Malteser: Charakter, Haltung & Pflege

Früher galt der Malteser vor allem als Hund für vornehme, adelige Damen, die ihn sich als Schoßtier hielten. Inzwischen gehören die intelligenten Vierbeiner zu den beliebtesten Hunden für die Familie. Im Gegensatz zu anderen Rassen brauchen sie wenig Auslauf, aber: das Fell muss besonders gepflegt werden. Worauf bei der Pflege genau zu achten ist.

Der Malteser: Geschichte und Herkunft

Bis heute ist nicht ganz klar, woher der Malteser genau stammt und wie die Herkunftsgeschichte der Hunderasse exakt aussieht. Als relativ sicher gilt lediglich, dass sich die Vorfahren der Hunde vor rund 2000 Jahren von Ägypten aus im europäischen Mittelmeerraum rasant verbreiteten. Hinweise darauf geben kleine Figuren aus Naturstein, die man im Grabmal von Pharao Ramses II. fand. Diese ähnelten im Aussehen bereits deutlich den kleinen Hunden, die wir heute als Malteser bezeichnen.

Apropos „Malteser“: die Bezeichnung der Hunde hat wahrscheinlich nichts mit der beliebten Urlaubsinsel Malta zu tun. Vielmehr geht der Ursprung des Tieres auf die Insel Mljet zurück (im Altertum bekannt unter den Namen Melita oder Melitäa). Die Insel befindet sich an der kroatischen Adriaküste, unweit von Dubrovnik. Experten fanden heraus, dass das Wort „Malteser“ seinen Ursprung in einer sog. „semitischen“ Sprache haben, und damit zu einer afroasiatischen Sprachfamilie gehören muss. Es leitet sich vom semitischen „màlat“ ab, was so viel bedeutet wie „Zuflucht“ oder „Hafen“. Sinn ergibt dies vor allem deshalb, da bekannt ist, dass die Vorfahren dieser Hunde in den Häfen und Küstenorten des Mittelmeerraums gelebt haben. Schon damals waren es kleine und robuste Hunde, die vor allem eingesetzt wurden, um die Ratten in den Lagerhallen der Häfen, zu bekämpfen.

Forscher gehen weiter davon aus, dass die Hunde später über Malta nach Großbritannien kamen. Dort erlangte der Malteser über die Jahre und viele Züchtungen hinweg, sein heutiges Aussehen, dessen charakteristisches optisches Merkmal das komplett weiße Fell ist.

 

Früher galt der Malteser vor allem als Hund für vornehme, adelige Damen, die ihn sich als Schoßtier hielten. Inzwischen gehören die intelligenten Vierbeiner zu den beliebtesten Hunden für die Familie. Im Gegensatz zu anderen Rassen brauchen sie wenig Auslauf, aber: das Fell muss besonders gepflegt werden. (#01)

Früher galt der Malteser vor allem als Hund für vornehme, adelige Damen, die ihn sich als Schoßtier hielten. Inzwischen gehören die intelligenten Vierbeiner zu den beliebtesten Hunden für die Familie. Im Gegensatz zu anderen Rassen brauchen sie wenig Auslauf, aber: das Fell muss besonders gepflegt werden. (#01)

Der Malteser: die markante Optik der Hunde

Der Malteser ist ein Hund, dessen auffälligste optische Besonderheit wirklich nicht zu übersehen ist: das lange, weiße Fell, das besonders dicht ist. Bei vielen Hunden dieser Rasse reicht die Behaarung – auf dem Rücken gescheitelt – bis auf den Boden. Viele Halter sind besonders stolz auf die Behaarung ihres Lieblings und widmen sich mit Akribie und großem Aufwand, deren Pflege. Allerdings ist das auch nötig: der Vierbeiner ist alles in allem ein sehr pflegeleichter Hund, der zudem weniger Auslauf braucht als viele andere Hunderassen. Allerdings bedarf das Fell tatsächlich einer ausgiebigen, intensiven Pflege.

