Checkliste: Hunde richtig füttern, Teil 2

In diesem zweiten Teil werden weitere wichtige Punkte rund um das Thema “Hunde richtig füttern” beschrieben. Hundebesitzer, die rohes Fleisch oder Nassfutter füttern, wissen wie schwierig es bisweilen ist, dieses gut zu temperieren. Auch wird es kaum bei einer Fütterung gelingen, keine Flecken zu hinterlassen. Keime und Bakterien können sich schnell ansiedeln, die für den Hund gefährlich werden können.

Die einfachste Form für eine saubere und gesunde Fütterung ist das Trockenfutter. Aber nicht jeder möchte seinen Hund mit Trockenfutter ernähren. Also bleibt als Alternative entweder die Rohfütterung oder Nassfutter. Bei beidem muss man gut auf die richtige Temperatur achten. Nassfutter darf weder zu heiß noch zu kalt gefüttert werden. Das PLATINUM Fish+Chicken Menue schmeckt zimmertemperiert besonders gut. Ein großer Vorteil ist hierbei die Tetraverpackung, mit der das Menue seine Frische auch nach dem Öffnen behält. Der Umwelt zuliebe bleibt der Verpackungsmüll beim PLATINUM Tetra Recart recht klein.

Wie bereits im ersten Teil erwähnt, sollen Hunde direkt nach der Fütterung nicht bewegt werden. Das hängt aber nicht nur mit der Gefahr einer möglichen Magendrehung zusammen. Je ruhiger ein Hund verdauen kann, desto besser können Nährstoffe, Mineralstoffe und Vitamine vom Verdauungstrakt aufgespalten und verarbeitet werden. Hunde, die in dieser Phase immer wieder gestört werden, da sie während ihrer eigentlichen Ruhephase Gassi gehen oder Spielchen spielen, sind oftmals sehr unausgeglichen. Zu einer guten Ernährung und Erziehung des Hundes gehören neben den festen Fütterungszeiten, auch anschließende Ruhezeiten.

Hunde sind von Natur aus keine Fressmaschinen, dazu werden sie allerdings allzu gern “erzogen”. Ein Fastentag pro Woche schadet dem Hund nicht, sondern entspricht sogar dem natürlichen Rhythmus eines gesunden Hundes. Wie der Name schon sagt, wird der Hund an diesem Tag gar nicht gefüttert. Dem Hund gefällt das vielleicht nicht unbedingt, aber es schadet auch nicht. Man sollte dies ruhig einmal ausprobieren. Sollte der Hund einmal freiwillig auf sein Futter verzichten, ist das nicht schlimm. Wenn dieser Zustand allerdings andauert, oder der Hund nur noch sehr wenig frisst, sollte man einen Tierarzt aufsuchen.

Gut zu wissen – die verschiedenen Futterarten für den Hund

Bevor sich der Halter für eine Variante der Fütterung entscheidet, ist es grundsätzlich hilfreich zu wissen, welche Vor- und Nachteile die einzelnen Futterarten mit sich bringen. Daher gibt es nachfolgend eine Übersicht über die Futtermöglichkeiten an sich sowie deren Vor- und Nachteile. Wichtig zu wissen: Die genannten Vor- und Nachteile beziehen sich ausschließlich auf hochwertiges Futter, das hauptsächlich aus Fleisch besteht. Minderwertiges Futter ist in jeder Form schlecht für den Hund und kann seine Gesundheit beeinträchtigen:

  1. Das Trockenfutter
    Das Trockenfutter ist ein echter Klassiker in Bezug auf die Fütterung von Hunden. Die meisten Halter entscheiden sich für eine ausschließliche Trockenfutterfütterung, weil es die saubere und praktischste Variante ist.

    Vorteile:
    Lange Haltbarkeit
    Verschiedene Geschmacksvariationen
    Kann auf Vorrat gekauft werden
    Einfach zu transportieren – beispielsweise für den Urlaub
    Reinigung der Zähne des Hundes durch die harten Brocken
    In der Regel gut verträglich
    Nicht so geruchsintensiv
    Nachteile:
    keine Flüssigkeitszufuhr über das Futter
    wird nicht von allen Hunden angenommen
    meist nur in großen Säcken erhältlich

  2. Das Nassfutter
    Die zweite Fütterungsvariante ist das Nassfutter. Dies wird von Hunden besonders gut angenommen. Tiere, die kein Trockenfutter annehmen, werden daher meist mit Nassfutter gefüttert.

