Hundesteuer FAQ: Die Antworten auf alle wichtigen Fragen
Jul25

Hundesteuer FAQ: Die Antworten auf alle wichtigen Fragen

Sie ist vielen Hundebesitzern ein Dorn im Auge: die Hundesteuer. Frauchen und Herrchen halten sie für ungerechtfertigt, Hundegegner wollen, dass sie möglich hoch ist. Doch obwohl fast jeder eine eigene Meinung über die Hundesteuer hat, wissen viele Menschen recht wenig über sie. Fragen, Antworten und interessante Fakten zur Hundesteuer finden Sie hier. Das Geburtsland der Hundesteuer: Großbritannien Im Jahr 1796 führte Großbritannien als erstes Land der Welt eine allgemeine, staatliche Hundesteuer ein. 1990 schafften die Briten die Hundesteuer dann wieder ab. Die meisten europäischen Länder kannten eine Hundesteuer, haben sie im Laufe der Zeit jedoch abgeschafft. In Dänemark gibt es bereits seit 1972 keine Hundesteuer mehr, sieben Jahre später entschlossen sich auch die Franzosen dazu, diese Steuer anzuschaffen. Auch in Schweden, Belgien, Spanien, Ungarn, Kroatien und Griechenland zahlen Hundehalter keine Steuern für ihre Vierbeiner mehr. In Deutschland kam in der Mitte des 18. Jahrhunderts ein Scharfrichter aus Dresden auf die Idee, eine Hundesteuer einzuführen, konnte sich mit seinem Vorschlag aber nicht durchsetzen. Die erste deutsche Stadt, die die allgemeine Hundesteuer eingeführt hat, war die Stadt Offenbach im Jahr 1807. Damals betrug die Steuer eine Reichsmark und war zur Tilgung der städtischen Kriegsschulden gedacht. Allgemeines zur Hundesteuer: Wer sie erhebt und wo man was zahlt Generell haben die Gemeinden das Recht, die Hundesteuer zu erheben. Sie muss als Jahressteuer pro gehaltenem Hund gezahlt werden und ist eine sogenannte Aufwandsteuer. Als Rechtsgrundlage für die Erhebung der Hundesteuer gilt die kommunale Hundesteuersatzung, die auf dem Kommunalabgabengesetzt des jeweiligen Bundeslandes beruht. In den Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen gilt das Hundesteuergesetz. Die Hundesteuer ist eine direkte Steuer, der Steuerträger und Steuerpflichtiger ist der Hundehalter. Sie wird in fast allen Gemeinden in Deutschland erhoben, in Baden-Württemberg und dem Saarland sind die Kommunen sogar zur Erhebung verpflichtet. Zu den wenigen, hundesteuerfreien Gemeinden gehören Eschborn und Windorf. Verwaltet werden die Steuer und der dazugehörige Ertrag von den Städten und Gemeinden. Sie legen auch die Höhe und Möglichkeiten der Befreiung von der Steuer fest.Die Hundesteuer ist eine direkte Steuer, der Steuerträger und Steuerpflichtiger ist der Hundehalter. Die Höhe der Abgabe unterscheidet sich von Gemeinde zu Gemeinde und ist nicht selten erheblich. Im Jahr 2015 stellet die Stiftung Warentest bei ihrem Vergleich in 70 verschiedenen Städten und Gemeinden Beträge in einer Höhe zwischen 0 und 186 Euro fest. Hier sehen sie die Höhe der Steuer für den ersten Hund in den verschiedenen Städten und Gemeinden. Die kommunale Aufwandssteuer wurde ursprünglich nur für die Haltung von Hunden erhoben. Nach zunehmender Kritik verlangen einige Gemeinden mittlerweile aber auch eine Pferdesteuer. Die Höhe der Hundesteuer wird in der Regel für jeden weitern Hund pro Haushalt und nicht pro Halter vervielfacht. Für...

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Hund ableinen: Ein sicherer Rückruf ist Grundvoraussetzung
Jul19

