Checkliste: Hunde richtig füttern

Nicht nur Neuhundebesitzer wissen häufig nicht genau, wie sie ihren Hund richtig füttern. Wann ist die beste Zeit, wie häufig am Tag sollte der Hund fressen? Welche Mengen sollte der Hund erhalten? Wo sollte der Napf stehen? Das sind nur ein paar wenige Fragen, die oftmals unklar sind. Nachfolgend sind deshalb einige wichtige Punkte beschrieben, die diese Fragen beantworten sollen.

Die Fütterungszeit lässt sich nicht pauschal direkt von Anfang an festlegen. An erster Stelle steht die Frage, wie alt der Hund ist. Nicht jeder Hundehalter beginnt direkt mit einem Welpen. Viele entscheiden sich jedoch dafür, einen kleinen Hund aufzunehmen und ihn von Anfang an auf seinem Weg zu begleiten.

Zieht ein Welpe ein, so muss dieser viel häufiger mit jeweils kleinen Portionen gefüttert werden, als ein ausgewachsener Hund. Bis zum zweiten Lebensmonat sollte man von 6 Mahlzeiten pro Tag auf 4 Mahlzeiten reduzieren. Das Futter sollte immer weg geräumt werden, auch wenn der Welpe nicht auffrisst. Feste Fütterungszeiten lassen sich so nach und nach einrichten. Ab etwa dem vierten Lebensmonat wird das Futter auf 2 Mahlzeiten pro Tag reduziert. Dennoch sollte man auch jetzt noch ein Welpenfutter benutzen, wie zum Beispiel das PLATINUM Puppy Chicken. Aber bitte immer ausreichend frisches Wasser bereitstellen, gerade wenn man Trockenfutter füttert.

Checkliste Welpen füttern

  • Sanfter Einstieg mit 6 kleinen Mahlzeiten pro Tag
  • Reduzierung auf 4 Mahlzeiten pro Tag bis zum zweiten Monat
  • Reduzierung auf 2 Mahlzeiten am Tag ab dem vierten Monat
  • Wichtig: Dem Welpen muss es gut gehen und er sollte das Futter richtig verarbeiten können. Jeder Hund ist individuell. Daher kann es durchaus sein, dass der eine Welpe erst nach ein paar Wochen mehr auf eine Reduzierung der Mahlzeiten gesetzt werden kann. Hier ist die Beobachtungsgabe vom Halter sehr wichtig.

Ist der Hund ein halbes Jahr alt, kann man die Fütterung auf 1 Mahlzeit pro Tag umstellen. Für erwachsene Hunde ist eine einmal tägliche Fütterung vollkommen ausreichend. Ganz wichtig ist die Verwendung von getreidefreiem Futter mit hohem Fleischanteil.

Das Welpenfutter kann nun abgesetzt und dafür zum Beispiel mit dem PLATINUM Adult Lamb+Rice ersetzt werden. Leckerlies zwischendurch schaden natürlich nicht, aber in reduzierter Form. Der Hund soll nicht zu dick werden und seine tägliche Futtermenge entspricht schon dem Tagesbedarf, den der Hund benötigt. Beispielsweise eignen sich die Fit-Sticks von PLATINUM sehr gut, da sie fettarm sind.

Checkliste ausgewachsene Hunde füttern

  • Eine Mahlzeit pro Tag ab einem Alter von sechs Monaten
  • Nutzung von getreidefreiem Futter
  • Nutzung von Futter mit einem hohen Fleischanteil
  • Langsamer Übergang vom Welpenfutter zum Futter für ausgewachsene Hunde
  • Ausreichend Wasser zum Futter
  • Leckerlies werden von der regulären Mahlzeit abgezogen

Hunde wissen ganz genau wann Fütterungszeit ist

Hunde wissen ganz genau wann Fütterungszeit istEs wird zwar immer behauptet, Hunde hätten kein Zeitgefühl, aber viele Hundebesitzer wissen anderes zu berichten. Hunde stellen sich tatsächlich auf feste Fütterungszeiten ein und werden auch unruhig, sobald ihre innere Uhr anzeigt, dass es an der Zeit ist. Eine Regelmäßigkeit ist wichtig, für den Hundebesitzer selbst und auch für den Hund. Wenn die Fütterungszeiten ständig geändert werden, kann dies zu Verdauungsproblemen führen.

