Mit dem Hund unterwegs: Die besten Transportmöglichkeiten

Die Rolle eines Hundes hat sich in den vergangenen Jahrzehnten drastisch verändert. Aus dem Nutztier, welches Haus und Hof schützen sollte, wurde ein echtes Familienmitglied, das mit im Haus lebt und am gemeinsamen Leben teilnimmt. Der Hund ist immer mit dabei und darf natürlich deßhalb auch auf Reisen nicht fehlen.

Daher muss sich nahezu jeder Hundehalter mit der Frage beschäftigen, wie das Tier bestens transportiert werden kann. Je nach Größe des Hundes ist bereits der Transport im Auto nicht ganz so einfach und soll es mit dem Flugzeug in den Urlaub gehen, gelten noch ganz andere Regelungen. Dieser Artikel zeigt auf, welche Transportmöglichkeiten sich für den Alltag und für die Urlaubszeit eignen.

 Der Hund ist immer mit dabei und darf natürlich auch auf Reisen nicht fehlen. Daher muss sich nahezu jeder Hundehalter mit der Frage beschäftigen, wie das Tier bestens transportiert werden kann. (#01)

Der Hund ist immer mit dabei und darf natürlich auch auf Reisen nicht fehlen. Daher muss sich nahezu jeder Hundehalter mit der Frage beschäftigen, wie das Tier bestens transportiert werden kann. (#01)

Welche Transportlösungen haben sich bewährt?

Im Alltag werden Hunde zumeist im Auto transportiert. Dies ist selbst für Urlaubsreisen die beste Option, denn der Hund kennt das Autofahren bereits und bleibt dabei allgemein ruhiger. Zudem entfallen die Bestimmungen und Vorkehrungen, auf die Hundehalter beispielsweise bei Flugreisen achten müssen. Aber gerade da das Autofahren mit Hunden so einfach und alltäglich ist, geschehen hier die meisten Fehler.

Vermutlich kennt jeder Hundehalter, die ihre Tiere einfach so in den Kofferraum, auf die Rückbank oder gar auf den Beifahrersitz transportieren. Nicht selten machen sich die Tiere während der Fahrt selbstständig und werden zu einer ernsten Bedrohung der Fahrsicherheit.

Zudem gilt für einen Hund dasselbe Prinzip, das auch bei Menschen gilt: Nicht angeschnallt kommt es bei einem Unfall häufig zu Todesfällen. Nur kann ein Hund nicht einfach angeschnallt werden. Es müssen also Transportlösungen her.

Video: Hundetransport im Auto – Ratgeber Was passiert beim Unfall?

Im Alltag haben sich vier Lösungen bewährt:

  • Gitter: Die Gitter, oder auch Netze, werden hinter der Rückbank zum Kofferraum hin eingespannt. Der Hund bleibt nun hinter dem Gitter und kann bei einem Unfall nicht in den Fahrerraum geschleudert werden. Die Verletzungsgefahr für das Tier und die Personen im Auto wird daher deutlich verringert. Allerdings gibt es qualitative Unterschiede. Netze sind allgemein instabiler und eigenen sich höchstens für kleine Hunde. Gitter werden oft für einzelne Autofabrikate hergestellt und passen haargenau in die im Auto bereits vorhandenen Befestigungen. Gitter schützen übrigens nicht nur den Hund bei einem Unfall. Selbst ohne Tier im Auto verhindert der Schutz, dass Gepäckstücke von der Ladefläche in den Passagierraum rutschen oder fliegen können. Bei einigen Autos ist es übrigens möglich, die Gitter nicht hinter den Rücksitzen, sondern hinter den Vordersitzen anzubringen. Nun wird der Hund auf dem Rücksitz transportiert.
  • Transportboxen: Die Boxen bestehen laut Dogsworld aus einem stabilen Material und werden im Kofferraum eines Kombis platziert. Einige Boxen können zudem auf dem Rücksitz befestigt werden. Wichtig ist, dass die Box stabil ist. Softboxen aus leichten Materialien halten zwar den Hund sicher in der Box, schützen ihn im Unfallfall jedoch keinesfalls. Zudem muss die Box so installiert werden, dass der Innenraum gut durchlüftet ist. Der Luftzug von Klimaanlagen darf nicht in den Innenraum der Box gelangen. Es ist ratsam, dass Hundehalter sich mehrere Boxen ansehen und sich für eine Größe entscheiden, die es dem Hund erlaubt, sich zu setzen, hinzulegen und umzudrehen. Mehr Bewegungsspielraum sollte nicht vorhanden sein, da das wieder zu einer höheren Verletzungsgefahr bei einem Unfall führen kann. Zudem sind Hunde in kleineren Boxen während der Fahrt allgemein ruhiger. Der Nachtteil der Boxen ist, dass sie viel Stauraum wegnehmen und für das Reisegepäck ein anderer – sicherer – Stauraum gefunden werden muss.
  • Gurte: Hunde können während der Fahrt auch mit einem speziellen Gurt an den Kopfstützen der Rücksitze angeleint werden. Die Gurte verhindern jedoch nur, dass sich das Tier frei bewegen kann. Kommt es zu einem Unfall, ist die Verletzungsgefahr für den Hund deutlich höher, da das gesamte Gewicht des Tieres an dem Gurt hängt. Diese Lösung darf übrigens niemals mit einem bloßen Halsband verbunden werden – bei einem Unfall bricht sich der Hund durch den Zug sonst das Genick.
  • Taschen: Kleinere Hunde können wesentlich leichter transportiert werden als große. Die Taschen, in denen die Hunde getragen werden können, lassen sich oft auch auf dem Sitz befestigen und bieten somit Schutz.

