Schwarze Hunde: Keiner will sie haben!

Der Hund ist für die Meisten der beste Freund des Menschen. Die Rasse, der Charakter und die Farbe spielen bei der Auswahl eines Hundes eine wichtige Rolle. In der letzten Zeit lassen sich schwarze Hunde schwerer vermitteln, obwohl die Gründe dafür nicht gerade auf der Hand liegen.

Hunde in Deutschland

Aus unterschiedlichen Erhebungen geht hervor, dass in Deutschland in etwa 5 Millionen Hunde leben. 5 Millionen erscheinen dem Betrachter zunächst eine sehr große Anzahl zu sein. Verglichen zu anderen europäischen Ländern gibt es in Deutschland allerdings relativ wenig Hunde. In Frankreich liegt beispielsweise die Hundedichte bei 38%, während in Deutschland in nur 8,9% aller Haushalte ein Hund geführt wird.

Aus unterschiedlichen Erhebungen geht hervor, dass in Deutschland in etwa 5 Millionen Hunde leben (#01)

Aus unterschiedlichen Erhebungen geht hervor, dass in Deutschland in etwa 5 Millionen Hunde leben (#01)

Bei dem Erwerb eines Hundes stellt sich Eingangs für den neuen Besitzer die Frage, ob man ein Tier aus dem Tierheim bei sich aufnimmt oder seinen Hund beim Züchter kauft. In Deutschland finden jährlich schätzungsweise 500.000 Welpen einen neuen Besitzer, wobei 100.000 davon aus dem Ausland importiert werden. Knappe 350.000 davon sind Rassehunde, der Rest sind sogenannte Mischlinge. Der Anteil an schwarzen Hunde geht dabei zusehends zurück, warum?

Schwarze Hunde nicht mehr In

Hunde mit einer schwarzen Fellfarbe gelten in westlichen Tierheimen als vergleichsweise schwer zu vermitteln. Das neue Schönheitsideal bei Hunden ist eine möglichst helle Fellfarbe. Für schwarze Hunde ein Problem, weil sie oft von einem Tierheim ins nächste verlegt werden, da sich kein Abnehmer findet. Dennoch ist sich der Tierschutzverband sicher, dass schwarze Hunde vor allem kranken und älteren Hunden gegenüber keine Nachteile haben. Dennoch scheint es einige Gründe zu geben, weshalb schwarze Hunde und Hündinnen immer weniger als Haustier auserwählt werden.

Dennoch scheint es einige Gründe zu geben, weshalb schwarze Hunde und Hündinnen immer weniger als Haustier auserwählt werden. (#02)

Dennoch scheint es einige Gründe zu geben, weshalb schwarze Hunde und Hündinnen immer weniger als Haustier auserwählt werden. (#02)

Zum einen sind schwarze Hunde schwerer als hellere Hunde zu fotografieren. Mittlerweile suchen sich die Halter ihre zukünftigen Haustiere am Computer aus. Helle Farben kommen am Bildschirm besser zur Geltung. Außerdem verbinden einige Menschen mit der Farbe Schwarz aggressive und bedrohliche Charakterzüge des Hundes. Gerade Menschen, die sowieso schon Angst vor Hunden haben, wechseln bei schwarzen Hunden vermehrt die Straßenseite. Völlig zu Unrecht, weil die Farbe keinen Aufschluss über den Charakter des Hundes liefert.

Schwarze Hunderassen

  • Labrador Retriever
  • Rottweiler
  • Dobermann
  • Lancashire Heeler
  • Gonczy Polski
  • Manchester Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • Bouvier des Flandres
  • American Saffordshire Terrier
  • Groenendael
  • Mastino Napoletano

Fast schwarze Hunde

  • American Akita
  • Australian Silky Terrier
  • Australian Shepherd
  • Deutscher Jagdterrier
  • Brandlbracke
  • Deutsch Drahthaar
  • Schäferhund
  • Erdelyi Kopo
  • East-European Shepherd
  • Deutsche Dogge

Schwarze Hunde als Sündenbock

Ein Test der psychologische Fakultät der University of Florida versucht zu beweisen, dass schwarzen Hunden zu häufig negative Eigenschaften zugeschrieben werden. Die Forscher zeigten 250 Männer und Frauen aller Altersklassen zwei Filmsequenzen, in denen ein Kind ein Hund streichelte und daraufhin vom Tier gebissen wurde.