Darüber hinaus besitzt der Malteser äußerst markante, große dunkle Augen, die – wenn der Hund einen ansieht – manchmal regelrecht durchdringend wirken können. Da die Ränder der Augen auch noch eine dunkle Pigmentierung aufweisen, stehen diese ein wenig im Kontrast zu seiner doch sehr geringen Größe und kleinen Statur. Groß und auffällig ist ebenfalls die Nase. Gemeinsam mit den riesigen Augen, entsteht so der typische, unverkennbare Gesichtsausdruck des Maltesers.

Zum Thema Größe: Im Schnitt erreicht der Rüde eine Höhe von rund 20 bis 25 cm. Die Hündin gerät mit ca. 20 bis 23 cm im Schnitt etwas kleiner. Damit zählt er zu den kleinsten Hunden überhaupt. Der Malteser ist – egal ob Rüde oder Hündin – darüber hinaus ein Hund mit sehr schlankem Körperbau. Er wirkt dabei aber nicht zu zierlich, schmächtig oder gar abgemagert. Das Tier bringt, wenn es ausgewachsen ist, durchschnittlich rund vier Kilo auf die Waage.

 

Besonders diese Tiere werden von vielen immer noch als die typischen Schoßhündchen reicher, adliger Damen angesehen. Dies entspricht längst nicht mehr der Realität, hat aber einen wahren Kern bzw. Hintergrund: einst war der Malteser jener Hund, der sich – aufgrund des edlen, durchweg weißen Fells – gerade bei wohlhabenden, blaublütigen Damen allergrößter Beliebtheit erfreute. (#02)

Besonders diese Tiere werden von vielen immer noch als die typischen Schoßhündchen reicher, adliger Damen angesehen. Dies entspricht längst nicht mehr der Realität, hat aber einen wahren Kern bzw. Hintergrund: einst war der Malteser jener Hund, der sich – aufgrund des edlen, durchweg weißen Fells – gerade bei wohlhabenden, blaublütigen Damen allergrößter Beliebtheit erfreute. (#02)

 

Einst beliebter Hund der Monarchen und Reichen

Besonders diese Tiere werden von vielen immer noch als die typischen Schoßhündchen reicher, adliger Damen angesehen. Dies entspricht längst nicht mehr der Realität, hat aber einen wahren Kern bzw. Hintergrund: einst war der Malteser jener Hund, der sich – aufgrund des edlen, durchweg weißen Fells – gerade bei wohlhabenden, blaublütigen Damen allergrößter Beliebtheit erfreute. Fachleute und Historiker gehen davon aus, dass sich schon in der Antike so manch gut situierte, vermögende Edel-Dame einen Vorfahren des Maltesers hielt. In Sachen Optik, kamen diese dem heutigen Aussehen des Hunds sehr nahe.

Die wohl berühmteste Person der Geschichte, die nachweislich bereits einen solchen Hund besaß, ist Maria Stuart. Schon die frühere Königin von Schottland und Frankreich, schmückte sich gern mit dieser eleganten Hunderasse und zeigte dem Volke stolz ihren kleinen Hund mit dem prächtigen Fell. Auch die berühmte Mätresse des französischen Königs Ludwig XV., Madame Pompadour, besaß einen Malteser. Ausgehend von dieser Beliebtheit unter den Monarchen und Königshäusern, eroberte sich das Tier auch bald das Herz der „einfachen“ Bevölkerung. Als ein Hund, der sich immer mehr und besser als pflegeleichter „Begleithund“ erwies. Dies hält bis heute an.

Denn der Malteser – den Begriff kann man daher durchaus wörtlich nehmen – begleitet seinen Besitzer beständig, oft unauffällig und damit problemlos durch den Alltag. Der anhängliche, kleine Hund verträgt sich mit Mensch und Tier gleichermaßen und benötigt deutlich weniger Auslauf viele andere Hunderassen. Dies ist mit ein Grund, wieso sich auch viele Rentner, die alleinstehend sind aber dennoch den Alltag nicht allein verbringen wollen, einen Malteser anschaffen. Gerade, wenn es mit der Mobilität und dem Gassi gehen nicht mehr so gut funktioniert wie früher.

