Hundegeruch aus Wohnung entfernen: diese Tipps helfen

Der Hund als bester Freund des Menschen ist natürlich ein Begleiter, auf den niemand mehr verzichten möchte. Das gilt allerdings nicht für den Geruch, den die Vierbeiner häufig haben. Der Eigengeruch eines Hundes kann sich in der Wohnung festsetzen und dann wird es schwer, ihn wieder herauszubekommen. Wichtig ist es, die Gründe herauszufinden und hier anzusetzen.

Hundegeruch aus Wohnung entfernen – häufig ist das Futter Schuld

In erster Linie sollten sich Hundebesitzer fragen, welches Futter ihr Hund bekommt und ob es sich hierbei um minderwertiges Futter handelt. Das Problem ist: Minderwertiges Futter kann vom Organismus des Hundes nicht komplett verwertet werden. Es kommt zu Ausdünstungen, die über die Haut aber auch über den Darm abgelassen werden und so entsteht ein unangenehmer Geruch, der sich in Decken und Teppichen festsetzt.

Hier kann es nur helfen, das Futter zu wechseln. Minderwertig ist ein Futter meist dann, wenn es einen hohen Anteil an Getreide hat und mit tierischen Nebenerzeugnissen angereichert ist. Ein gutes Hundefutter besteht zu seinem Hauptanteil aus Fleisch, dann kommen Gemüse, Kräuter und Öle. Neben dem netten Effekt, dass der Hundegeruch so neutralisiert werden kann, ist diese Zusammensetzung auch optimal für die Gesundheit des Hundes.

Hundegerüche halten sich manchmal recht hartnäckig. Wer seine Fellnase liebt und täglich um sich hat, dem fällt das nicht immer sofort auf. Sehr wirksam sind oftmals sogenannte EMs. Mit diesen effektiven Mikroorganismen lassen sich Hundegerüche entfernen. Vorbeugend und wirksam ist wie hier gezeigt aber auch die Pflege von Fellnases Fell. (#1)

Hundegerüche halten sich manchmal recht hartnäckig. Wer seine Fellnase liebt und täglich um sich hat, dem fällt das nicht immer sofort auf. Sehr wirksam sind oftmals sogenannte EMs. Mit diesen effektiven Mikroorganismen lassen sich Hundegerüche entfernen. Vorbeugend und wirksam ist wie hier gezeigt aber auch die Pflege von Fellnases Fell. (#1)

Hinweis: Teilweise kann es sein, dass der Hundegeruch entsteht, wenn der Hund nicht kastriert ist. Hierbei handelt es sich meist nur um Phasen, in denen der Geruch neutralisiert werden kann. Dies kann beispielsweise gemacht werden, wenn der Hund frische Petersilie verabreicht bekommt. Nimmt er diese auch dann nicht, wenn sie unter das Futter gemischt wird, dann kann zu einer Chlorophyll-Tablette gegriffen werden.

Zu EMs greifen und den Hundegeruch aus Wohnung entfernen

Um den Hundegeruch aus der Wohnung entfernen zu können, kann es helfen, zu EMs zu greifen. Hierbei handelt es sich um effektive Mikroorganismen. Diese können auf zwei unterschiedliche Weisen eingesetzt werden. Es ist möglich, den Hund mit speziellen EMs zu füttern. Diese können beim Tierarzt gekauft oder bestellt werden. Die Mikroorganismen sorgen dafür, dass die Geruchsbakterien vernichtet werden und helfen so beispielsweise auch gegen den unangenehmen Geruch aus dem Mund.

Zudem können effektive Mikroorganismen auch zum Putzen verwendet werden. Die Funktionsweise der EMs ist ebenso einfach wie effektiv. Sie dienen dazu, für eine Neutralisierung zu sorgen. In einer Wohnung, wo also der unangenehme Geruch überwiegt, können die EMs für eine Besserung sorgen. Dafür werden sie einfach in das Putzwasser gegeben. Es ist jedoch zu beachten, dass es EMs gibt, die nur zum Putzen gereinigt sind und welche, die zum Putzen sowie zur Futtergabe eingesetzt werden können.

