Beagle: Charakter, Haltung & Erziehung
Mrz27

Beagle: Charakter, Haltung & Erziehung

Der Beagle ist aufgeweckt, bewegungsfreudig und extrem liebenswert. Ein Hund, der bei vielen Züchtern und Hundefans beliebt ist. Einst wurde diese Hunderasse in England als Jagdhund gezüchtet, was man seinem umtriebigen Wesen, Instinkt und der zuverlässigen Spürnase, noch heute anmerkt. Was bedeutet das für die Haltung und Pflege? Worauf ist zu achten? Der Beagle: Geschichte und Herkunft Der Beagle ist ein echter „Klassiker“ unter den Laufhunderassen, die ihren Ursprung in England haben. Die Wurzeln dieser Hunde lassen sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Experten vermuten, dass der Beagle letztlich auf die „Southern Hounds“ zurückgeht, einer aus Südfrankreich stammenden Hunderasse. Diese hatten schwarze und braune Tupfer, die Grundfarbe war weiß. Sicher ist, dass der Beagle schon im England des 16. Jahrhunderts sehr weit verbreitet war. Damals benötigte man einen Hund, der die Fährte von Kleinwild aufzuspüren konnte. Denn: Hoch- und Großwild – etwa Bären, Rehe und Hirsche – waren zu jener Zeit in England fast ausgerottet. Mit dem Beagle hatte man nun einen flinken, robusten Hund, der spurensicher war und sich als sicherer Jäger von beliebtem Kleinwind erwies (z.B. Kaninchen, Fuchs, Dachs). Sein Talent als Jagdhund entdeckten im 19. Jahrhundert, dann auch die Franzosen. Damit war der Beagle in Europa endgültig als eine jener Hunderassen etabliert, die vornehmlich für die Jagd gezüchtet wurden – nicht zuletzt auch aufgrund der Schnelligkeit und Ausdauer.   Besonderheiten und äußere Merkmale der Hunderasse Wahrscheinlich im 19. Jahrhundert entstand auch der Begriff des „beagling“. Gemeint ist damit schlicht die Hundejagd in einer Meute. Diese Vergangenheit als Jagd- und Meutehund, steckt dem Beagle auch heute noch mehr als deutlich in den Knochen. Als eigene Hunderasse wurde er 1890 dann auch durch den britischen Kennel Club anerkannt. In Deutschland kennt man den Beagle in erster Linie als Familienhund. Ein trauriger Fakt: kaum ein anderer Vierbeiner wird in der wissenschaftlichen Forschung so häufig für Laborversuche eingesetzt – gerade auch in Deutschland. Bezogen auf das Aussehen sind es vor allem zwei Farbvarianten bzw. -kombinationen, die besonders häufig vorkommen: zweifarbig (Varianten: braun/weiß, rot/weiß und gelb/weiß) sowie dreifarbig in der Kombination schwarz/braun/weiß In Deutschland kommt er sehr häufig zweifarbig vor, am ehesten in der Kombination braun/weiß. Das Schwarz fehlt hier und das Braun hat eher einen rötlichen Stich. Der Beagle kommt meist auf ein Gewicht von rund 10 bis 14 Kilogramm und er wird in aller Regel 35 bis 40 Zentimeter groß. Der Hund hat eine Lebenserwartung von ca.13 Jahren. Der FCI (ein Dachverband, der Hunderassen in Gruppen und Sektionen aufteilt und kategorisiert) gliedert den Beagle offiziell in die FCI-Gruppe 6 ein: den Lauf-Hund, Schweiß-Hund und mit ihnen verwandte Hunderassen. Laut FCI-Standards haben Beagles Stop, der sehr gut ausgeprägt ist. Die...

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Schlingen beim Hund: Hilfe, mein Hund frisst zu schnell!
Mrz21

Schlingen beim Hund: Hilfe, mein Hund frisst zu schnell!

