein. Hier kann der Tierarzt unterstützen und zeigen, wie es richtig geht. Alles in allem wird man preislich für diese Ausgaben bei etwa 450 bis 500 Euro liegen.

Monatliche Kosten für gutes Futter, Pflegemittel, Hundeschule / Hundeverein, Hundeversicherungen und Hundesteuer, sowie Tierarztkosten belaufen sich auf ca. 180 bis 250 Euro.

Ersthundebesitzer könnten mit einem Aussie sehr schnell überfordert sein. Hunderassen wie zum Beispiel ein Golden Retriever sind für Ersthundebesitzer wesentlich empfehlenswerter. (Foto: Shutterstock-cynoclub )

Ersthundebesitzer könnten mit einem Aussie sehr schnell überfordert sein. Hunderassen wie zum Beispiel ein Golden Retriever sind für Ersthundebesitzer wesentlich empfehlenswerter. (Foto: Shutterstock-cynoclub )

Australian Shepherd-Welpen

Ein Hundebaby kommt in sein neues Heim

Aussie Welpen sind kleine neugierige Hundewelpen, die in ihrem neuen Zuhause die Welt entdecken möchten. Dabei sind sie allerdings einigen Gefahren ausgesetzt. Mit ihren kleinen Welpen-Zähnchen wollen sie alles anbeißen, was es unumgänglich macht das Haus zunächst hundesicher zu gestalten.

Besonders unter Strom stehende Elektrokabel sind für das Aussie-Leben gefährlich. Außerdem Putzmittel oder kleinteilige Gegenstände, die sie leicht verschlucken könnten. Auch Pflanzen und Lebensmittel könnten für den Hund giftig oder sogar lebensbedrohlich sein.

Empfehlenswert ist es vor dem Einzug des Welpen einen Hundetrainer zu finden. Hundetrainer haben ein geschultes Auge für potenzielle Hundewelpen-Gefahren. Sie können außerdem Tipps geben, wo der geeignete Ruheort für die Hundebox oder das Körbchen sein könnte.

Zusammengefasst ist für die Welpen des Aussie wichtig…

  • Das neue Zuhause Hundesicher machen
  • Hundetrainer haben einen geschulten Blick für Gefahren
  • Ruhigen Ort für Körbchen und Hundebox wählen
Australian Shepherd werden heutzutage immer beliebter. Leider ist dieser Umstand auch skrupellosen Hinterhof-Vermehrern aufgefallen. Bei ihnen werden unkontrolliert Welpen vermehrt ohne Rücksicht auf die Hundegesundheit. (Foto: Shutterstock-dezy)

Australian Shepherd werden heutzutage immer beliebter. Leider ist dieser Umstand auch skrupellosen Hinterhof-Vermehrern aufgefallen. Bei ihnen werden unkontrolliert Welpen vermehrt ohne Rücksicht auf die Hundegesundheit. (Foto: Shutterstock-dezy)

Australian Shepherd: Gesundheit & Pflege

Wer bei einem seriösen Züchter kauft, minimiert erbliche Schäden.

Selbst der als robust geltende Australian Shepherd hat mittlerweile einige rassetypische Erbkrankheiten. Diese sind auf unkontrolliertes Vermehren unseriöser Züchter zurückzuführen. Hierunter fallen Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellbogendysplasie (ED) und Epilepsie. Auch die Augenkrankheiten Progressive Retina Atrophy (PRA) und Hereditärer Katarakt (HC) sind leider öfter auszumachen.

Der Aussie kann auch unter dem sogenannten MDR1-Defekt leiden, der dazu führt, dass der Hund überempfindlich auf verschiedene Arzneistoffe reagiert. Merle Aussies dürfen keinesfalls verpaart werden. Ihre Welpen erkranken häufig an Taubheit und/oder Blindheit.

Das Fell des Australian Shepherds reinigt sich weitestgehend selbst. Der Dreck fällt früher oder später von allein heraus. Dennoch sollte das Fell am besten täglich wegen der Unterwolle gebürstet werden. Geschert werden sollte das zweischichte Fell in keinem Fall. Dadurch geht die Haarstruktur kaputt und beim Nachwachsen verfilzt das Fell. Ohren, Augen und Krallen sollten regelmäßig kontrolliert werden.