Wer feststellt, dass sein Hund dauerhaft einen sehr unangenehmen Körpergeruch hat, der sollte mit dem Tier zum Tierarzt gehen, um körperliche Ursachen auszuschließen. (#02)

Wer feststellt, dass sein Hund dauerhaft einen sehr unangenehmen Körpergeruch hat, der sollte mit dem Tier zum Tierarzt gehen, um körperliche Ursachen auszuschließen. (#02)

Essig und Kaffee als Hausmittel – Hundegeruch aus Wohnung entfernen

Es gibt auch einige Hausmittel die durchaus helfen können, den Hundegeruch aus der Wohnung zu entfernen. Oft merken wir den Geruch erst einmal gar nicht sondern werden von Menschen darauf aufmerksam gemacht. Teilweise ist der Geruch aber auch so stark, dass er selbst dem Halter auffällt. Fakt ist, dass etwas passieren muss und hier kann es durchaus eine gute Idee sein, auch auf ein paar Hausmittel zurückzugreifen. Ein idealer Neutralisierer für Hundegeruch ist Kaffee. Ein guter Tipp ist es, kleine Säckchen mit Kaffee zu füllen. Diese können in der ganzen Wohnung verteilt werden. Allerdings ist zu bedenken, dass auf diese Weise die Wohnung natürlich einen Kaffeegeruch annimmt. Wer diesen Duft nicht mag, für den ist dies keine Lösung. Wer jedoch Kaffee gerne riecht, der wird über den Effekt erstaunt sein.

Auch Essig ist eine sehr gute Lösung und wird vor allem dann empfohlen, wenn der Hund beispielsweise mehrmals in die Wohnung gemacht hat. Für die Reinigung der Wohnung wird ein Schuss Essig ins Putzwasser gegeben. Natürlich ist der Geruch des Essigs durchaus erst einmal sehr unangenehm und auch recht stark. Dieser verfliegt jedoch relativ schnell wieder und kann den Hundegeruch neutralisieren, wenn mit dem Putzwasser gewischt wird.

Hinweis: Neben der Reinigung von Teppich und Boden dürfen auch die Liegeplätze des Hundes nicht vergessen werden. Die Decken und Kissen in den Körbchen sollten regelmäßig gereinigt werden. Das gilt auch für die Körbe selbst, die idealerweise feucht gereinigt werden. Ist das nicht möglich, dann sollten sie häufiger ausgesaugt und ausgeklopft werden.

Der Weg zum Tierarzt

Wer feststellt, dass sein Hund dauerhaft einen sehr unangenehmen Körpergeruch hat, der sollte mit dem Tier zum Tierarzt gehen, um körperliche Ursachen auszuschließen. So können beispielsweise Schäden an den Organen oder auch Ekzeme der Haut ebenfalls eine Ursache für einen starken Geruch sein.

Aber es ist auch möglich, dass es sich bei Mundgeruch um eine Zahnfleischentzündung oder um Zahnstein handelt. Hier ist es absolut notwendig, diesen entfernen zu lassen. Im schlimmsten Falle kann sonst das Zahnfleisch zurückgehen, bis letztendlich sogar ganze Zähne ausfallen. Ganz unabhängig von einem möglichen Geruch sollte man die Hundezähne in regelmäßigen Abständen kontrollieren lassen und Beläge zeitig entfernen, damit sich überhaupt keine Zahnfleischentzündung bilden kann. In diesem Zusammenhang spielt auch die Ernährung des Tieres eine Rolle. Falsches Hundefutter mit einem zu hohen Süß-Anteil greift Zähne an und nicht jedes Tier mag Zähneputzen. Damit die Zähne trotzdem etwas gepflegt werden können, kann man dem Tier Kaustreifen aus Enzymen oder Kauknochen reichen.