Der Hund scheint zwar ein Leckermaul, aber nicht unbedingt ein Genießer zu sein. Das Futter riecht und schmeckt gut? Dann nichts wie weg damit, und ehe es sich der wohlmeinende Besitzer versieht, sieht die Futterschüssel schon wieder aus wie abgespült. In Windeseile hat der Vierbeiner seine Ration verschlungen und dafür gesorgt, dass auch ja kein anderer das Leckerchen bekommt. Dass Sie als Besitzer darauf nicht scharf sind, wird ebenso gekonnt ausgeblendet wie die Tatsache, dass das Schlingen gesundheitsgefährdend ist. Woher kommt das Schlingen? Einige Hunde fressen langsam, andere verzichten besser auf das Kauen und schlingen lieber alles schnell hinunter. In der Beziehung sind die Tiere sehr verschieden, wobei sich allerdings keine rassetypischen Verhaltensweisen bemerkbar machen. Hunde aller Rassen schlingen ihr Futter so schnell es geht hinunter – die Angewohnheit dazu ist schnell da, das Abgewöhnen hingegen kann zum Geduldsspiel werden. Das Problem: Die Hunde kauen nicht ausreichend und überlasten damit ihren Magen. Außerdem schlucken sie oft Luft mit hinunter, die im Verdauungssystem für Probleme sorgen kann. Doch woher kommt das Schlingen nun? Risikofaktor Langeweile Häufig ist das Schlingen bei Hunden zu sehen, die wenig Abwechslung bekommen. Tiere, die im Zwinger gehalten werden, reagieren oft ähnlich wie reine Wachhunde. Ihnen fehlen äußere Reize und eine Ablenkung – das Fressen wird zum absoluten Highlight des Tages. Auch in Tierheimen ist dann häufig zu sehen, wie der Futternapf schneller wieder leergeschleckt ist, als er aufgefüllt werden konnte. Die Tiere gewöhnen sich diese Verhaltensweise rasch an und können sie nur schwer bis gar nicht wieder ablegen. Daher schlingen sie auch dann, wenn sich ihr Umfeld ändert und sie im Gegensatz zu vorher viel Abwechslung erfahren. Risikofaktor andere Hunde Auch andere Hunde werden zum Risikofaktor – schließlich könnte ein anderer das leckere Futter auffressen! Sogar bei Welpen entsteht schon ein Konkurrenzdenken, was sich leicht mit kleinen Wolfskindern vergleichen lässt. Nur der Stärkste wird überleben und stark wird der, der viel frisst. Wenn nun Hunde aus einer Futterschüssel fressen müssen, so trachtet jeder danach, so viel wie möglich für sich selbst zu bekommen. Das Fressen muss also schnell gehen, damit die anderen ihm nichts wegnehmen können. Dass genug für alle da ist, spielt keine Rolle. Hunde fressen ähnlich wie ein Wolf nicht unbedingt solange, bis sie satt sind, sondern eher solange, wie noch etwas Fressbares vorhanden ist. Erst mal alles in Sicherheit bringen und lieber wieder rauswürgen, so scheint ihre Devise zu lauten.   Video:Hundeernährung: Hunde richtig füttern – Hundebibel Schlingen und Gesundheit Dass es nicht gesund sein kann, wenn Hunde beim Fressen schlingen, versteht sich von selbst. Dabei sind die gesundheitlichen Auswirkungen auch davon abhängig, wie stark der Hund schlingt. Vor allem ist zu...

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Neufundländer: Charakter & Wesen
Mrz20