In der einen Darstellung war der Hund weiß und in der anderen schwarz. Das Ergebnis war sehr eindeutig: Bei dem Hund mit den weißen Fellen sahen die Testpersonen die Schuld beim Kind, bei dem schwarzen Hund wurde der Hund verurteilt und als aggressiv und bedrohlich eingestuft.

Ein betrübliches Ergebnis, das die schwarzen Hunderassen in keinster Weise verdient haben. Der Trend geht aber weltweit einfach zum helleren Hund und offenbar werden die dunklen Vertreter inzwischen sogar regelrecht gemobbt, worauf die Ergebnisse der University of Florida jedenfalls hinweisen. Die Entwicklung der Smartphones mit der schnellen Möglichkeit, Fotos zu schießen und diese gleich auf einem Blog zu veröffentlichen, hat vermutlich mit zu dieser diskriminierenden Tendenz beigetragen. Die hellen oder gefleckten Tiere kommen wie schon beschrieben, auf Fotos einfach besser in Geltung.

Schwarze Hunde: Ein paar Vorschläge zum Schmunzeln, warum die schwarzen Tiere einfach besser sind

Damit das Ganze nicht zu ernsthaft wird, ein paar nicht ganz ernst zu nehmende Gründe, warum schwarze Hunde einfach die besseren Hunde sind:

  • Schwarze Hunde lassen uns dünner erscheinen
  • Schwarze Hunde findet man wieder bei jedem Spaziergang im Schnee
  • Schwarze Hunde erscheinen nie schmutzig
  • Schwarze Hunde sind bei jeder Gala richtig „angezogen“
  • Schwarze Hunde und ihre Haare sind auf keiner teuren schwarzen Kleidung zu erkennen
  • Schwarze Hunde können nachts perfekt Verstecken spielen

Keine Angst vorm schwarzen Hund: Ein Plädoyer für dunkle Hunderassen

Übrigens: Für den vorhin erwähnten Versuch der University of Florida und die negative Reaktion gibt es sogar einen Fachbegriff: Das „Black dog syndrome“. Die Abneigung gegen Hunde in Schwarz ist eigentlich verwunderlich, gilt Schwarz bei anderen Gelegenheiten durchaus als edle Farbe. Man denke nur an den schwarzen Hengst Totilas („der Wunderhengst“) oder an Schneewittchen mit ihren schwarzen Haaren. Auch die beliebte Comicfigur Batman hüllt sich gerne in ein schwarzes Tuch und gilt als echter Held. Aber es gibt eben durchaus einen Paradigmenwechsel und es heißt seit der Jahrtausendwende verstärkt wieder eine Tendenz zu hellen Farben. Vielleicht ein Modetrend, der aber aktuell anhält und sich auch in der momentan schlechten Vermittlung dunkler Hunderassen zeigt. Und zwar übrigens in allen Industrienationen.

Schwarz gilt demnach als aggressiver, wie eine weitere Studie von Psychologen der Penn State University ergeben hat: Die Wissenschaftler zeigten Probanden Fotos von Hunden und Katzen. Alle denkbaren Farben kamen darin vor, von schmuddeligem Braun über Orange bis hin zu Albino-Varianten. Jetzt sollten die Testpersonen spontan sagen, wie sie den Hund oder die Katze einordnen, von kuschelig bis gewalttätig. Das Ergebnis: Je dunkler die Farbe, umso negativer wurde der Charakter des Tieres bewertet. Dabei hat das Verhalten natürlich in keinster Weise mit der Farbe des Tieres zu tun.

