Hundefutter als Kommunikationsmöglichkeit?
Mai22

Hundefutter als Kommunikationsmöglichkeit?

Hunde fressen für ihr Leben gern und so wird dieser Fakt in der Erziehung ausgenutzt. Oft genug erziehen zwar die Hunde ihre Herrchen und Frauchen – ohne, dass diese es merken -, häufig kann das Leckerli als Belohnung für eine gut ausgeführte Übung aber auch der Motor sein, der den Hund zu Höherem anspornt. Herrchen und Frauchen füttern gern Die Hundefutterindustrie hat es längst erkannt: Hundehalter füttern für ihr Leben gern. Ein Leckerchen für einen richtig ausgeführten Befehl, eines als Trost nach einem langen Tag allein. Ein Häppchen dafür, dass der Hund da ist – ohne weiteren Grund. Auch das tägliche Futter wird liebend gern gereicht und darf ruhige etwas Besonderes sein. Die Zeiten, in denen der praktische Sack mit seinen 20 kg in der Garage oder im Keller gelagert wurde, sind vorbei. Heute soll jede Mahlzeit zelebriert werden, der Hund soll sabbernd und hechelnd um Herrchen herumspringen, wenn dieses die Dose öffnet. In selbiger muss natürlich das perfekte Futter in der idealen Zusammensetzung und mit einem angenehmen Duft vorhanden sein. Die Werbung hat dieses Bild in die Köpfe aller Hundehalter gepflanzt und nicht wenige davon sehen den Zustand, der dort beschrieben wird, als Realität und als erstrebenswert an. Aber will der Hund auch das Futter, was dort in der Dose ist? Oder würde er lieber etwas anderes haben wollen? Kommunikation per Futter Französische Forscher haben einen Versuch unternommen und dafür einen Test mit 29 Hunden sowie deren Haltern gemacht. Ein Leckerli für den Hund wurde auf ein Bord gelegt, wo es für das Tier unerreichbar lag. Der Halter konnte aber einfach darauf zugreifen. Binnen kürzester Zeit kommunizierten Hund und Herrchen miteinander und die Forscher fanden heraus, dass die Hunde versuchten, um das Leckerchen zu betteln. Sie setzten sich neben das Bord und schauten zwischen diesem und ihrem Herrchen hin und her. Lag dort kein Futter oder wandte Herrchen dem Tier den Rücken zu, wurde eine solche Kommunikation nicht ersichtlich. Auch dann, wenn sich dort zwar etwas zu Fressen befand, das Leckerchen aber nicht so schmackhaft war, fand die Kommunikation nicht statt. Das Fazit der Forscher lautete: Die Hunde kommunizieren über das Futter. Dabei blieben aber zahlreiche Fragen offen: War der Blickaustausch erlernt oder ist er eine natürliche Verhaltensweise? Kann sich der Hund wirklich in den Menschen hineinversetzen und so herausfinden, worauf er reagiert? Ist der Hund in der Lage, sich ein Bild vom Menschen und seiner Psyche zu machen? Diese und viele weitere Fragen konnten bei dem Test leider nicht geklärt werden. Somit wurde zwar eine Tatsache entdeckt – nämlich, dass der Hund über das Futter kommuniziert -, aber wesentliche Erkenntnisse zum Wesen des Hundes wurden dadurch nicht...

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Unternehmen in der Tierindustrie – oder was man alles für den Hund (nicht) braucht
Mai15

Unternehmen in der Tierindustrie – oder was man alles für den Hund (nicht) braucht