Mittags ist die beste Zeit den Hund zu füttern. Auch hier gilt, übrig gebliebenes Futter wird entfernt. Nach der Fütterung sollte der Hund zum Verdauen in Ruhe gelassen werden. Der Hund sollte nicht Spielen und auch nicht Spazieren gehen. Die Gefahr einer Magendrehung ist zu hoch. Auch hier sollte man unbedingt an die Bereitstellung von frischem Wasser denken.

Futtermenge individuell auf den Hund anpassen

Jeder Hund ist anders und hat auch spezielle Bedürfnisse an sein Fressen und die Futtermenge. Dabei kann man nicht unbedingt pauschal nach den Fütterungsangaben auf den Herstellerverpackungen gehen, diese sind auch nur als Richtlinie gedacht. PLATINUM empfiehlt beispielsweise für einen 10 Kilogramm schweren Hund eine tägliche Menge von 150 g. Maßgeblich für die benötigte Futtermenge sind Alter, Rasse, Größe und die Aktivität des Hundes. Zusätzlich benötigen Hunde im Winter meist mehr Futter als im Sommer, da sie durch die Kälte einen höheren Energiebedarf haben. Wenn der Hund aufhört zu fressen – ohne das er gestört wurde – ist er vorerst satt.

Hat der Hund aufgefressen und wirkt immer noch hungrig, kann man ein wenig Trockenfutter nachgeben. Nach einiger Zeit wird man schnell die geeignete Menge heraus finden, ändert sich das Gewicht des Hundes, sollte man entsprechend die Futtermengen anpassen.

Die Zusammensetzung von einem optimalen Hundefutter

Für viele Halter ist es schwierig, aus der großen Auswahl an Hundefutter eine optimale Wahl zu treffen. Das Problem ist in erster Linie meist auch die Unwissenheit. Gerade wer sich zum ersten Mal einen Hund anschafft, weiß nur in den seltensten Fällen, was in ein gutes Hundefutter gehört. Die oberste Faustregel ist:
Ein gutes Hundefutter deckt den Nährstoffbedarf des Hundes und unterstützt ihn bei seiner gesunden Entwicklung. Genau hier liegt jedoch das Problem, denn viele Hersteller gehen davon aus, dass die wenigsten Besitzer wissen, welchen Nährstoffbedarf ihr Hund hat. Wer dann einmal einen Blick auf die Inhaltsstoffe beim Hundefutter wirft, der wird schnell feststellen, dass dort alles enthalten ist, nur kein Fleisch.

Achtung: Das gehört nicht in Hundefutter:

  1. Tierische Nebenerzeugnisse: Bei vielen Futtersorten stehen die tierischen Nebenerzeugnisse direkt neben dem Getreide mit an erster Stelle. Was genau dies ist, ist aber nicht aus den Angaben ersichtlich. Daher ist es besser, von Anfang an auf ein Futter zu verzichten, das mit tierischen Nebenerzeugnissen aufgefüllt ist.
  2. Getreide: Getreide dient ausschließlich dazu, das Futter kostengünstig aufzufüllen. Zum Einsatz kommen hier keine hochwertigen Getreideextrakte, die möglicherweise für den Hund noch von Nutzen sein können. Stattdessen gibt es günstige Füllstoffe, die sich negativ auf die Verdauung des Tieres auswirken und keine Nährstoffe haben.

    Wichtig: Manchmal steht Getreide nicht an erster Stelle, da es aufgeschlüsselt wurde. Die Hersteller zählen dann auf, was in dem Futter enthalten ist, wie Mais, Gerste, Maiskleber uvm. Das soll vor allem dazu dienen, nicht darauf aufmerksam zu machen, wie hoch die Getreidemenge tatsächlich ist.

  3. Pflanzliche Nebenerzeugnisse: Das mag erst einmal gut klingen, tatsächlich stehen aber auch hier minderwertige Pflanzenfasern an erster Stelle, die in den Lebensmitteln für den Menschen nicht verarbeitet werden können. Daher haben sie auch in Hundefutter nichts verloren.
  4. Farbstoffe und Aromastoffe: Beides hat keinen Mehrwert für den Hund.
  5. Zucker: Meist wird in den Leckerlies aber auch im normalen Hundefutter Zucker mit verarbeitet, was für den Hund ebenfalls nicht gesund ist.