Hund ableinen: Ein sicherer Rückruf ist Grundvoraussetzung

Will man seinen Hund ableinen sollten einige Grundvoraussetzungen geschaffen werden. Freilauf ist wichtig für einen Hund und jeder sollte diesen seinem Hund auch ermöglichen – allerdings nur wenn es erlaubt ist und der Hund sicher hört sollte man den Hund ableinen. Hunde dürfen grundsätzlich nur von der Leine, wenn sie sicher wieder zurückkommen. Und wenn der Rückruf bei ihnen funktioniert. Funktionieren bedeutet in diesem Fall nicht, zwanzig Versuche und bei einem Mal kommt der Hund – weil es heute regnet oder es zu warm ist. In dem Moment wo ich meinen Hund rufe kommt er zu mir zurück und zwar direkt und nicht erst nach einer Stunde. Erst wenn das sicher funktioniert sollte man den Hund ableinen. Wie man den Rückruf trainieren kann, haben wir in folgendem Artikel beschrieben: „Rückruftraining: Hund abrufen trainieren“. Es gibt ganz unterschiedliche Methoden und Trainingsansätze. Fragt man verschiedene Hundetrainer zum Thema „Hund ableinen“ bekommt man wahrscheinlich genauso viele unterschiedliche Methoden vorgeschlagen. Auch in diesem Artikel sind persönliche Erfahrungen zusammengefasst, die bei meinen Hunden funktioniert haben. Hund ableinen – beim Welpen von Anfang an trainieren Der Welpe orientiert sich sehr stark an seinem Besitzer, denn er ist jetzt neu in diesem Haushalt und seine Mutter und seine früheren Bezugstier und Menschen sind nicht mehr da. Er wird deshalb nicht direkt weg laufen, sondern bleibt sowieso in der Nähe, das kann man sehr gut nutzen um neben der Leinenführigkeit dem Hund auch das Ableinen beizubringen. Und zwar gleich von Anfang an. Denn ist der Hund älter und hat zuvor nicht gelernt abgeleint zu laufen, wird es schwieriger. Ist er erst einmal in der Pubertät, sollten Hund ableinen und Rückruf bereits sicher sitzen. Denn umso älter der Hund wird, umso sicherer wird er auch und wird die Welt um sich herum erkunden. Ich kann immer nicht so ganz verstehen, wieso 12 Wochen alte Welpen mit Schleppleine durch die Gegend laufen müssen. Gerade bei einem Welpen ist das wirklich sehr einfach. Der Welpe folgt einem direkt, wenn man sich von ihm entfernt und wenn man das dann direkt und natürlich überschwänglich lobt und belohnt verknüpft er auch den Zusammenhang. Video: Rückruf Kommando Und wenn der Tag kommt, wo er dann das erste Mal nicht gleich kommt, Richtung wechseln und weggehen. Kein Welpe wird den Stinkefinger zeigen und davon laufen. Selbst wenn es ein kleines Weilchen dauert, irgendwann kommt er ganz schnell zurück gerannt. In diesem Fall lobe ich nicht, sondern mache ohne einen Kommentar die Leine an den Hund. Beim nächsten Spaziergang geht der Hund dann ausschließlich an der Leine und wird erst beim übernächsten Mal wieder abgeleint. Wenn er dann wieder sofort auf Rückruf zurück kommt wird...

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Leptospirose Impfung beim Hund: Impfen oder nicht?
Jul18

Leptospirose Impfung beim Hund: Impfen oder nicht?

Bei der Leptospirose handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien übertragen wird. Mit Leptospirose infizierte Hunde können unterschiedliche Krankheitsverläufe zeigen – in einigen Fällen kann diese Krankheit sogar tödlich enden. Aus diesem Grund ist es dringend zu empfehlen, Tiere gegen diese Krankheit impfen zu lassen. Leptospirose: Die Krankheit Die Leptospirose ist eine bakterielle Erkrankung, die weltweit auftritt. Da es sich bei dieser Infektionskrankheit um eine Zoonose handelt, das heißt dass die Erreger vom Tier auf den Menschen übertragen werden können, müssen sämtliche Erkrankungsfälle beim Veterinäramt gemeldet werden. Leptospirose wird durch Bakterien, den sogenannten Leptospiren, verursacht, die sich durch ihre besondere schraubenartige Form und hakenähnlichen Enden auch aktiv in der Umwelt bewegen und verbreiten können. Besonders in stehenden Gewässern sowie bei warmen Temperaturen fühlen sich diese Bakterien wohl, weshalb die Infektionsgefahr in erster Linie im Sommer am höchsten ist. Bei diesen Bakterien werden mehr als 260 Arten unterschieden, den sogenannten Serovaren. Sämtliche Wildtiere dienen den Leptospiren als Erregerreservoir; für den Hund bildet die Ratte eine besonders hohe Infektionsquelle. Die Ansteckung kann durch den direkten Kontakt mit Urin erfolgen, über den die Bakterien ausgeschieden werden, wie beispielsweise dem Trinken aus Pfützen, oder auch durch Paarung, Bisse oder den Kontakt mit kontaminierter Umwelt wie dem Schlafplatz, Erde, Futter etc. Jagdhunde, ländlich lebende Hunde sowie Hunde, die gerne schwimmen gehen, wie beispielsweise Retriever, sind aus diesem Grund besonders gefährdet. Gelangen die Erreger über den Nasen-Rachen-Raum oder die Haut in den Körper, werden sie über die Blutbahn zu Organen wie der Leber, dem Zentralen Nervensystem, der Milz, den Nieren, den Geschlechtsorganen oder auch den Augen weitertransportiert. Durch die rasche Vermehrung der Leptospiren kann es zu schweren Organschäden kommen. Die auftretenden Symptome sind meist unspezifischer Natur. Dazu zählen beispielsweise: • Lethargie • Atemnot • Fieber • Erbrechen • Durchfall • Lungenprobleme • Appetitlosigkeit • Depressionen • Abdominale Schmerzen. Bei einigen Arten dieser Bakterien, wie dem Auslöser der Stuttgarter Hundeseuche, ist der Krankheitsverlauf besonders schwer, da bei diesem Erreger die Nieren befallen werden und dadurch deren Funktionsfähigkeit stark eingeschränkt wird. Vor allem für ungeimpfte Hunde kann eine Infektion mit einem solchen Erreger tödlich verlaufen, da die Organe schwer beschädigt werden oder der Kreislauf des Hundes versagt. Im Allgemeinen ist der Verlauf dieser Krankheit jedoch abhängig von Faktoren wie Alter des Tieres bzw. der Fähigkeit, spezifische Antikörper zu produzieren. Besonders gefährdet sind Welpen unter sechs Monaten ohne ausreichenden Impfschutz sowie alte bzw. gesundheitlich angeschlagene Hunde. Die Leptospirose kann auch komplett ohne Symptome verlaufen, wobei der infizierte Hund in einem solchen Fall dennoch als Erregerausscheider eine Infektionsquelle für andere Tiere und Menschen darstellt. Leptospirose:Die Impfung Nach den Deutschen Impfempfehlungen für die Kleintierpraxis zählt die Impfung gegen...