In Deutschland sind Haustiere extrem beliebt, vor allem Hunde sieht man immer häufiger. Das wirkt sich auch auf die wirtschaftlichen Statistiken aus, wie einige erfolgreiche Start-ups beweisen. Hier finden die Hundefreunde die ideale Ausstattung, gesundes Futter sowie Hundeschulen. Welche Branchen von der Begeisterung für Hunde betroffen sind Immer mehr Deutsche besitzen einen Hund und freuen sich über sein aktives, gesundes Leben. Von diesem Boom profitieren nicht nur die Hundezüchter. In vielen anderen Bereichen haben sich die Umsatzzahlen ebenfalls deutlich erhöht. Unter anderem profitieren Züchtervereine und Hundeschulen von dem Interesse der Verbraucher. Des Weiteren gibt es Bestattungsunternehmen für Hunde sowie die Sparte Tiergesundheit, die im weiteren Sinne die Ernährung mit einbezieht. Die Beschäftigung mit den Tieren und die besondere Aufmerksamkeit zeigt in einigen Fällen eine gewisse Vermenschlichung bei den Hunden. Das führt wiederum zu einer verstärkten Individualisierung bei der Produktion der Ausstattung und beim Angebot von bestimmten Dienstleistungen. Start-ups und bestehende Unternehmen für Hundeprodukte Teilweise sind es Bestandsfirmen, die ihre Produkt- und Leistungspalette an die veränderten Wünsche der Hundehalter anpassen, in anderen Fällen handelt es sich um Start-ups, die auftauchen. Je nachdem, wie es mit der Finanzierung aussieht, können diese Unternehmen auf Sponsoring setzen, um zu expandieren oder um mit der Gründungsphase zu starten. Andere Existenzgründer kümmern sich um einen Kredit oder versuchen es mit Crowdfunding. Beim Crowdfunding handelt es sich um eine neuartige Form der Finanzierung. Mehrere Unternehmen und Privatpersonen stellen das erforderliche Geld bereit und unterstützen auf diese Weise die jungen Unternehmen. Dadurch wird das Wirtschaftswachstum gefördert, was jedoch nur mit einer großen Transparenz auf beiden Seiten funktionieren kann. Das Feedback der Start-ups im Bereich der Hundeversorgung ist ein eindeutiger Nachweis für die guten Erfolgsaussichten. Wie sich Tierhalter und Haustiere verändert haben Früher schaffte man sich ein Haustier an, damit es bestimmte Aufgaben erfüllte. Die Katze sollte Mäuse und Ratten fernhalten, der Hund sorgte für Ordnung beim Viehtreiben oder kam mit auf die Jagd. Inzwischen behandelt man seine treuen Begleiter jedoch fast wie Familienmitglieder. Die Hunde haben ihren eigenen Schlafplatz, sie erhalten ihr individuelles Futter und beschäftigen sich mit speziellem Spielzeug. Die Tierarztbesuche finden nicht erst dann statt, wenn der Hund offensichtlich Schmerzen hat, sondern man plant bereits regelmäßige Checks ein. Hinzu kommen Trainingskurse in der Hundeschule und manchmal auch therapeutische Behandlungen. Das haben inzwischen viele Unternehmen entdeckt und ihr Angebot entsprechend angepasst. Zudem nutzen einige Start-ups die erhöhte Nachfrage aus, um ihre Leistungen präzise auf die Wünsche der Hundefreunde abzustimmen. Unter anderem geht es dabei um die Beschäftigung mit dem Haustier. Wer zum ersten Mal einen Hund besitzt, der weiß nicht genau, wie er ihm etwas beibringen soll. Mittlerweile gibt es Apps, die dem Hundehalter und seinem...

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Der Hundemarkt in Belgien: ein schwieriges Pflaster
Apr05

