Nahrungsunverträglichkeiten bei Hunden: Was kann man tun?
Aug22

Nahrungsunverträglichkeiten bei Hunden: Was kann man tun?

Wie Menschen können Hunde unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten leiden. Im Grunde ähnelt dies einer Allergie: Der Organismus identifiziert einen Bestandteil des Futters als Feind und setzt das Abwehrsystem in Gang. Allergien vergleichbare Nahrungsunverträglichkeiten bei Hunden gehen also mit einer Überreaktion des Immunsystems einher. Davon abzugrenzen ist die Futtermittelintoleranz. Hier wird einfach ein Bestandteil des Futters nicht vertragen, das Abwehrsystem reagiert jedoch nicht darauf. Symptome der Nahrungsunverträglichkeiten bei Hunden Nahrungsunverträglichkeiten bei Hunden können sich auf vielseitige Weise äußern, was eine Diagnose erschwert. Neben Blähungen, Durchfall und Erbrechen sind Juckreiz und Hautveränderungen möglich. Die Haut kann schuppen, womöglich haart der Hund stark, es können offene Stellen auftreten, oft wirkt das Fell stumpf. Erkältungsähnliche Symptome sind ebenfalls möglich. Allerdings treten einige Symptome auch bei verschiedenen Erkrankungen auf und Haut- und Fellprobleme sind grundsätzlich recht unspezifisch. So sind an Magen-Darm-Störungen ebenso wie bei Hautveränderungen häufig Parasiten beteiligt. Verdauungsbeschwerden und Husten oder Niesen sind außerdem typische Symptome einer Infektion. Organerkrankungen führen je nach Art zu ähnlichen Problemen und Störungen des Hormonhaushalts oder eine Schilddrüsenfehlfunktion sind auszuschließen. Leidet ein Hund an entsprechenden Beschwerden, ist daher ein Tierarztbesuch ratsam. Das ist auch wichtig, da langfristig die gesamte Konstitution leiden kann, was Folgeerkrankungen begünstigt. Insbesondere bei jungen Hunden sind im Extremfall Wachstumsstörungen und Mangelerscheinungen möglich. So weit kommt es jedoch nicht, wenn bei Auffälligkeiten eine Diagnose nebst geeigneten Maßnahmen eingeleitet wird. Was können die Ursachen sein? Bei einer Überreaktion des Abwehrsystems bekämpft der Organismus meist eiweißhaltige Nährstoffe aus bestimmten Quellen. Es handelt sich dabei um langkettige Eiweißbausteine, die häufig aus Getreide, Rindfleisch, Huhn, Milchprodukten oder Soja stammen. Für eine Nahrungsunverträglichkeit bei Hunden können weiterhin künstliche Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker, Aromen und Konservierungsstoffe verantwortlich sein. Andere begünstigende Faktoren sind Nahrungsmittel aus hormon- oder medikamentenbelasteter Quelle. In Trockenfutter können sich Milben ansiedeln, deren Ausscheidungen zu allergischen Symptomen führen. Eine Belastung des Futters mit Keimen oder Pilzsporen führt bei einigen Hunden zu Reaktionen. Manche Rassen sind empfindlicher gegenüber verschiedenen Nährstoffen als andere. So werden Nahrungsunverträglichkeiten bei Hunden häufiger bei West Highland White Terriern, Cocker Spanieln, Labrador Retrievern und weißen Schäferhunden festgestellt. Andere Rassen hingegen sind für Intoleranzen bekannter als andere – so können oft English und Irish Setter kein Gluten verwerten. Derartiges ist auch von Wolfshunden bekannt: Der Verdauungstrakt von Wölfen ist genetisch nicht auf die Aufnahme und Verwertung von Getreide ausgerichtet, was sich auf deren Mischlinge überträgt. Nahrungsunverträglichkeiten bei Hunden diagnostizieren Eine Diagnose von Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei Hunden erfolgt je nach Symptomen häufig im Ausschlussverfahren. Äußern sich die Symptome in Verdauungsproblemen oder ähneln sie einer Erkältungskrankheit, erfolgt zunächst eine Untersuchung auf Infektionserkrankungen. Ergänzend können Blut- und Kotanalysen durchgeführt werden, um neben einer Infektion auch den Parasitenbefall auszuschließen. Ein einfaches Blutbild gibt zugleich Hinweise...