Neufundländer: Charakter & Wesen

Der Neufundländer ist ein vor Kraft und Größe strotzender Hund. Kein Wunder, wird er doch noch heute u.a. als Wasserrettungshund eingesetzt. Doch trotz der beachtlichen Statur, gehören die Hunde zu den liebsten und freundlichsten überhaupt. Wir zeigen, worauf es bei der Pflege des sanften Riesen ankommt und welche Merkmale seinen Charakter auszeichnen. Der Neufundländer: Herkunft und Geschichte Der Neufundländer trägt den Namen seiner Herkunftsinsel: Neufundland, eine kleine Atlantikinsel im Nordosten Kanadas. Ein schon damals nur gering besiedelter Ort. Und auf einer Insel, auf der es nur wenig Menschen existieren, gibt es stattdessen: reichlich Platz zur Entfaltung zum Austoben – zu Land aber auch im Wasser. Das ist mit einer der Gründe, wieso sich bei dieser Hunderasse die Liebe zum Wasser derart intensiv entwickeln konnte. Wobei durchaus auch die Ansicht vertreten wird, dass die Passion fürs Wasser schlicht angeboren ist. Experten gehen hinsichtlich der Entstehung der Neufundländer davon aus, dass einige europäische Hunde involviert waren. Tiere, die von den Fischern Europas mit auf die Insel gebracht wurden. Diese müssen in Kontakt mit Hunden der Micmac- und Beothuk-Indianer, gekommen sein. Ureinwohner, die auf Neufundland lebten. Denn dafür spricht ein unverkennbares optisches Erscheinungsmerkmal, das den Neufundländer von anderen Hunden abhebt und mit ein Grund ist, wieso er sich nicht zuletzt auch bei Kindern so beliebt ist: sein besonders dichtes, kuscheliges Fell. Dieses entspricht dem des arktischen Schlittenhundes.   Neufundländer: vom Arbeits- zum modernen Rassehund Seine Eignung als Arbeitstier war der Hauptgrund, wieso der Neufundländer im 18. Jahrhundert seinen Weg nach Europa fand. Dort wurde er in erster Linie als Zughund eingesetzt, der z.B. dabei half, Boote oder Fischnetze an Land zu ziehen. Ab dem 19. Jahrhundert kam es bzgl. der Nutzung zu einer entscheidenden Veränderung: die britische Ober- und Mittelschicht fand – aufgrund der interessanten Herkunfts- und Entstehungsgeschichte – immer mehr gefallen an dem Hund. Die Folge: 1886 wurde der erste Zuchtverein für den Neufundländer ins Lebens gerufen: „The Newfoundland Club“, einer der ersten Hundezuchtvereine überhaupt. Auch heute setzt man den Neufundländer in manchen Erdteilen durchaus noch so ein, wie vor vielen hundert Jahren – beim Fischen und als Zugtier. In Europa hat er sich unterdessen zu einem beliebten Hund für die ganze Familie entwickelt: ein treuer, geduldiger Begleiter in allen Lebenslagen, der es liebt, mit den Kindern zuhause im Garten herumzutollen. Oder in Gewässern wie Teichen, Bächen oder dem Meer. Übrigens ist der Neufundländer nicht meist schwarz, was von manch einem fälschlicherweise angenommen wird. Neben schwarz können die Tiere noch die Farben braun, grau sowie schwarz-weiß annehmen und zwar in derselben Häufigkeit.   „Riesiger“ Charakter: Der Neufundländer und sein Gemüt Der Neufundländer gilt als einer der sanftmütigsten und liebenswertesten Hunde überhaupt....

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Pets Premium: Das Beste für Ihr Tier: Wir nehmen den Onlineshop unter die Lupe
Mrz13

Pets Premium: Das Beste für Ihr Tier: Wir nehmen den Onlineshop unter die Lupe

Als ich die Tage vom möglichen Ausstieg von Platinum bei Pets Premium erfuhr, wollte ich natürlich wissen, warum sich das so entwickelt hat. Daher habe ich mir gedacht, schau dir mal den Pets Premium Shop an, ob du dort was dazu siehst. Mal ne Frage nebenbei: wo kauft bzw. bestellt ihr euer Hundefutter? Beim Händler vor Ort oder online bei Pets Premium, Futterfreund, Fressnapf & Co.? Der Trend geht immer mehr zum Online-Einkauf, denn es ist natürlich praktisch die Produkte direkt nach Hause geliefert zu bekommen. Sicher spielt nicht nur die Lieferung eine Rolle. Oftmals kann ich als Kunde online von günstigeren Preisen profitieren. Sei es, weil die Produkte sowieso schon reduziert sind oder weil ich attraktive Rabatte beim Kauf abziehen kann. Viele Hersteller von Hundefutter haben ihre eigenen Onlineshops, oder sind bei diversen anderen Shops und Händlern gelistet. Einer dieser Online-Shops den ich heute näher betrachten werde ist Pets Premium. Wer oder was ist Pets Premium? Pets Premium hört sich zuerst nach einem Hersteller oder einer Marke an, unter der eigenes Premiumfutter geführt wird. Ist aber ein Onlineshop, der es sich laut eigener Aussage zur Aufgabe gemacht hat Premium Hersteller auf einem Shop zu bündeln, so dass der Verbraucher die Auswahl zwischen hochwertigen Herstellern hat und das nicht nur im Hundefutterbereich. Pets Premium führt auch Nahrung und Produkte für Katzen, Pferde und Aquaristik. Sie haben ein eigenes Blog – Pets Premium.tv – auf dem sie u.a. auch die angebotenen Produkte testen. Ob das nun objektiv ist, sei einmal dahingestellt, aber der Kunde kann sich noch einmal eingehender mit einem Produkt vor dem Kauf befassen – wenn es denn als Test vorliegt. Die Produktpalette ist riesig und somit auch kaum komplett oder auch nur ansatzweise komplett testbar. Pets Premium und die Deklaration der Produkte Die Deklarationen jener Produkte, die Pets Premium in seinem Online-Shop anbietet,  findet man eins zu eins auch bei den jeweiligen Herstellerseiten und Waren. Es ist also nicht mehr Transparenz gegeben, als vom Hersteller bereitgestellt und kann so auch in anderen Shops oder direkt auf den Produkten nachgeprüft werden. Aber vermutlich werden nur Produkte ausgewählt, die über eine ausreichende Deklaration verfügen. Zusätzlich gibt es natürlich einen Tierarzt (oder auch mehrere) die Produkte testen und Empfehlungen geben. Wie ihr wisst bin ich immer skeptisch bei Futter-Empfehlungen von Tierärzten – da diese manchmal sicher den Geldbeutel des jeweiligen Arztes füllen. Pets Premium: Einkaufserlebnis oder die Suche nach dem heiligen Gral. Wie Userfreundlich ist der Onlineshop? Sicher kennt ihr das auch, einige Webshops sind so unübersichtlich und vollgestopft, dass man ewig davor sitzt um ein bestimmtes Produkt zu finden. Einer dieser Shops, die einen zur Verzweiflung bringen können ist...