Grundsätzlich gilt, dass kein Hund frei im Auto sitzen darf. Er muss immer angeleint oder eingesperrt sein, anderenfalls kann bei einem Unfall auf leichtsinniges Verhalten aufgrund fehlender Ladungssicherung plädiert werden. Es kann sogar sein, dass Versicherungen nicht für die komplette Schadenshöhe aufkommen, wenn herauskommt, dass der Unfall verursacht wurde, weil der Hund ungesichert im Auto saß und den Fahrer ablenkte.

Video: Tutorial Reisen mit Hund: Was muss ins Gepäck? Tipps für den Urlaub mit Hund.

Was ist sonst noch zu beachten?

Für Fahrten ohne Grenzübertritt müssen Hundehalter keine besonderen Regelungen beachten. Anders verhält es sich, wenn der Hund mit auf eine Auslandsreise genommen wird:

  • EU-Pass: Jeder Hundehalter innerhalb der EU benötigt einen EU-Pass für den Hund, um mit ihm ins Ausland zu gelangen. Hier werden die notwendigen Impfungen eingetragen. Vor der Reise sollten sich Halter unbedingt informieren, ob das Zielland besondere Impfungen vorschreibt. Diese müssen notfalls rechtzeitig durchgeführt werden.
    Soll die Reise durch die Luft gehen, gelten erst einmal die Regelungen der Fluggesellschaft. Urlauber müssen sich mit der Fluggesellschaft in Verbindung setzen und abklären, wie der Hund mitgenommen werden kann:
  • Kleine Hunde: Teilweise ist es möglich, auf Flügen innerhalb der EU den Hund im Handgepäck mitzunehmen. Das gilt aber nur für kleine Hunde, die in Transporttaschen passen.
  • Große Hunde: Größere Hunde werden im Frachtraum der Maschine transportiert. Hier können Hundehalter eine eigene Transportbox nutzen. Steht keine Box zur Verfügung oder ist die eigene Box fest im Auto verbaut, stellen Fluggesellschaften Transportbehälter für die Hunde zur Verfügung.

Für Flugreisen innerhalb der EU reicht der Hundepass aus. Bei Reisen in Drittländern müssen die Quarantäneregelungen beachtet werden. Es kann gut sein, dass der Hund nach der Rückkehr aus dem Urlaub für einige Zeit unter Quarantäne gestellt wird. Welche Regelungen gelten, erfahren Hundehalter beim Veterinäramt. Auch der Zoll gibt oft Auskunft, welche Besonderheiten beim Transport von Hunden und Tieren allgemein gelten. Grundsätzlich müssen Tiere vor der Flugreise angemeldet werden.

In Kombis eignen sich Boxen besonders gut, in Kleinwagen sind stabile Gitter geeignet, die passgenau im Auto befestigt werden. So lässt sich eine sichere Autofahrt für alle Beteiligten erreichen. (#02)

In Kombis eignen sich Boxen besonders gut, in Kleinwagen sind stabile Gitter geeignet, die passgenau im Auto befestigt werden. So lässt sich eine sichere Autofahrt für alle Beteiligten erreichen. (#02)

Fazit: Auch beim Hund: Sicherheit geht vor

Selbst bei der kurzen Autofahrt zum Supermarkt sollte der Hund niemals frei im Auto sitzen. Ungesichert ist das Risiko für den Hund und die weiteren Passagiere im Auto schlichtweg zu groß. Welche Transportlösung für den eigenen Hund bestens geeignet ist, entscheiden natürlich mitunter das Tier und das Auto. In Kombis eignen sich Boxen besonders gut, in Kleinwagen sind stabile Gitter geeignet, die passgenau im Auto befestigt werden. So lässt sich eine sichere Autofahrt für alle Beteiligten erreichen.

Wichtig: Bei einer Autofahrt mit dem Hund ist, das Tier niemals allein für eine längere Zeit im Wagen zurückzulassen. Gerade in den Frühjahr- und Sommermonaten verenden jährlich unzählige Hunde in Autos, weil die Halter vergessen, wie schnell die Temperaturen im Innenraum ansteigen. Zudem sollten Hundehalter bei längeren Fahrten immer Wasser für den Hund mit dabeihaben und regelmäßig Pausen einlegen, damit sich der Hund die Beine vertreten kann.


BIldnachweis:© Shutterstock-Titelbild: Javiar Brosch -#01: Dora Zett _-#02: Myronovych

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

Author: Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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