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Englische Bulldogge: Herkunft, Namensgebung und Rasseinfos
Aug21

Englische Bulldogge: Herkunft, Namensgebung und Rasseinfos

Beinahe wäre der knufflige Englische Bulldog Anfang des 18. Jahrhunderts ausgestorben, denn zunächst war er als Kampfhund zum sogenannten „Bullbaiting“ – eine Art Volksbelustigung im mittelalterlichen England – herangezüchtet worden. Doch Liebhaber hatten glücklicherweise seinen hervorragenden Charakter erkannt und verwandelten ihn durch geschickte Zuchtauswahl zum angenehmen Haushund mit äußerst liebenswürdigen Eigenschaften. English Bulldog: Rassehund der Nation Seither ist er ein Rassehund, der zum Symbol einer ganzen Nation wurde: Die Briten lieben ihn und auf vielen Postkartenmotiven in Großbritannien ist der kleine Kerl zu finden. Auch in Deutschland wird er wegen seiner ruhigen, zurückhaltenden und durchaus sportlichen Art geschätzt. Außerdem ist er von starker, unerschrockener Natur und wurde in viele andere Rassen eingekreuzt. Warum der Bully Bulldog heißt Die Englischen Bulldoggen stammen direkt von den Molossern ab, den Kampfhunden aus der Antike. Im 16. und 17. Jahrhundert wurden sie in England zum „Bullbaiting“ eingesetzt, bei dem Kampfhunde auf angebundene Stiere gehetzt werden. Diese Kämpfe wurden wie Theaterstücke zur Unterhaltung des Publikums aufgeführt und es wurden dafür sogar eigene Kampf-Arenen gebaut. Aus dieser als unterhaltend empfundenen Sportart erhielten die Molosser schließlich im Jahre 1632 den Namen Bulldogge. Video: Lustige Bulldogge Und Baby Video. Compilation [Neue Hd] Bulldoggen starben fast aus Das sogenannte „Bullbaiting“ wurde im Jahre 1835 vom britischen Parlament untersagt und das schien beinahe das Ende der Bulldoggen zu bedeuten. Eine Zeitlang verschwanden die Hunde nahezu komplett von der Bildfläche, bis Mitte des 19. Jahrhunderts ein Umdenken bei den Züchtern einsetzte. Einige Hunde-Liebhaber waren von seinem hervorragenden Charakter sehr fasziniert und führten die ursprünglichen Kampfhunde durch Zuchtauswahl zu dem angenehmen Haushund, wie wir ihn heute kennen: ruhig, freundlich und gutmütig. 1864 wurde schließlich der erste Bulldogclub gegründet und 1865 ein einheitlicher Rassestandard festgelegt. Rasse schon vor Christi Geburt bekannt Vermutlich haben die Phönizier im 6. Jahrhundert vor Christi ihre asiatischen Molosser auf die britischen Inseln gebracht, wo sie auf große, schwere doggenähnliche Tiere trafen und sich schließlich eine ganz eigene, kleinere Molosser-Rasse entwickelte. Urkundlich erwähnt wird die Rasse erstmals im Jahre 1209: Einige mutige Bulldogs sollen damals zwei streitende Bullen getrennt haben. Danach entwickelte sich das Bullbaiting weiter zur Volksbelustigung. Aussehen und Körperbau der Englischen Bulldogge Die Englische Bulldogge ist eher von gedrungener Gestalt: Durch den eher tief gestellten, breiten Körperbau ist er ein kraftvoller und kompakter Hund. Im Verhältnis zum Körper ist der Kopf recht groß. Der Fang ist breit, stumpf und nicht übermäßig nach oben gerichtet. Insgesamt ist der Körper ziemlich kurz, die Hinterhand hoch, was ihm von der Statur her ein kräftiges und bulliges Aussehen her verleiht. Dadurch haben die Bulldogen auch einen etwas eigenartigen, watschelartigen Gang. Mittlere Größe und Gewicht Die Englische Bulldogge ist mittelgroß und...