Der Hundemarkt in Belgien: ein schwieriges Pflaster

Der Hundemarkt in Lüttich, Belgien, ist bekannt für sein großes Angebot an Tieren. Oft haben die Tiere, welche die Händler hier verkaufen, eine schlimme Vergangenheit hinter sich. Darum ist es viel sinnvoller, sich im Tierheim oder beim Züchter nach Welpen und älteren Hunden umzusehen. Der Tiermarkt in Lüttich In Deutschland gibt es viele Möglichkeiten, Rassehunde und Katzen zu kaufen. Allerdings ist der Preis auf dem Hundemarkt in Belgien deutlich günstiger: Das wissen viele vermeintliche Tierfreunde und fahren deshalb zum Markt nach Lüttich. Ein genauer Blick in die Käfige hinein zeigt jedoch, dass der Hundemarkt in Belgien kein schönes Geschäft ist. Wer sich trotzdem dafür entscheidet, in Lüttich einen Hund zu kaufen, der sollte sich jedoch ein paar Grundregeln aufstellen, um beim Blick in die traurigen Hundeaugen nicht schwach zu werden. Der Markt „La Batte“, der wöchentlich stattfindet, ist international bekannt. Hier gibt es neben den Leckereien, Haushaltswaren und Kleidung auch einen Tiermarkt. Eigentlich ist es inzwischen gesetzlich verboten, direkt auf diesem Markt Haustiere zu verkaufen. Doch die Tierhändler haben inzwischen die naheliegenden Geschäfte gemietet und verkaufen hier die Hunde.   Die Herkunft der Welpen Die Hunde, die auf dem Hundemarkt in Belgien angeboten werden, kommen zum Großteil aus osteuropäischen Ländern. Sie stammen meistens von Vermehrern, was bedeutet, dass ihre Eltern sozusagen Gebärmaschinen und Deckrüden sind. Diese Züchtungen werden einzig und allein für den Profit betrieben. In Europa ist das nicht zulässig, trotzdem gibt es einige Länder, in denen mit den Welpen aus einer solchen Zucht gehandelt wird. In Belgien wird die Dunkelziffer dieser „Billigwelpen“ sehr hoch geschätzt, denn der Tierschutz steht mit seinen Bemühungen noch in den Anfängen. Um die Rassehunde oder Mischlinge zu einem günstigen Preis anbieten zu können, geben die selbsternannten Züchter nur wenig Geld für ihr Überleben aus. Es gibt kaum eine medizinische Versorgung, nur minderwertiges Futter und viel zu wenig Platz. Vermutlich sterben viele junge Hunde schon sehr früh: Um das auszugleichen, müssen die Vermehrer eben mehr „produzieren“. Bei einer solchen Massenzucht ist die Versorgung mangelhaft, sodass die Tiere, die auf dem Hundemarkt in Belgien angepriesen werden, oft ungepflegt wirken.   Die Mitleidsmasche beim Verkaufen In Deutschland scheint der Hundemarkt nicht so sehr auszuufern, doch der Markt in Belgien treibt den Besuchern oft die Tränen in die Augen. Hier in Lüttich sieht man die Zuchttiere oft in viel zu engen und verdreckten Käfigen. Das Mitleid wird geweckt und genau darauf spekulieren die Verkäufer. Darum tun sie nur wenig, um die Situation zu verbergen. Rassehunde, Katzen oder Singvögel, die Haustiere werden nicht einmal gesäubert oder vorher gefüttert. Sie werden in ihrem schlechten Zustand präsentiert, sodass sich die Käufer regelrecht dazu verpflichtet fühlen, sie zu retten. Diese...

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Malteser: Charakter, Haltung & Pflege
Apr03

Malteser: Charakter, Haltung & Pflege

Früher galt der Malteser vor allem als Hund für vornehme, adelige Damen, die ihn sich als Schoßtier hielten. Inzwischen gehören die intelligenten Vierbeiner zu den beliebtesten Hunden für die Familie. Im Gegensatz zu anderen Rassen brauchen sie wenig Auslauf, aber: das Fell muss besonders gepflegt werden. Worauf bei der Pflege genau zu achten ist. Der Malteser: Geschichte und Herkunft Bis heute ist nicht ganz klar, woher der Malteser genau stammt und wie die Herkunftsgeschichte der Hunderasse exakt aussieht. Als relativ sicher gilt lediglich, dass sich die Vorfahren der Hunde vor rund 2000 Jahren von Ägypten aus im europäischen Mittelmeerraum rasant verbreiteten. Hinweise darauf geben kleine Figuren aus Naturstein, die man im Grabmal von Pharao Ramses II. fand. Diese ähnelten im Aussehen bereits deutlich den kleinen Hunden, die wir heute als Malteser bezeichnen. Apropos „Malteser“: die Bezeichnung der Hunde hat wahrscheinlich nichts mit der beliebten Urlaubsinsel Malta zu tun. Vielmehr geht der Ursprung des Tieres auf die Insel Mljet zurück (im Altertum bekannt unter den Namen Melita oder Melitäa). Die Insel befindet sich an der kroatischen Adriaküste, unweit von Dubrovnik. Experten fanden heraus, dass das Wort „Malteser“ seinen Ursprung in einer sog. „semitischen“ Sprache haben, und damit zu einer afroasiatischen Sprachfamilie gehören muss. Es leitet sich vom semitischen „màlat“ ab, was so viel bedeutet wie „Zuflucht“ oder „Hafen“. Sinn ergibt dies vor allem deshalb, da bekannt ist, dass die Vorfahren dieser Hunde in den Häfen und Küstenorten des Mittelmeerraums gelebt haben. Schon damals waren es kleine und robuste Hunde, die vor allem eingesetzt wurden, um die Ratten in den Lagerhallen der Häfen, zu bekämpfen. Forscher gehen weiter davon aus, dass die Hunde später über Malta nach Großbritannien kamen. Dort erlangte der Malteser über die Jahre und viele Züchtungen hinweg, sein heutiges Aussehen, dessen charakteristisches optisches Merkmal das komplett weiße Fell ist.   Der Malteser: die markante Optik der Hunde Der Malteser ist ein Hund, dessen auffälligste optische Besonderheit wirklich nicht zu übersehen ist: das lange, weiße Fell, das besonders dicht ist. Bei vielen Hunden dieser Rasse reicht die Behaarung – auf dem Rücken gescheitelt – bis auf den Boden. Viele Halter sind besonders stolz auf die Behaarung ihres Lieblings und widmen sich mit Akribie und großem Aufwand, deren Pflege. Allerdings ist das auch nötig: der Vierbeiner ist alles in allem ein sehr pflegeleichter Hund, der zudem weniger Auslauf braucht als viele andere Hunderassen. Allerdings bedarf das Fell tatsächlich einer ausgiebigen, intensiven Pflege. Darüber hinaus besitzt der Malteser äußerst markante, große dunkle Augen, die – wenn der Hund einen ansieht – manchmal regelrecht durchdringend wirken können. Da die Ränder der Augen auch noch eine dunkle Pigmentierung aufweisen, stehen diese ein wenig...