Ein artgerechtes Hundefutter besteht in erster Linie aus Fleisch, das zusätzlich mit Gemüse und Ölen angereichert wird. So kann der Hund alle wichtigen Nährstoffe aus den Inhaltsstoffen aufnehmen und verwerten.

Ergänzung – das ist gut für den Hund

Je nach Zusammensetzung des ausgewählten Futters kann es durchaus eine gute Idee sein, dieses noch zu ergänzen. Hunde mögen nicht nur Fleisch, sondern nehmen auch gerne Obst und Gemüse zu sich. Das ist aber noch nicht alles, was der Vierbeiner zum Futter dazu bekommen kann:

  1. Obst und Gemüse sind eine optimale Nahrungsergänzung. Allerdings ist Vorsicht geboten, da nicht alle Sorten für den Hund verträglich sind. So sollten Hunde niemals Weintrauben bekommen. Auch Knoblauch ist nur in sehr geringen Mengen gesund.
  2. Öl: Damit der Hund die Vitamine und Mineralstoffe aus dem Futter auch richtig aufnehmen kann, gibt es dazu am besten einen kleinen Schuss Leinöl. Fischöl ist sehr gesund für das Fell der Vierbeiner.
  3. Rohes Fleisch oder frische Knochen: So lange es kein Schweinefleisch ist, kann der Hund alle rohen Fleisch- und Knochenprodukte bekommen. Es ist ein Mythos, dass ein Hund keine Geflügelknochen fressen darf. Dies gilt nur für gekochte Knochen und hier für die Knochen von allen Tieren. Sobald diese gekocht sind, werden sie porös und können den Hund verletzen.
  4. Joghurt und Käse ist in geringen Mengen durchaus für den Hund geeignet. Gerade an warmen Tagen kann Joghurt beispielsweise mit Obst vermischt, eingefroren und dem Hund als Abkühlung geboten werden.

Welpenernährung – wichtige Tipps und Hinweise

Genau wie bei den Menschenbabys ist es auch bei Hundebabys notwendig, eine spezielle Ernährung anzubieten. Um einen Welpen richtig ernähren zu können, braucht es Erfahrung aber auch ein gutes Händchen, denn tatsächlich handelt es sich hierbei um eine echte Herausforderung. Damit der Hund weder über- noch unterversorgt wird, muss die Futtermenge genau abgemessen und die Zusammensetzung überprüft werden.

In erster Linie geht es bei einem Welpen um die Unterstützung für das Wachstum. Seine Knochen und Muskeln sind noch nicht fertig ausgebildet und daher sehr empfindlich. Das falsche Futter kann dafür sorgen, dass Welpen zu schnell wachsen und Probleme mit dem Bewegungsapparat bekommen. Besonders wichtig ist eine ausreichende Proteinzufuhr, die gewährleistet werden muss.

Diese kann nach und nach reduziert werden. Spezielles Welpenfutter von hoher Qualität ist auf die besonderen Ansprüche von jungen Hunden zugeschnitten und deckt deren Nährstoffbedarf. Daher ist es unbedingt notwendig, auf spezielles Welpenfutter zurückzugreifen.

Barfen – natürliche Ernährung für den Hund

Eine weitere Möglichkeit der artgerechten Ernährung ist das Barfen. Hierbei handelt es sich um die sogenannte „Rohfütterung“. Die Idee dahinter ist, dass der Hund seine Nahrung so erhält, wie er sie auch in freier Wildbahn zu sich nehmen würde.

Hier ist es jedoch besonders wichtig, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, diese mit Gemüse und Ölen anzureichern und so sicherzustellen, dass der Hund auch alle Nährstoffe erhält und aufnehmen kann. Dennoch stellt das Barfen durchaus eine gute Alternative zur klassischen Ernährung mit Trockenfutter oder Nassfutter dar.


Foto: © hramovnick – Fotolia.com

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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Author: Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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