Mitarbeiter und Auszubildende von Albaad Deutschland GmbH pflanzten in der Ochtruper Bauernschaft Weiner zweihundert Setzlinge verschiedener Laubbäume. Unter Anleitung des Regionalforstamts Münster lernten sie nachhaltige Forsttechniken vom Pflanzloch bis zur Nachsorge. Zur Vorbeugung gegen Wildverbiss kamen Fegeschutzspiralen zum Einsatz. Die Baumarten Esskastanie, Roteiche, Rotbuche, Hainbuche, Bergahorn und Linde ergeben künftige Mischwälder mit hoher Widerstandskraft. Die Aktion fördert regionale Ökosysteme, stärkt Umweltbewusstsein der Auszubildenden.
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Azubis pflanzten Esskastanie, Roteiche, Rotbuche, Hainbuche, Bergahorn in Weiner
Am Freitag organisierten Auszubildende der Albaad Deutschland GmbH in Weiner, Ochtruper Bauernschaft, eine groß angelegte Pflanzaktion mit insgesamt 200 Setzlingen. Esskastanie, Roteiche, Rotbuche, Hainbuche, Bergahorn und Linde wurden ausgewählt, um einen robusten Mischwald zu schaffen. Diese Mischbestände reagieren resilienter auf Trockenperioden und Schädlingsbefall. Unter Anleitung von Forstfachleuten setzten die Teilnehmer Pflanzhölzer fachgerecht und sicherten sie mit Fegeschutzspiralen gegen Wildverbiss. So wird langfristig die ökologische Stabilität der regionalen Waldökosysteme effizient gesichert.
Keine zusätzliche Bewässerung erforderlich dank ausreichender Niederschläge im Forst
Im Rahmen der Pflanzaktionen führte Förster Alexander Huesmann vom Regionalforstamt Münster die Beteiligten Schritt für Schritt in nachhaltige Forstmethoden ein. Dabei lag der Fokus auf standortangepasster Setzlingspflege und Waldentwicklung. Um junge Bäume vor Wildverbiss und mechanischer Beschädigung zu schützen, montierten die Auszubildenden schützende Fegespiralen. Dank ausreichender Regenmengen war keine ergänzende Bewässerung erforderlich. Dies erlaubte eine Schulung im korrekten Ausrichten und Festsetzen der Setzlinge im Boden. Solche Maßnahmen stärken die Widerstandsfähigkeit.
Unterschiedliche Wurzeltiefen und Laubtypen fördern nachhaltig Bodenspeicherung und Artenvielfalt
Nach Ansicht von Huesmann bietet eine Mischung unterschiedlicher Baumarten im Wald einen natürlichen Schutz gegen Klimastress und Schädlingsbefall. Verschiedene Wurzelsysteme ermöglichen tiefgreifende Wasserspeicherung auch in Trockenperioden. Unterschiedliche Blattstrukturen regulieren Licht- und Feuchtigkeitsverhältnisse am Waldboden, verhindern Austrocknung und schützen Jungpflanzen. Die Kombination aus Laubdach und Stammdurchmischung schafft ein komplexes Ökosystem, das seine Widerstandskraft eigenständig verbessert und langfristig stabil bleibt. Dieser strukturreiche Bestand verbessert Bodennährstoffhaushalt, bindet CO2 und bietet seltenen Tierarten Nahrung.
Ökologisches Lehrprojekt: Auszubildende managen Bienenhaltung und Honigvermarktung eigenverantwortlich praxisorientiert
Durch das Albaad Forest Project, initiiert im August 2024, gewinnen Auszubildende fundierte Kenntnisse in nachhaltigem Wirtschaften und Kommunikation. Im Rahmen der Initiative errichteten sie Bienenvölker, beobachteten Bienenverhalten, dokumentierten Entwicklungsphasen und verantworteten die Ernte von Honig. Die eigenständige Planung und Durchführung des Verkaufs auf dem Ochtruper Adventsmarkt vermittelte praxisnah Kompetenzen in Logistik, Preisgestaltung und Kundenkontakt und zeigte, wie Ökonomie und Umweltschutz erfolgreich miteinander effizient strategisch und bereichsübergreifend integriert effektiv werden können.
Nachhaltiger Kreislauf entsteht durch regionalen Honigverkauf und gezielte Aufforstungsförderung
Mit dem Sonderpreis Industrie beim Ausbildungs-Ass 2025 würdigte die Jury das vorbildliche Umweltengagement von Albaad Deutschland GmbH und ihren Auszubildenden. Jeder Euro des Honigverkaufs fließt vollständig in neue Pflanzaktionen, um gefährdete Standorte in der Region wieder aufzuforsten. Das umfasst die sorgfältige Auswahl klimaresistenter Setzlinge, deren nachhaltige Anpflanzung und den Schutz durch robuste Fegeschutzspiralen sowie regelmäßige Kontrollen, um langfristige Bestände zu sichern. Dies fördert Artenvielfalt sowie lokale Biodiversität durch verbesserte Lebensraumgestaltung.
Die Initiative fördert aktiv den Aufbau widerstandsfähiger Mischwälder, indem Auszubildende unter Anleitung des Forstamts Münster heimische Baumarten pflanzen, pflegen und schützen. Durch die Kombination verschiedener Wurzeltiefen und Blattstrukturen wird die Wasserspeicherfähigkeit erhöht und das Auftreten forstlicher Schädlinge reduziert. Begleitende Workshops zur Honigernte und regionale Vermarktung schaffen wirtschaftliche Anreize. Diese integrative Vorgehensweise verbindet Artenvielfalt, Bildung und nachhaltige Wertschöpfung zu einem tragfähigen Konzept für künftige Generationen. Monitoring, Schutzmaßnahmen und Öffentlichkeitsarbeit sichern Wirkung.