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Neufundländer: Charakter & Wesen
Mrz20

Neufundländer: Charakter & Wesen

Der Neufundländer ist ein vor Kraft und Größe strotzender Hund. Kein Wunder, wird er doch noch heute u.a. als Wasserrettungshund eingesetzt. Doch trotz der beachtlichen Statur, gehören die Hunde zu den liebsten und freundlichsten überhaupt. Wir zeigen, worauf es bei der Pflege des sanften Riesen ankommt und welche Merkmale seinen Charakter auszeichnen. Der Neufundländer: Herkunft und Geschichte Der Neufundländer trägt den Namen seiner Herkunftsinsel: Neufundland, eine kleine Atlantikinsel im Nordosten Kanadas. Ein schon damals nur gering besiedelter Ort. Und auf einer Insel, auf der es nur wenig Menschen existieren, gibt es stattdessen: reichlich Platz zur Entfaltung zum Austoben – zu Land aber auch im Wasser. Das ist mit einer der Gründe, wieso sich bei dieser Hunderasse die Liebe zum Wasser derart intensiv entwickeln konnte. Wobei durchaus auch die Ansicht vertreten wird, dass die Passion fürs Wasser schlicht angeboren ist. Experten gehen hinsichtlich der Entstehung der Neufundländer davon aus, dass einige europäische Hunde involviert waren. Tiere, die von den Fischern Europas mit auf die Insel gebracht wurden. Diese müssen in Kontakt mit Hunden der Micmac- und Beothuk-Indianer, gekommen sein. Ureinwohner, die auf Neufundland lebten. Denn dafür spricht ein unverkennbares optisches Erscheinungsmerkmal, das den Neufundländer von anderen Hunden abhebt und mit ein Grund ist, wieso er sich nicht zuletzt auch bei Kindern so beliebt ist: sein besonders dichtes, kuscheliges Fell. Dieses entspricht dem des arktischen Schlittenhundes.   Neufundländer: vom Arbeits- zum modernen Rassehund Seine Eignung als Arbeitstier war der Hauptgrund, wieso der Neufundländer im 18. Jahrhundert seinen Weg nach Europa fand. Dort wurde er in erster Linie als Zughund eingesetzt, der z.B. dabei half, Boote oder Fischnetze an Land zu ziehen. Ab dem 19. Jahrhundert kam es bzgl. der Nutzung zu einer entscheidenden Veränderung: die britische Ober- und Mittelschicht fand – aufgrund der interessanten Herkunfts- und Entstehungsgeschichte – immer mehr gefallen an dem Hund. Die Folge: 1886 wurde der erste Zuchtverein für den Neufundländer ins Lebens gerufen: „The Newfoundland Club“, einer der ersten Hundezuchtvereine überhaupt. Auch heute setzt man den Neufundländer in manchen Erdteilen durchaus noch so ein, wie vor vielen hundert Jahren – beim Fischen und als Zugtier. In Europa hat er sich unterdessen zu einem beliebten Hund für die ganze Familie entwickelt: ein treuer, geduldiger Begleiter in allen Lebenslagen, der es liebt, mit den Kindern zuhause im Garten herumzutollen. Oder in Gewässern wie Teichen, Bächen oder dem Meer. Übrigens ist der Neufundländer nicht meist schwarz, was von manch einem fälschlicherweise angenommen wird. Neben schwarz können die Tiere noch die Farben braun, grau sowie schwarz-weiß annehmen und zwar in derselben Häufigkeit.   „Riesiger“ Charakter: Der Neufundländer und sein Gemüt Der Neufundländer gilt als einer der sanftmütigsten und liebenswertesten Hunde überhaupt....

