Hundeparkplätze: Die richtige Lösung?

Müssen Hunde tatsächlich draußen vor dem Geschäft angeleint werden? Natürlich dürfen sie nicht überall mit hinein, doch für die Vierbeiner ist die Warterei nicht sehr angenehm. Deßhalb gibt es vor einigen Geschäften schon Hundeparkplätze.

Draußen anbinden: Muss das sein?

Vor Geschäften, Gaststätten, Banken und öffentlichen Gebäuden kennt man das Zeichen: Hunde sollen draußen bleiben. Inzwischen gibt es einige Läden, die es den Vierbeinern bequem machen und eine Schüssel mit Wasser einrichten. Unter anderem bietet IKEA eine Art Komfortzone für die Hunde an. Das scheint für die Hundebesitzer verlockend zu sein: Sie möchten ja nur kurz hinein, und eine Kleinigkeit besorgen.

Aber ist es klug, seinen Hund anzubinden und ihn für ein paar Minuten alleine zu lassen? Tatsächlich spricht sehr viel dagegen, auch wenn die Umgebung relativ freundlich gestaltet wird. Dadurch, dass die Hundebesitzer meistens relativ kurz anbinden, hat der Hund nur wenig Bewegungsfreiraum. Damit sollen die Passanten geschützt werden, für den Hund ist diese Begrenzung jedoch nicht wirklich angenehm. Er ist der stechenden Sonne, der Kälte oder dem Regen ausgesetzt und kann sich manchmal kaum herumdrehen.

Vor allem in einer fremden Umgebung fühlen sich die Hunde verwirrt und können aggressiv oder panisch werden. Das bedeutet für die Vierbeiner selbst einen erheblichen Stress, den auch die Passanten zu spüren bekommen.

Um seinen Hund davor zu schützen, auf die Straße zu laufen oder den Bürgersteig zu versperren, binden die meisten Hundebesitzer ihn an einer entsprechend kurzen Leine fest. (#01)

Um seinen Hund davor zu schützen, auf die Straße zu laufen oder den Bürgersteig zu versperren, binden die meisten Hundebesitzer ihn an einer entsprechend kurzen Leine fest. (#01)

Den Hund festbinden: Eine gute Idee?

Wenn man den Vierbeiner mit einer Hundeleine an einem Laternenmast oder einer anderen Konstruktion festbindet, so geschieht das aus mehreren Gründen:

  • Der Hund soll nicht gefährdet werden,
  • er soll für die anderen (Passanten, Kinder, andere Hunde) keine Gefahr darstellen,
  • er soll den Einkauf nicht stören,
  • oft darf der Hund nicht mit ins Café oder in den Supermarkt.

Um seinen Hund davor zu schützen, auf die Straße zu laufen oder den Bürgersteig zu versperren, binden die meisten Hundebesitzer ihn an einer entsprechend kurzen Leine fest. Das schränkt seinen Freiraum extrem ein und verursacht womöglich sogar Panik.
Sicherlich ist es immer noch besser, den Hund anzubinden, als ihn im Auto zu lassen. Die Horrornachrichten aus der heißen Jahreszeit zeigen, wie gefährlich die Hitze im Inneren eines Wagens werden kann. Für Menschen und Tiere kann das sogar lebensbedrohlich sein. Allerdings sollte man beim Anleinen bedenken, dass dies nur ein unzureichender Schutz ist.

Hundegerechtes Anleinen an Hundeparkplätzen

IKEA und einige andere Geschäfte bieten mittlerweile spezielle Hundeparkplätze an. Hier haben die Tiere relativ viel Auslauf und zudem eine bequeme Zone, um sich auszuruhen. Offensichtlich haben die Händler mitgedacht und möchten für die Vierbeiner eine angenehme Umgebung schaffen.

Ein spezieller Hundeparkplatz für Beagle, Schäferhund oder andere Hunderassen kann folgendermaßen aussehen:

  • Die Grundplatte wird einbetoniert, aufgedübelt oder an einer Hauswand befestigt,
  • die Standpfosten bieten genügend Möglichkeiten zum Anleinen,
  • Karabinerhaken erleichtern es, die Hundeleine zu befestigen.

Bei www.ziegler-metall.de  gibt es die geeigneten Konstruktionen für Hunde in verschiedenen Größen. Diese Systeme sind nicht nur für Geschäftsinhaber interessant. Auch vor öffentlichen Gebäuden oder Banken kann man die Hundeparkplätze montieren.