    Vorteile:
    Sehr hoher Feuchtigkeitsgehalt
    Ideal für Hunde, die wenig trinken
    Guter Geschmack für den Hund
    Auch in kleinen Portionen erhältlich
    Verschiedene Sorten vorhanden
    Geschlossen lange haltbar
    Nachteile:
    unangenehmer Geruch
    nach dem Öffnen nicht lange haltbar
    viel Verpackungsmüll
    teurer als Nassfutter
    beansprucht die Zähne des Hundes nicht

  3. Das Barfen
    Deutlich weniger eingesetzt bei Hunden wird das Barfen. Die Rohfütterung ist eigentlich die natürlichste Ernährungsweise des Tieres. Gleichzeitig ist sie aber auch mit viel Aufwand und hohen Kosten verbunden.

    Vorteile:
    Besonders artgerecht
    Viel Abwechslung für den Hund
    Zutaten sind immer komplett bekannt
    Kann auf den Hund angepasst werden
    Aufnahme von Wasser durch das Fleisch
    Optimal für Allergie-Hunde
    Nachteile:
    es kann viel falsch gemacht werden
    teuer durch den Ankauf von frischen Waren
    es besteht die Möglichkeit, dass der Hund falsch ernährt wird
    Gefahr von Mangelerscheinungen

    Barfen ist grundsätzlich mit mehr Aufwand verbunden. Das beginnt bereits bei der Suche nach einem guten Lieferanten und geht bis hin zur Zusammenstellung des Futters. Richtig gemacht ist es für den Hund jedoch eine Bereicherung.

Abwechslung beim Futter – aber in Maßen

Hunde mögen genau wie Menschen Abwechslung in der Menueauswahl. Dabei sollte die vollwertige Ernährung aber immer vorrangig sein. Bei der Zusammenstellung des Futters sollten einige Grundregeln beachtet werden. Ein ständiger Wechsel zwischen Nassfutter und Trockenfutter ist genauso zu vermeiden, wie ein häufiger Wechsel zwischen Futtermitteln verschiedener Hersteller.

Das ist auch gar nicht notwendig, denn der Wechsel in der Geschmacksrichtung ist vollkommen ausreichend. Hat der vierbeinige Freund bisher das PLATINUM Adult Chicken bekommen, kann es doch auch mal Lamb+Rice oder Iberico+Greens sein. Vielleicht mit ein bisschen Nassnahrung in der Geschmacksrichtung Fish+Chicken gemischt, natürlich auch von PLATINUM, um den Herstellerwechsel zu vermeiden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, verschiedene Fleischsorten (bei Trockenfutter) zu mischen und somit ebenso einen neuen Geschmack zu erzielen. Man wird schnell merken, welche Sorten der Hund am Liebsten mag.

Es sollte vermieden werden, Trockenfutter und Nassfutter bei einer Mahlzeit miteinander zu vermischen. Viele Halter geben ein wenig Nassfutter in den Napf und füllen dann mit Trockenfutter auf. Das ist zwar gut gemeint, für den Hund aber alles andere als gesund. Das Problem liegt hierbei darin, dass beide Futterarten unterschiedlich lange verdaut werden. So kommt es in Magen und Darm des Hundes zu einem Gärprozess, der eine Entzündung sowie Erbrechen und Durchfall hervorrufen kann. Deshalb muss aber nicht auf die Kombination von Nass- und Trockenfutter verzichtet werden. So kann beides in zeitlichen Abständen gegeben werden.

Futterwechsel aber bitte richtig

Manchmal muss der Futterwechsel einfach sein. Vielleicht hat der Halter den Hund gerade aus dem Tierheim oder vom Züchter geholt und möchte ein anderes Futter geben. Vielleicht hat er sich auch einfach entschieden, generell eine andere Sorte zu füttern. Nun könnte man einfach warten, bis das alte Futter aufgebraucht ist und dann das neue Futter geben. Das ist jedoch nicht empfehlenswert und kann zu Verdauungsproblemen und Unverträglichkeiten führen. Besser ist es, die Umstellung langsam durchzuführen und es auf diese Weise dem Hund leicht zu machen. Daher sollte das neue Futter bereits gekauft werden, wenn vom alten Futter noch eine gewisse Menge vorhanden ist.
So funktioniert die Futterumstellung:

Tag 1: Unter das alte Futter wird eine Hand voll von dem neuen Futter gemischt
Der Hund und sein Stuhlgang sowie sein Verhalten werden beobachtet
Tag 2: Noch einmal dieselbe Menge neues Futter wird untergemischt. Das Verhältnis ist am besten 1/3
Tag 3: Der Anteil an neuem Futter wird erhöht, dafür ein Teil von dem alten Futter weggelassen.
Tag 4: Gleiche Vorgehensweise wie bei Tag 3.
Tag 5: Jetzt ist die Futtermischung 50:50
Die Futtermischung 50:50 sollte nun zwei bis drei Tage gegeben werden
Tag 9: Unter das neue Futter wird noch ein Teil des alten Futters gemischt
Tag 10: Der Hund kann das neue Futter bekommen

Wichtig ist es, den Hund bei der Umstellung immer im Auge zu behalten, sein Verhalten zu beobachten und zu schauen, wie sich sein Stuhlgang verändert. Manche Hunde brauchen auch ein wenig länger, um sich auf ein neues Futter einzustellen.