 

Der Malteser genießt einen Ruf als höchst widerstandsfähiger und robuster Hund, heißt: den Hunden kann so schnell nichts etwas anhaben. Er gilt allgemein als gesunder Vierbeiner, der nicht übermäßig von Krankheit oder gesundheitlichen Problemen gezeichnet ist. (#03)

Der Malteser genießt einen Ruf als höchst widerstandsfähiger und robuster Hund, heißt: den Hunden kann so schnell nichts etwas anhaben. Er gilt allgemein als gesunder Vierbeiner, der nicht übermäßig von Krankheit oder gesundheitlichen Problemen gezeichnet ist. (#03)

Lebhaft, verspielt, intelligent: der Charakter des Maltesers

Der Malteser genießt einen Ruf als höchst widerstandsfähiger und robuster Hund, heißt: den Hunden kann so schnell nichts etwas anhaben. Er gilt allgemein als gesunder Vierbeiner, der nicht übermäßig von Krankheit oder gesundheitlichen Problemen gezeichnet ist. Allerdings: wie es bei vielen kleineren Hunderassen – z.B. einigen Terriern wie etwa dem Border Terrier oder Cairn Terrier – üblich ist, können bei ihm Probleme mit den Knien auftreten. Genauer: mit den Kniescheiben. Achtet der Halter aber darauf, dass sich das Gewicht der Hunde stets im üblichen Rahmen bewegt, ist diese Gefahr durchaus gut zu bannen. Es schadet daher nicht, schon bei den Welpen stets auf das Gewicht zu achten.

Geht es dem kleinen, drolligen Hund gut, überträgt sich sein ausgesprochen temperamentvolles, verspieltes Gemüt direkt auf das Herrchen. Der Malteser ist ein lernwilliger, scharfsinniger und treuer Hund, der für seine Anhänglichkeit und Verspieltheit bekannt ist. Gerade diese Eigenschaften machen ihn zum optimalen Hund für die ganze Familie, da gerade auch Kinder ihren Spaß mit dem verschmusten Vierbeiner haben. Der Hund kommt aufgrund dieser Wesenszüge übrigens auch öfter zu Therapiezwecken zum Einsatz.

Da der Malteser ein enges Verhältnis und eine starke Bindung zum Menschen benötigt, sollte man dem Hund viel Zeit und Aufmerksamkeit schenken und sich mit ihm beschäftigen. Das Schlimmste, was man diesem emotionalen, sensiblen Gemüt antun kann, ist die Haltung im Zwinger. Alles in allem eignet er sich gerade auch für Anfänger und im Umgang mit Hunden ungeübte Halter, da der Malteser vergleichsweise leicht zu erziehen ist. Wer sein Tier gut erzieht und schon die Welpen entsprechend sozialisiert, wird später von der enormen Vertrautheit anderen Lebewesen gegenüber, evtl. sogar überrascht sein. Denn nicht selten zeigt sich diese Hunderasse sogar Katzen und anderen Kleintieren gegenüber, sehr aufgeschlossen und alles andere als scheu oder ablehnend.

Außerdem ist er ein sehr neugieriger Hund, der bei seinem Entdeckungsdrang auf seinen optimal ausgebildeten Geruchssinn bauen kann. Er liebt es, Spuren zu folgen und diesen nachzuschnüffeln. Allerdings nicht aus einem Jagdinstinkt heraus, denn der ist bei dieser Hunderasse nur sehr schwach ausgeprägt.

 

Was der Malteser nicht (oder besser gesagt: weniger als andere Hunderassen) an Auslauf braucht, benötigt er in Sachen Pflege seines prägendsten Erscheinungsmerkmals: des Fells. Dieses bedarf einer besonders reinlichen, aufmerksamen Pflege. (#04)

Was der Malteser nicht (oder besser gesagt: weniger als andere Hunderassen) an Auslauf braucht, benötigt er in Sachen Pflege seines prägendsten Erscheinungsmerkmals: des Fells. Dieses bedarf einer besonders reinlichen, aufmerksamen Pflege. (#04)

