Deutsche Agility-Meisterschaft 2015
Dez14

Deutsche Agility-Meisterschaft 2015

Durch Reifen springen, über Brücken laufen, Wassergräben überspringen und andere Hindernisse bewältigen: Agility ist ein rasanter Sport für Mensch und Tier. Die Hunde werden hier gefordert, wobei es niemals darum geht, die Tiere zu überfordern. Sie können sich vielmehr naturgemäß bewegen, eine Möglichkeit, die vielen Hunden heute leider verwehrt bleibt. Nun gibt es seit einigen Jahren auch die Deutsche Meisterschaft der Agilityhunde, die in diesem Jahr im Schlosspark Biebrich stattfand. Viele Teilnehmer im Schlosspark Biebrich Der Schlosspark Biebrich ist eine häufig genutzte Kulisse für Veranstaltungen aller Art. Gern werden zu Pfingsten die Hindernisse ausgepackt und es findet das alljährliche Reitturnier statt. Auch in diesem Jahr, im Oktober 2015, wurden Hindernisse aufgebaut. Diese waren allerdings ein wenig kleiner als die für Pferde, denn es galt, die Deutsche Meisterschaft für Agilityhunde auszurichten. Sie trägt den Namen „Deutsche IRJGV-Agility-Meisterschaft 2015“ und war so gut besucht wie kaum ein weiteres Turnier. Insgesamt konnten 148 Teilnehmer begrüßt werden. Hund-Hundeführer-Paare, die lange auf dieses Event trainiert haben und sich über die Teilnahme an verschiedenen Vorausscheidungen für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert haben. Die Hunde waren teilweise schon acht Jahre oder älter, das beste Zeichen dafür, dass die Tiere auch im Alter noch fit und gesund sein können. Der Schlosspark Biebrich wurde nun also von Teilnehmern besucht, die aus ganz Deutschland kamen, sogar aus dem hohen Norden waren Gäste anwesend. Diese fuhren mit ihren Tieren teilweise mehrere Stunden lang, um den Kampf um die Deutsche Meisterschaft aufzunehmen. Doch Agilityhunde sind geduldige Tiere und haben die teilweise langen Fahrten mit dem Auto gut über sich ergehen lassen. Zu Bewegung, Spiel und Spaß hatten sie im Schlosspark Biebrich ausreichend gute Möglichkeiten. Generell bietet dieser Park sehr gute Bedingungen, denn er ist zum einen wunderschön gelegen und wartet mit einem tollen Ambiente auf, zum anderen befindet er sich relativ zentral in Deutschland. Das bedeutet für die Gäste von außerhalb natürlich, dass sie vergleichsweise einfach anreisen können und dass die Entfernung für alle Teilnehmer – mit Ausnahme derjenigen, die im unmittelbaren Einzugsbereich des Parkes leben – annähernd gleich ist. Vor diesem Hintergrund steht auch nicht der Sieg als wichtigstes Ziel auf dem Programm, obwohl es sicherlich einige Teilnehmer gibt, die nur auf diesen spekulieren. Für viele Hundeführer ist die Deutsche Meisterschaft eine willkommene Abwechslung im Trainingsalltag, die gleichzeitig durch vorangegangene Qualifikationen zeigt, dass Hund und Herrchen bzw. Hundeführer etwas können, worauf sie stolz sein dürfen. Die Verbundenheit unter den Teilnehmern ist so groß, dass viele die anregenden Gespräche und den Erfahrungsaustausch schon als wichtigsten Gewinn mit nach Hause nehmen. Fehler führen zur Disqualifikation Natürlich können wie in jedem anderen Sport auch bei der Agility nur die Besten gewinnen. So strengte sich...

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Gebrauchshunderassen: Welche gibt es und wo liegen die Unterschiede?
Dez07

Gebrauchshunderassen: Welche gibt es und wo liegen die Unterschiede?