Achtung: Auch Hunde können Allergien haben. Wenn der Halter eine Allergie vermutet, dann ist der Besuch beim Tierarzt unbedingt notwendig. Dieser kann einen Test machen. Allergien auf das Futter äußern sich ganz unterschiedlich. Verdauungsprobleme, Ausschlag, trübe Augen oder auch ein stumpfes Fell können sich hier zeigen.

 

Frisches Wasser sollte immer zur Verfügung stehen

Frisches Wasser sollte immer zur Verfügung stehenDas Thema Wasser ist so wichtig, dass es noch einmal separat erwähnt wird. Bitte immer daran denken, ausreichende Mengen an frischem Wasser zur Verfügung zu stellen. Finger weg von kohlensäureversetztem Wasser und auch von jeglichen anderen Getränken. Diese sind für den Menschen geeignet, nicht für den Hund.

Das Trinkwasser sollte nicht abgestanden sein und auch regelmäßig gewechselt werden. Hunde, die bevorzugt mit Trockenfutter ernährt werden, benötigen mehr Wasser. Beim Trockenfutter ist in der Regel die Feuchtigkeit bis auf zehn Prozent entzogen, wodurch ein größerer Bedarf an frischem Wasser besteht. Beim PLATINUM Trockenfutter ist der Feuchtigkeitsgehalt sehr hoch und das Futter selbst ist nicht so trocken wie man es normalerweise von Trockenfutter kennt. Auch wenn der Hund nur einmal täglich gefüttert wird, so muss er jederzeit Zugriff auf frisches Wasser haben.

Der Futterplatz – ein unterschätztes Thema

Zu guter Letzt möchten wir noch auf den Futterplatz des Hundes eingehen, der durchaus eine wichtige Rolle beim Fressverhalten des Tieres spielen kann. Wichtig ist es, dass der Vierbeiner seinen festen Futterplatz bekommt. Der Wassernapf steht immer an derselben Stelle und der Fressnapf wird zu Fütterungszeit dann dazugestellt. So weiß der Hund, wo er das Wasser finden kann. Die Näpfe sollten rutschfest sein, damit der Hund in Ruhe fressen kann. Falls in einer Familie mehrere Hunde wohnen, hat jeder Hund seinen eigenen Napf. Die gleichzeitige Fütterung ist nur dann zu empfehlen, wenn die Hunde nicht futterneidisch sind. Wo sich der optimale Futterplatz befindet, lässt sich nur schwer sagen. Viele Hundehalter füttern in der Küche oder im Flur, da sich hier mögliche Verschmutzungen meist schnell reinigen lassen.

Wichtig ist auch eine regelmäßige Reinigung der Näpfe. Sowohl der Wasser- als auch der Futternapf sollten täglich gesäubert werden, damit sich hier keine Bakterien festsetzen können. Gleiches gilt für den Boden rund um den Futternapf. Allerdings ist auf Chemikalien bitte zu verzichten. Viele Hunde lecken nicht nur den Napf leer, sondern säubern mit der Zunge auch rundherum. Chemikalien können so von dem Hund aufgenommen werden. Besser ist es, mit klarem Wasser täglich zu reinigen, so dass sich hier keine Keime und Bakterien auf die Dauer festsetzen können.


Bildnachweise: Titelbild © schwarzer.de

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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Author: Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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2 Kommentare

  1. Hallo ich heiße petra van ree möchte gerne wissen ob ein hund bläterteich essen darf

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    • Hallo Petra, im Blätterteig ist Hefe enthalten, was Gärung und damit zur Aufblähung führen kann. Daher: Blätterteig für Hunde ist ein NoGo. Wenn dr Hund schon rohen Blätterteig gegessen hat, sollte man schnell zum Tierarzt gehen und sich ein Brechmittel geben lassen. Es gilt zu verhindern, dass der Blätterteig in den Darm gelangt. Wenn der Blätterteig länger als zwei Stunden „im Hund“ ist, reicht Erbrechen oft nicht. Dann muss das Ganze anders raus. Hier emfpiehlt es sich, Sauerkraut fressen zu lassen. Das führt meist ab und hilft auch, den Teig zu verarbeiten. Wenn du unsicher bist, dein Tier Schmerzen in der Magen-Darm-Gegend hat, evtl. etwas merkwürdig geht, keinen Kotabsatz hat, stark erbricht, aufgebläht wirkt, dann sofort zum Tierarzt gehen.

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