Das besondere Fell benötigt intensive Pflege

Was der Malteser nicht (oder besser gesagt: weniger als andere Hunderassen) an Auslauf braucht, benötigt er in Sachen Pflege seines prägendsten Erscheinungsmerkmals: des Fells. Dieses bedarf einer besonders reinlichen, aufmerksamen Pflege. Unreinheiten, kleine Tierchen oder anderer „Schmutz“, müssen unbedingt aus dem Fell des Hundes entfernt werden. Gerade, wenn es die Haare in Augennähe betrifft. Denn aufgrund des langen Haars, das oft bis zu den Augen reicht, können schnell Keime und Bakterien ins empfindliche Sehorgan der Tiere gelangen. In der Folge kann zu einer Reizung der empfindsamen Augäpfel kommen, was wiederrum oft gefährliche Bindehautentzündungen nach sich zieht.

Daher: bei der Pflege des Malteser-Fells, unbedingt den Augen-Partien mit besonderem Augenmerk und mit größtmöglicher Sorgfalt widmen. Als Richtwert gilt übrigens: 10- bis 20-minütiges Bürsten und Kämmen, gehört zur normalen, alltäglichen (Fell-)Pflege des Vierbeiners.

Insgesamt sollte die Behaarung täglich gereinigt werden. Auch durchaus mehrmals, je nachdem wie oft man mit dem Hund an der frischen Luft war. Denn gerade nach Spaziergängen im Wald oder im Park – also an Orten mit Dreck, Schlamm und sonstigen Verunreinigungen – ist die Fell-Pflege und -Säuberung erforderlich. Auch hier sollte man es sich als Halter angewöhnen, die umfassende Reinigung schon bei den Welpen vorzunehmen. Später dann sind beide – Halter und Hund – daran gewöhnt und das Saubermachen geht meist wie von selbst bzw. in wenigen Minuten.

 

Der Malteser ist eigentlich der ideale Hund für die kleine, gemütliche Stadtwohnung. Das – wenn möglich – tägliche Gassi gehen ist auch bei diesem Hund natürlich Pflicht. Nur muss er nicht täglich mehrmals an die frische Luft.

Der Malteser ist eigentlich der ideale Hund für die kleine, gemütliche Stadtwohnung. Das – wenn möglich –
tägliche Gassi gehen ist auch bei diesem Hund natürlich Pflicht. Nur muss er nicht täglich mehrmals an die frische Luft.(#05)

Allgemeines zur Haltung vom Malteser

Da diese Hunderasse bei weitem nicht so viel Auslauf benötigt wie z.B. der Beagle, braucht es für die artgerechte Malteser-Haltung nicht zwangsläufig eigenen Garten oder ein großes Haus im Grünen bzw. mit angrenzenden, üppigen Naturlandschaften. Der Malteser ist eigentlich der ideale Hund für die kleine, gemütliche Stadtwohnung. Das – wenn möglich –
tägliche Gassi gehen ist auch bei diesem Hund natürlich Pflicht. Nur muss er nicht täglich mehrmals an die frische Luft.

Da er sehr lebhaft sowie agil ist und sich gerne bewegt, kann es durchaus passieren, dass das kleine weiße Temperamentsbündel hier und da mal etwas umwirft oder an Gegenständen hängenbleibt. Aufgrund der geringen Größe, des geringen Gewichts und der damit zusammen hängenden, nicht sehr ausgeprägten Kraft, muss man beim Malteser aber garantiert nicht mit Millionenschäden in der Wohnung, rechnen.

Der Preis für einen Malteser-Welpen, der von einem seriösen Züchter stammt, liegt bei rund 900 bis 1200 Euro. Ein Tipp: einen guten Züchter erkennt man vor allem auch an seiner Zuchtanlage und deren Qualität. Das Areal sowie die Umgebung sollten sauber und gepflegt sein. Das Gesamtpaket – einschließlich natürlich des ersten Eindrucks vom Züchter – muss also stimmen.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild:  Arthur Lookyanov  #01: Kimrawicz  -#02: Frank 11-#03:Kimrawicz -#04:Olga Taranik   -#05:Olga Taranik

Über 

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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Author: Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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