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Chlamydien beim Hund: Was kann man als Hundehalter tun?
Jul04

Chlamydien beim Hund: Was kann man als Hundehalter tun?

Eine Infektion mit Chlamydien ist nicht nur für Menschen ein Risiko. Auch Chlamydien beim Hund oder der Katzen sind möglich. Aber was kann man als Hundehalter tun, wenn der eigene Vierbeiner von einer Chlamydieninfektion betroffen ist? Was sind Chlamydien eigentlich? Der Begriff „Chlamydien“ umfasst eine Gruppe von Erkrankungen, von der nicht nur Säugetiere, sondern auch Reptilien und sogar Vögel betroffen sein können. Unter den vielen verschiedenen Arten gibt es die allgemein bekannte Erkrankung, die durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen wird, aber auch Arten der Infektion, die nur bei Tieren vorkommen. Schafe können sich infizieren, Chlamydien beim Hund sind ebenfalls möglich. Die Krankheit kann außerdem von einem Tier auf einen Menschen übertragen werden. Quellen für diese Infektionen, auch Zoonose genannt, sind in der Regel keine Hunde, sondern Schafe oder auch Katzen. Die Infektion mit Chlamydien passiert durch Bakterien. Diese Bakterien besitzen eigene DNS und RNS, vermehren sich durch Teilung und weisen einen eigenen Stoffwechsel auf. Lange Zeit ging die Medizin davon aus, dass es sich bei dem Erreger um einen Virus handelt. Einige Arten der Bakterien befallen ausschließlich den Menschen wie etwa Chlamydia trachomatis. Andere Bakterien kommen bei Mensch und Tier vor. Dazu gehört zum Beispiel der Erreger Chlamydophila psittaci. Chlamydien beim Hund: Krankheitsbilder und Symptome erkennen Die Krankheitsbilder bei einer Infektion mit Chlamydien sind vielfältig. Dazu gehören zum Beispiel:  Bindehautentzündungen (Konjunktivitis)  Lungenentzündungen (Pneumonie)  Gelenkentzündungen (Polyarthritis)  Darmentzündungen (Enteritis)  Hirnhautentzündungen (Meningitis)  Infektionen der Genitalorgane, die zum Abort (Fruchttod) führen können Aufgrund der verschiedenen Arten von Chlamydien sind die Symptome beim Menschen sehr vielfältig. Die durch Geschlechtsverkehr übertragbare Infektion zum Beispiel macht sich in vielen, aber nicht allen Fällen durch Brennen und Schmerzen beim Urinieren bemerkbar. Beim Hund kommt eine Infektion mit Chlamydien eher selten vor, Katzen hingegen sind weitaus häufiger betroffen. Berichte über Chlamydieninfektionen bei Hunden liest man auch deshalb nicht so oft, weil die vielfältigen Krankheitsbilder eine Diagnose schwierig machen. Mögliche Symptome umfassen hohes Fieber bis 42 °C, Husten, eine Lungenentzündung, Bronchitis, generelle Energielosigkeit, Erbrechen und Durchfall. Chlamydien beim Hund können akut oder chronisch verlaufen. In der Regel handelt es sich bei der Infektion mit Chlamydien um eine sogenannte Tröpfeninfektion.  eine Schmierinfektion ist eher selten, aber möglich. Ein Hund kann sich zudem durch den Verzehr oder den bloßen Kontakt mit infizierten Vogelkadarvern oder auch Vogelkot anstecken. Es ist nicht bekannt, welche Menge an Erregern für eine Infektion nötig ist. Ebenfalls unbekannt ist der Ausscheideweg der Bakterien. Es ist also theoretisch durchaus möglich, sich als Hundehalter an den Bakterien im Kot oder im Speichel des eigenen Hundes anzustecken. Welpen können sich zudem bei der Geburt infizieren. Auch eine Übertragung vom Menschen auf den Hund können Mediziner nicht ausschließen. Während für Erkrankungen bei...

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