In diesen Fällen ist der Hundegeruch störend, aber völlig harmlos

Übrigens: Manchmal ist Hundegeruch auch wirklich relativ harmlos und es steckt keine Erkrankung dahinter. Nämlich dann, wenn das Tier Angst hat. Hier stammt der Geruch aus den Analbeuteln in der Afterregion. Ein wirklich unangenehmer Geruch, der aber keine krankhaften Ursachen hat. Passieren kann ein solcher Abgang aber auch, wenn man mit dem Hund im Auto unterwegs ist und scharf bremsen muss. Dann kann unter Umständen aus Schreck der Analbeutel zusammengepresst und der Geruch freigesetzt werden. Für die im Auto befindlichen Personen sicher kein schönes Erlebnis. Andere harmlose Gründe für Hundegeruch können das Baden im Schlamm sein. Sehr beliebt bei den meisten Vierbeinern und oft mit intensiver Geruchsbildung verbunden. Manchmal hilft dann nur noch ein spezielles Shampoo für den Hund, um das übel riechende Erlebnis zu neutralisieren. Verfügbar in einer nassen und trockenen Shampoo-Variante. Irgendwie muss man das Tier sauber und einigermaßen wohlriechend werden. Aus diesem Grunde noch einmal in kurzer Zusammenfassung die sinnvollsten Hinweise, damit der Hund und die Wohnung, wo er lebt, nicht mehr so stark riecht.

Hundegeruch aus Wohnung entfernen: Die besten Tipps kurz und knapp erklärt

  • nur hochwertiges Futter verwenden, weil bei minderer Qualität dieses nicht vollständig vom Organismus verwertet werden kann und die Neigung zur Geruchsbildung sich verstärkt. Über die Haut aber auch über den Darm. Eine Lösung kann sein, Futter mit hohem Getreideanteil zu vermeiden. Gut gegen Hundegeruch und gut für die Gesundheit des Tieres.
  • effektive Mikroorganismen (EMs) als kleiner Geheimtipp, um Hundegeruch aus der Wohnung zu entfernen. Bakterien, die Geruch bilden, werden eliminiert. Am besten gezielt den Tierarzt fragen und dort geeignete Mittel kaufen. Zusatz-Info: EMs können auch zum Putzen verwendet werden.
  • Kaffee oder Essig als Haushaltstipps gegen Hundegeruch: Kleine Säckchen mit Kaffee in Wohnung verteilen oder alternativ und speziell wenn der Hund unrein ist, Essig zum neutralisieren verwenden. Nicht vergessen: Die Plätze im Haus, wo sich der Hund gerne aufhält.
  • Regelmäßiges Waschen mit speziellem Hunde-Shampoo, damit der Hund gar nicht erst anfängt, kräftig zu riechen, kann man ihn in regelmäßigen Abständen (aber nicht täglich!) mit einem speziell hierfür entwickelten Pflege-Shampoo einreiben. Entweder im Wasser oder aber als trockene Variante, wenn das Tier nicht baden will oder aus Krankheitsgründen nicht darf.
  • Hunde-Decken regelmäßig in die Waschmaschine geben, allerdings dabei auf den Weichspüler verzichten. Viele Hunde reagieren auf die künstlichen Düfte allergisch.
  • Es hilft alles nichts? Dann sollte jeder besorgte Halter zunächst den Tierarzt konsultieren, um mögliche ernsthafte Krankheiten (Haut und innere Organe) festzustellen oder auszuschließen.

Fazit: Viele Hundehalter kennen das: Man liebt das Tier heiß und innig, aber leider kommt es des Öfteren bei ihm zu unangenehmer Geruchsbildung, und zwar im ganzen Haus. Die gute Nachricht: In sehr vielen Fällen ist es möglich, Hundegeruch aus der Wohnung zu vertreiben. Das kann noch wichtiger sein, wenn man zum Beispiel umzieht und dem Nachmieter eine geruchsneutrale Unterkunft präsentieren muss. In solchen Fällen einer „Endreinigung“ kurz vorm Auszug sollten die alten Mieter also besonders gründlich darauf achten, den Hundegeruch aus der Wohnung zu entfernen. Hier sollte man sich am besten an den Essig-Tipp halten und noch einmal alle Stellen durchwischen, wo es gerne einmal zu stärkerer Geruchsbildung gekommen ist.


Bildnachweis: ©Shutterstock – Titelbild: Javier Brosch, – #01: Darren Baker, – #02: Nestor Rizhniak

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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