Schwarze Hunde: Eigene Webseite für dunkle Rassen

Es gibt aber auch gute Nachrichten: So existieren bereits Webseiten, die sich ausschließlich um die Vermittlung schwarzer oder dunkler Hunderassen kümmern. Denn es gibt natürlich schon ein paar Freunde der dunkel gefleckten Tiere. Die damalige Betreiberin einer solchen Webseite für schwarze Hunde, Heidrun Ubrig, gab in der „Berliner Morgenpost“ einen Einblick in den Alltag einer Hundevermittlung. Auch diese Tierfreundin wollte sich nicht damit abfinden, dass schwarze Tiere wesentlich schwieriger zu vermitteln seien. Selbst wenn diese lieb mit dem Schwanz wedeln und einen freundlichen Charakter zeigen, wurden doch meist die helleren Rassen schneller vermittelt. Obwohl diese manchmal dreckig vom Schlamm waren.

Seit Frau Ubrig die Webseite betrieben hat, beobachtet sie, dass zumindest kleine schwarze Welpen häufig neue Besitzer finden. Die älteren Tiere bleiben meist außen vor und manchmal Jahre im Heim. Auf die Frage, ob die schwarzen Hunde diese Diskriminierung bemerken, antwortet sie ausweichend. Denn die Farbe kann durchaus eine Rolle beim Hund spielen. Allerdings nicht aufgrund des Charakters, dieser ist individuell und höchstens abhängig von Geschlecht oder Rasse. Nein, die hellen Hunde sind eigentlich die größeren „Problembären“. Denn sie leiden stärker unter gesundheitlichen Beschwerden. Das betrifft übrigens weiße Hunde wie auch weiße Katzen. Beide reagieren sensibler als dunkle Farbvarianten, haben eine empfindlichere Haut und sind auch überdurchschnittlich oft taub.

Fazit: Schluss mit der Diskriminierung von schwarzen Hunden. Es sollte wirklich keine Rolle spielen, welche Farbe ein Hund hat. Und vor allem sollte man die dunkel gezeichneten Vertreter nicht zusätzlich noch bestrafen, indem man sie strenger behandelt als hellere Artgenossen. Es ist dringend zu wünschen, dass sich der Trend zu hellen Hunden wieder etwas umkehrt und man die Hunde einfach individuell beurteilt. Es gibt ja sehr wohl auch schwierige bis aggressive Hunde mit einem hellen Fell, genauso wie es viele ruhige und anschmiegsame dunkle Hunde gibt. Der momentane Zustand mit vielen schwarzen Hunden, die nicht vermittelbar in den Tierheimen leben müssen, ist jedenfalls so nicht hinnehmbar. Da sollte es auch ein Umdenken innerhalb der Hundefreunde geben. Warum nicht mal testweise einen längeren Spaziergang mit einem schwarzen Hund vom Tierheim unternehmen? Die Tiere würden es genießen, Gassi zu gehen und so ein wenig Aufmerksamkeit und im besten Fall sogar ein neues Zuhause zu finden. Vielleicht bauen sich durch häufige Kontakte wie dem Gassi gehen auch Vorurteile gegen die dunklen Hunderassen ab. Und selbst wenn es beim Spazieren gehen bleibt, kommt das Tier einmal aus seinem ewigen Trott im Tierheim heraus. Auch das ist ein kleiner Beitrag zur Versöhnung und das Tier freut sich wie die meisten anderen (auch hellen) Hunde um die kleine Zuwendung. Die Heime freuen sich natürlich auch über das Interesse. Ein Resümee? „Black is beautiful“, das sollte in Zukunft das Motto vieler Hundehalter werden. Die verspielten und freundlichen schwarzen Hunde werden es den neuen Besitzern danken.


Bildnachweis:©Fotolia-Titelbild:Sandra de Soie-#01: muro-#02:CallallooFred

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Über Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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