Gesundheit & Pflege des Australian Shepherd zusammengefasst

  • Hüftgelenksdysplasie (HD)
  • Ellbogendysplasie (ED)
  • Epilepsie
  • Progressive Retina Atrophy (PRA)
  • Hereditärer Katarakt (HC)
  • MDR1-Defekt
  • Regelmäßige Fellpflege
  • Auf keinen Fall das Fell scheren
Die Kosten für den Australian Shepherd sind wie bei allen mittelgroßen Hunderassen für den Hundebesitzer nicht unerheblich. Neben dem Kaufpreis sind die Erstausstattung und die Folgekosten große Kostenpunkte für das Haushaltskonto. ( Foto: Shutterstock-Bildagentur Zoonar GmbH )

Die Kosten für den Australian Shepherd sind wie bei allen mittelgroßen Hunderassen für den Hundebesitzer nicht unerheblich. Neben dem Kaufpreis sind die Erstausstattung und die Folgekosten große Kostenpunkte für das Haushaltskonto. ( Foto: Shutterstock-Bildagentur Zoonar GmbH )

Australian Shepherd & Erziehung

Aussies sind Spätentwickler.

Der Besuch einer guten Hundeschule ist für den Australian Shepherd besonders wichtig. Die Schule sollte sich auf Aussies spezialisiert haben oder zumindest gut über die Rasse bescheid wissen. Liebevolle und konsequente Erziehung sind für alle Hunderassen anzusetzen, für den Australian Shepherd gilt dies jedoch umso mehr.

Der Aussie möchte seinem Menschen imponieren und hat großen Spaß am Lernen. Clicker-Training ist eine gute Möglichkeit Erfolge zu erzielen. Die Spätzünder sind erst mit drei bis vier Jahren ausgereift. Deshalb ist Liebe und Konsequenz in dieser Zeit besonders wichtig.

Erziehung zusammengefasst

  • Liebevolle und konsequente Erziehung
  • Clicker-Training
  • Spätentwickler
Aussie Welpen sind kleine neugierige Hundewelpen, die in ihrem neuen Zuhause die Welt entdecken möchten.  ( Foto: Shutterstock-_Enna8982 )

Aussie Welpen sind kleine neugierige Hundewelpen, die in ihrem neuen Zuhause die Welt entdecken möchten. ( Foto: Shutterstock-_Enna8982 )

Australian Shepherd Aktivitäten

Artgerechte Auslastung ist äußerst wichtig für einen Aussie.

Ein Australian Shepherd ist nur für Hundebesitzer geeignet, die einen Großteil ihrer Freizeit aktiv mit ihm verbringen möchten. Lange Spazierhänge oder am Rad laufen reichen diesen Vierbeinern nicht. Ein ausgeglichener Shepherd muss körperlich und geistig beschäftigt werden.

Hundesportarten für den Aussie sind…

  • Agility,
  • Rally Obedience,
  • Dog Dance,
  • Longieren,
  • Treibball oder
  • Mantrailing

sind genau das richtige für ihn. Wird der Aussie nicht artgerecht ausgelastet, wird er verhaltensauffällig. Viele Aussies landen deswegen auch im Tierheim, weil ihre Besitzer mit ihnen überfordert sind.

Aktivitäten zusammengefasst

  • Körperliche und geistige Auslastung
  • Agility
  • Rally Obedience
  • Dog Dance
  • Longieren
  • Treibball
  • Mantrailing

Zusammenfassung häufig gestellter Fragen

Ist der Australian Shepherd als Ersthund geeignet?

Ersthundebesitzer könnten mit einem Aussie sehr schnell überfordert sein. Hunderassen wie zum Beispiel ein Golden Retriever sind für Ersthundebesitzer wesentlich empfehlenswerter.

Ist ein Australian Shepherd ein Familienhund?

In diesem Punkt scheiden sich leider die Geister. Durch den Hütetrieb und die artgerechte Auslastung eines Aussies können in der Familie schnell Probleme entstehen. Letzten Endes kommt es allerdings darauf an, wie ausgelastet der Hund durch Aktivitäten ist und wie gut die Erziehung geklappt hat.

Kommen Australian Shepherd aus Australien?

Nein. Die Hunde wurden zwar von australischen Schafszüchtern nach Nord- und Westamerika mitgenommen. Aber die richtige Zucht fand erst in den USA statt.

Welche Krankheiten hat der Australian Shepherd?

Mittlerweile leiden Aussies dank unseriöser Züchter immer häufiger an Erbkrankheiten wie: Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellbogendysplasie (ED), Epilepsie, Progressive Retina Atrophy (PRA), Hereditärer Katarakt (HC). Dazu kommt noch die besondere Krankheit des MDR1-Defekts.

Wie laste ich einen Australian Shepherd richtig aus?

Hierzu gibt es unterschiedliche Hundesportarten für den Australian Shepherd. Agility, Rally Obedience, Dog Dance, Longieren, Treibball oder Mantrailing sind ideal geeignet für den Vierbeiner.

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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