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Ein Bellen sagt mehr als tausend Worte: Wie Hunde sich mitteilen
Mrz06

Ein Bellen sagt mehr als tausend Worte: Wie Hunde sich mitteilen

Die Beziehung zwischen einem Hund und seinem Herrchen oder Frauchen kann schon etwas ganz Besonderes sein. Wenn es zwischen ihnen so richtig gefunkt hat, sind sie ein Herz und eine Seele und verstehen sich blind. Wer seinen Vierbeiner liebt, kann oft schon an einem Blick erkennen, wie es um das Wohlbefinden dieses ganz besonderen Familienmitgliedes bestellt ist. Wenn ein Bellen mehr sagt als tausend Worte, dann ist die Beziehung zwischen Mensch und Hund genauso, wie sie sein sollte. Mein Hund, das Kommunikationstalent Hunde sind seit jeher treue Begleiter des Menschen. Hunde sind in der Lage, eine sehr starke emotionale Bindung zu ihren engsten Bezugspersonen aufzubauen. Dabei empfinden sie zwar keine so komplexen Emotionen wie Scham oder Verachtung, aber sie sind dennoch zu einer großen Bandbreite an Gefühlen und Stimmungen fähig. Vor allem in so grundlegenden Emotionen wie etwa Angst, Freude, Erleichterung oder Trauer sind Hunde uns Menschen auf faszinierende Weise ähnlich. Diese Seelenverwandtschaft bildet die Grundlage für eine ganz besondere Freundschaft, die ein Leben lang halten kann. Die Verhaltensbiologin Iris Schöberl vom Department für Verhaltensbiologie an der Universität Wien hat in ihrer Forschungsarbeit „Wer bindet sich an wen? Mensch – Hund und Hund ‐ Mensch Bindung“ herausgefunden, dass die Bindung zwischen Mensch und Hund ebenso echt sein kann wie die Bindung zwischen Säugetieren einer Art. Dabei bilden Emotionen und Grundbedürfnisse die Brücke zwischen unterschiedlichen Säugetierarten. Wer so viele Emotionen in sich trägt, möchte sie natürlich auch zum Ausdruck bringen. Hunde zeigen gerne und ganz instinktiv, wie es ihnen gerade geht und was sie in einer bestimmten Situation empfinden. Zum Glück sind Hunde echte Kommunikationstalente, denn so sind sie in der Lage, Freud und Leid zu teilen. Besonders einfach geht das über akustische Signale. Hunde bellen, knurren, winseln oder hecheln und teilen uns damit ganz genau mit, was sie gerade von uns erwarten oder wie sie unser Verhalten einschätzen. Aber auch ohne Geräusche können Hunde dem Menschen mitteilen, was in ihnen vorgeht. Sie sind nämlich echte Meister der Körpersprache. Wer sich mit Herz und Seele auf seinen geliebten Vierbeiner einlässt, bekommt faszinierende Einblicke in die emotionale Welt dieser Kommunikationstalente. Es lohnt sich, genauer hinzuschauen und hinzuhören, denn je besser sich Hund und Mensch verstehen, desto tiefer kann die Bindung werden, die die beiden zueinander empfinden.   Wenn Hunde mit uns sprechen Natürlich können Hunde nicht wirklich mit uns sprechen, aber sie haben doch ihre ganz eigene Sprache, mit der sie sich uns mitteilen können. Sie bellen, sie knurren und sie winseln und es liegt an uns, diese Lautäußerungen richtig zu interpretieren. Dabei kommt es vor allem auf die Tonhöhe, die Dauer der Lautäußerung und den Rhythmus oder die Anzahl der...

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