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Deutsche Dogge: Wissenswertes und Infos zur Hunderasse
Aug14

Deutsche Dogge: Wissenswertes und Infos zur Hunderasse

Zugegeben, diese riesigen Vierbeiner sind nicht jedermanns Sache: Groß wie ein Kalb, kann sie über 100 Kilogramm Gewicht auf die Waage bringen. Die Rede ist von der Deutschen Dogge. Prominentes Beispiel ist die Deutsche Dogge Giant George aus Arizona – sie wiegt bei einer Größe von 2,02 Metern aufrecht stehend 111 Kilogramm und hat es damit geschafft, als „größter Hund der Welt“ ins Guinness Buch der Rekorde zu kommen. Im Bundesstaat Pennsylvania ist die Deutsche Dogge übrigens der offizielle „State Dog. Auch in Deutschland ist der oft als „größter Schoßhund der Welt bezeichnete Vierbeiner beliebt: Die Deutsche Dogge steht laut der jährlichen Statistik des Verbands für deutsches Hundewesen (VDH) seit einiger Jahren schon kontinuierlich an der neunten Stelle der Beliebtheitsskala für Rassehunde in Deutschland. Doggen schon in der Urzeit verbreitet? Abbildungen von doggenähnlichen, sehr großen Hunden gibt es bereits auf Wand- und Höhlenmalereien von vor über 2.000 Jahren. Forscher bezweifeln jedoch einen Zusammenhang mit den jetzigen Deutschen Doggen. Video: Alles über die Deutsche Dogge Ursprung der Rasse Die heutige Rasse der Deutschen Dogge ist vermutlich aus den Bullen- oder Bärenbeißern hervorgegangen, die selbst wiederum eine Mischung zwischen dem starken Mastiff englischer Prägung und einem schnellen, wendigen Windhund waren. Die doggenartigen, mächtigen Hunde waren im Mittelalter in vielen Ländern Europas zu finden und dienten ursprünglich zur Jagd auf wehrhaftes Wild. Später wurden sie als Sauhunde zur Jagd auf Wildschweine, Bären sowie zur Büffel-Ochsen-Hatz“ (Wisente) eingesetzt. Um 1700 wurden diese Jagden oft auch als „Schaujagden“ durchgeführt, also inszenierte Veranstaltungen für adlige Gesellschaften. Wo keine Wildtiere zur Verfügung standen, wurde auf Bullen ausgewichen. Bullenbeißer hielten zudem als Fleischerhunde Rinder auf Viehmärkten oder während der Schlachtung fest, indem sie sich in die Nase des Tieres verbissen. Man unterscheidet bei den Bullenbeißern zwei Haupttypen: Den großen Danziger und den kleinen Brabanter Bullenbeißer, wobei der Danziger als Vorfahre der Deutschen Dogge und der Brabanter Vorfahre des Boxers angesehen wird. Entwicklung der Rasse Deutsche Dogge Aus den groß gewachsenen Brabantern entwickelte sich nach und nach die Dogge. Sie war zunächst unter verschiedenen Namen wie Dänische Dogge, Englische Dogge, Ulmer Dogge, Hatzrüde, Saupacker und Große Dogge, je nach Farbe und Größe des Hundes, bekannt. Äußerst beliebt waren diese Hunde an den adeligen Höfen. Sie wurden sehr gut gepflegt und ausgebildet. Nachdem das Jagdgeschehen der höfischen Gesellschaft Ende des 19. Jahrhunderts immer mehr an Bedeutung verlor, wurde die Dogge immer mehr von Privatleuten gehalten. 1876 wurden schließlich die verschiedenen Doggen-Rassen unter dem Namen Deutsche Dogge zusammengefasst, 1880 die ersten Standards zur Reinzucht aufgestellt. Der bis heute bestehende „Deutsche Doggen-Club“ wurde 1888 gegründet und ist nach wie vor für die Einhaltung des FCI-Standards für die Deutsche Dogge zuständig. Edles...