Gebrauchshunde erledigen mit ihren speziellen Talenten – dem sehr ausgeprägten Geruchssinn, dem guten Gehör und der Ausdauer – bestimmte Aufgaben, die kein Mensch und auch kein anderes Tier so gut bewältigen würden. Die Rassen, aus denen Gebrauchshunde hervorgehen, sind für diese Aufgaben prädisponiert (vorgeprägt), durch Zucht entsteht dann der perfekte Gebrauchshund. Definition des Gebrauchshundes Definiert wird ein Gebrauchshund dadurch, dass er die Gebrauchshundeprüfung besteht. Der Einsatz erfolgt anschließend als Polizei-, Wach-, Blinden- oder Suchhund, es gibt noch mehr Einsatzgebiete. Die Geschichte von Gebrauchshunden ist sehr alt, als Wach- und Schäferhunde werden sie wohl schon seit Jahrtausenden eingesetzt. Die gezielte Zucht setzte teilweise schon in der Antike ein, es entstanden Rassen, deren Vertreter die ihnen zugewiesenen Jobs sehr gern erledigten. Ein Beispiel liefert etwa der Hütehund: Es entspricht seinem Naturell, selbstständig eine Herde von Schafen oder auch Rindern zusammenzuhalten, zu führen und gegen Raubtiere zu verteidigen – auch dann, wenn der Mensch nicht in der Nähe ist. Die Charaktereigenschaften von Gebrauchshunden unterscheiden sich zwischen den Rassen je nach Aufgabengebiet. Gemeinsam ist den Gebrauchshunden ihr großer Lernwille, die hohe Intelligenz und der gute Grundgehorsam. Sie müssen artgerecht gehalten und vor allem ihrem Gebrauch beziehungsweise der Zucht entsprechend gehalten werden. Ein Hütehund wie der Bordercollie hält beispielsweise unter allen Umständen seine „Herde“ zusammen. Wenn es keine Schafe sind, wird er den Job an den Kindern der Familie und Nachbarschaft erledigen. Gebrauchshunde benötigen daher eine gute Auslastung und die zuchtgerechte Auslastung. Einige der Tiere sind so aktiv, dass die Mitgliedschaft in einem Verein für aktives Training zu empfehlen ist. Als Familienhund ohne entsprechende Aufgabe kuscheln Gebrauchshunde eher wenig mit den Menschen, sie fallen vielmehr durch unerwünschtes Verhalten wie das Zerbeißen von beliebigen Gegenstände auf. Die Gebrauchshundeprüfung Der Welthundeverband FCI (Fédération Cynologique Internationale) hat die Gebrauchshundprüfung als Arbeitsprüfung eingeführt und eine einheitliche Prüfungsordnung entwickelt. Es gibt internationale Gebrauchshundprüfungen in drei Stufen, die zu den Ausbildungskennzeichen IPO 1 / 2 / 3 führen und wiederum in die drei Abteilungen Fährte/Spur (Abteilung A), Unterordnung/Gehorsam (Abteilung B) und Schutzdienst/Verteidigung (Abteilung C) untergliedert sind. Wenn ein Hund die IPO 3 mit sehr guter oder vorzüglicher Bewertung erreicht, kann er den Titel “CIT” (Internationaler Arbeitschampion) erlangen, zu dem noch einige weitere Voraussetzungen gehören. Im Jahr 2012 führte die FCI eine Gebrauchshundprüfung ohne Fährtenarbeit – mithin die A 1 / 2 / 3 – ein. Damit wurde erstmals ein Gebrauchshund definiert, dessen Aufgabengebiet ausdrücklich nicht in der Jagd zu finden ist. Das entspricht der historischen Entwicklung, denn die Aufgaben außerhalb des über Jahrtausende dominierenden Jagdeinsatzes haben sich deutlich vergrößert. Es gab bis 2011 eine deutsche Gebrauchshundeprüfung durch den VDH. Ab 2012 übernahm der deutsche Verband die Richtlinien der FCI. Gebrauchshunde-Rassen...

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