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Ein Bellen sagt mehr als tausend Worte: Wie Hunde sich mitteilen
Mrz06

Ein Bellen sagt mehr als tausend Worte: Wie Hunde sich mitteilen

Die Beziehung zwischen einem Hund und seinem Herrchen oder Frauchen kann schon etwas ganz Besonderes sein. Wenn es zwischen ihnen so richtig gefunkt hat, sind sie ein Herz und eine Seele und verstehen sich blind. Wer seinen Vierbeiner liebt, kann oft schon an einem Blick erkennen, wie es um das Wohlbefinden dieses ganz besonderen Familienmitgliedes bestellt ist. Wenn ein Bellen mehr sagt als tausend Worte, dann ist die Beziehung zwischen Mensch und Hund genauso, wie sie sein sollte. Mein Hund, das Kommunikationstalent Hunde sind seit jeher treue Begleiter des Menschen. Hunde sind in der Lage, eine sehr starke emotionale Bindung zu ihren engsten Bezugspersonen aufzubauen. Dabei empfinden sie zwar keine so komplexen Emotionen wie Scham oder Verachtung, aber sie sind dennoch zu einer großen Bandbreite an Gefühlen und Stimmungen fähig. Vor allem in so grundlegenden Emotionen wie etwa Angst, Freude, Erleichterung oder Trauer sind Hunde uns Menschen auf faszinierende Weise ähnlich. Diese Seelenverwandtschaft bildet die Grundlage für eine ganz besondere Freundschaft, die ein Leben lang halten kann. Die Verhaltensbiologin Iris Schöberl vom Department für Verhaltensbiologie an der Universität Wien hat in ihrer Forschungsarbeit „Wer bindet sich an wen? Mensch – Hund und Hund ‐ Mensch Bindung“ herausgefunden, dass die Bindung zwischen Mensch und Hund ebenso echt sein kann wie die Bindung zwischen Säugetieren einer Art. Dabei bilden Emotionen und Grundbedürfnisse die Brücke zwischen unterschiedlichen Säugetierarten. Wer so viele Emotionen in sich trägt, möchte sie natürlich auch zum Ausdruck bringen. Hunde zeigen gerne und ganz instinktiv, wie es ihnen gerade geht und was sie in einer bestimmten Situation empfinden. Zum Glück sind Hunde echte Kommunikationstalente, denn so sind sie in der Lage, Freud und Leid zu teilen. Besonders einfach geht das über akustische Signale. Hunde bellen, knurren, winseln oder hecheln und teilen uns damit ganz genau mit, was sie gerade von uns erwarten oder wie sie unser Verhalten einschätzen. Aber auch ohne Geräusche können Hunde dem Menschen mitteilen, was in ihnen vorgeht. Sie sind nämlich echte Meister der Körpersprache. Wer sich mit Herz und Seele auf seinen geliebten Vierbeiner einlässt, bekommt faszinierende Einblicke in die emotionale Welt dieser Kommunikationstalente. Es lohnt sich, genauer hinzuschauen und hinzuhören, denn je besser sich Hund und Mensch verstehen, desto tiefer kann die Bindung werden, die die beiden zueinander empfinden.   Wenn Hunde mit uns sprechen Natürlich können Hunde nicht wirklich mit uns sprechen, aber sie haben doch ihre ganz eigene Sprache, mit der sie sich uns mitteilen können. Sie bellen, sie knurren und sie winseln und es liegt an uns, diese Lautäußerungen richtig zu interpretieren. Dabei kommt es vor allem auf die Tonhöhe, die Dauer der Lautäußerung und den Rhythmus oder die Anzahl der...

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