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Einmaleins des Clickertrainings für Hunde
Aug07

Einmaleins des Clickertrainings für Hunde

Das Clickertraining erfreut sich bei Tierhaltern einer wachsenden Beliebtheit. Dieses sogenannte Markertraining hilft dabei, den Hund zu erziehen und ihn zu beschäftigen. Beim Markertraining wird der Vierbeiner auf ein Wort oder ein bestimmtes Geräusch konditioniert, indem darauf immer eine positive Bestätigung folgt. Das Clickertraining: Was gibt es zu beachten? Im Fall des Clickertrainings wird das Tier also auf das klickende Geräusch des Clickers konditioniert. Sie können Ihrem Hund mit dem Clickertraining beibringen, welche Verhaltensweisen erwünscht und richtig sind. Nützlich erweist sich das vor allem, wenn der Hund Kommandos und Tricks erlernen soll. Aber auch bei der grundlegenden Erziehung, in diversen Hundesportarten und bei Problemhunden hat sich das Clickertraining bewährt. Mit dem Clickertraining können Sie Ihren Hund präzise loben, ohne dass eine körperliche Einwirkung erforderlich ist. Das ist gerade bei ängstlichen oder scheuen Hunden ein großer Vorteil. Auswahl eines geeigneten Clickers Bevor Sie mit dem Clickertraining beginnen können, benötigen Sie einen Clicker. Dies ist das Gerät, das auf Knopfdruck ein „Klick-Signal“ aussendet. Die Clicker-Auswahl ist umfangreich. Welches Modell für Sie und Ihren tierischen Begleiter am besten geeignet ist, hängt von verschiedenen Aspekten ab. So spielen der Einsatzzweck und der Charakter Ihres Hundes eine wichtige Rolle. Für ängstliche Hunde eignet sich ein leiser Clicker und für mehrere Fellnasen sollte ein Multi-Clicker verwendet werden.   Konditionierung auf den Clicker Das Hundefutter ist eine Möglichkeit zur Kommunikation mit dem Vierbeiner und spielt beim Clickertraining eine wichtige Rolle. Üblicherweise wird der Hund nämlich mit schmackhaften Leckerlis auf den Clicker konditioniert. Dabei gehen Sie wie folgt vor: Ziehen Sie sich mit dem Hund in einen ruhigen Raum zurück. Knien Sie sich vor ihn und warten Sie, bis Sie die Aufmerksamkeit Ihres Vierbeiners haben. Verstecken Sie die Leckerlis und den Clicker hinter Ihrem Rücken. Betätigen Sie den Clicker. Sofort danach erhält der Hund die Belohnung in Form eines Leckerlis. Die Abfolge „Click – Futter“ wird einige Male wiederholt. Nach ein paar Übungseinheiten hat der Hund verstanden, dass nach dem klickenden Geräusch ein Leckerli folgt. Dann ist es möglich, die Abstände zwischen dem Click und dem Leckerli zu verlängern. Die Fellnase wird dann schon erwartungsvoll schauen, wo die Belohnung bleibt. Später müssen Sie nicht mehr nach jedem Click ein Leckerli geben, denn Ihr Hund wird trotzdem wissen, dass sein Verhalten richtig war. Damit er aufmerksam bleibt, ist eine variable Belohnung wichtig. Nur so entwickelt er eine Erwartungshaltung und wird Spaß am Training haben. Video: Hund – Clickertraining – Grundlagen Das richtige Timing ist entscheidend Beim Clickertraining ist das richtige Timing das A und O. Zwar können Sie später mit der Belohnung warten, aber dennoch muss der Click immer unmittelbar auf das erwünschte Verhalten folgen. Nur so wird...

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