Einige Hundebesitzer befürchten, dass ihr Hund gestohlen werden könnte, wenn sie ihn anleinen. Sie lassen ihn vielleicht vor der Bäckerei warten, bleiben aber in einer ungewohnten Umgebung lieber bei ihm oder nehmen ihn gar nicht erst zum Einkaufen mit. Tatsächlich wird nicht nur in Großstädten vor Dieben und illegalen Hundehändlern gewarnt. (#02

Einige Hundebesitzer befürchten, dass ihr Hund gestohlen werden könnte, wenn sie ihn anleinen. Sie lassen ihn vielleicht vor der Bäckerei warten, bleiben aber in einer ungewohnten Umgebung lieber bei ihm oder nehmen ihn gar nicht erst zum Einkaufen mit. Tatsächlich wird nicht nur in Großstädten vor Dieben und illegalen Hundehändlern gewarnt. (#02)

Vorsicht beim Anleinen: Die Diebe warten schon

Einige Hundebesitzer befürchten, dass ihr Hund gestohlen werden könnte, wenn sie ihn anleinen. Sie lassen ihn vielleicht vor der Bäckerei warten, bleiben aber in einer ungewohnten Umgebung lieber bei ihm oder nehmen ihn gar nicht erst zum Einkaufen mit. Tatsächlich wird nicht nur in Großstädten vor Dieben und illegalen Hundehändlern gewarnt. Manchmal gehen diese Kriminellen so gezielt und schnell vor, dass man kaum etwas dagegen unternehmen kann. Ob die Hunde darunter leiden, ist den Dieben meistens gleichgültig. Die Kennzeichen für die Identifizierung des Hundes wird ihm einfach abgenommen, und schon sind die Verbrecher mit dem Vierbeiner verschwunden. Vor allem wenn der Einkauf etwas länger dauert, ist der Hund, der mehr oder weniger geduldig vor dem Supermarkt sitzt, sehr gefährdet.

Die Sache mit der Aufsichtspflicht

Laut Gesetz ist es den Hundebesitzern nicht untersagt, ihren Hund anzuleinen. Wenn ein extra Hundeparkplatz eingerichtet wurde, lädt das förmlich dazu ein, ihn kurz warten zu lassen, während man seine Besorgungen erledigt. Als Hundehalter sollte man aber wissen, dass man gewisse Pflichten zu erfüllen hat. Dazu gehört auch die ordnungsgemäße Beaufsichtigung des Tieres. Der Hund darf weder Personen noch andere Tiere in Gefahr bringen.

Wenn er jedoch durch das Warten unruhig und womöglich sogar aggressiv wird, beginnt er zu bellen oder greift andere Hunde und Menschen an. Außerhalb des eigenen Grundstücks sollte man deßhalb besonders aufpassen, dass er nicht beißt oder sich anders provozieren lässt. Wenn man selbst im Laden steht und der Hund draußen vor dem Schaufenster auf einen anderen Vierbeiner oder eine Person zuspringt, ist es jedoch meistens zu spät, um noch einzugreifen.

Warum dürfen Hunde nicht in die Geschäfte hinein?

Nur wenige Restaurants erlauben das Mitnehmen von Hunden. Hier steht ganz klar die Hygiene im Vordergrund. Auch andere Geschäfte möchten, dass die Vierbeiner draußen bleiben. Hier geht es ebenfalls um hygienische Gründe, außerdem sind sich die Verantwortlichen der Möbelhäuser wie IKEA und der anderen Läden bewusst, dass nicht alle Kunden den Hunden gegenüber freundlich gesonnen sind. Einige Personen haben regelrecht Angst, selbst wenn es sich um kleinere Tiere handelt. Eine Ausnahme sind Assistenzhunde, sowohl in den Geschäften als auch in den meisten Gaststätten.

Die Hundeparkplätze sollen das Problem lösen und dafür sorgen, dass die Vierbeiner friedlich und geduldig warten. Darum befinden sich die Liegeplätze und die Anlein-Möglichkeiten meistens im Schatten.

Wer einkaufen möchte, sollte seinen Vierbeiner deshalb lieber zuhause lassen und später mit ihm Gassi gehen. (#04)

Wer einkaufen möchte, sollte seinen Vierbeiner deshalb lieber zuhause lassen und später mit ihm Gassi gehen. (#04)

Die alltäglichen Wege: Nicht immer das richtige Bewegungsprogramm für den Hund

Grundsätzlich bewegen sich Hunde gerne und würden zu jedem Spaziergang mitkommen. Wenn der Weg jedoch zum Bäcker oder zum Supermarkt führt, so muss er zwischendurch warten. Selbst für ruhige Tiere bedeutet das eine gewisse Belastung. Wenn es sich um einen Junghund handelt oder wenn das Haustier einen aggressiven Charakter hat, so ist die Bellerei vorprogrammiert. Das stört dann widerrum die Passanten und stresst den Hund.

Wer einkaufen möchte, sollte seinen Vierbeiner deshalb lieber zuhause lassen und später mit ihm Gassi gehen. Das ist für den Hundehalter und seinen „besten Freund“ definitiv die bessere Entscheidung. Oder zwei Personen machen sich zusammen mit dem Hund auf den Weg, sodass einer bei dem Tier bleiben kann, während der andere die Einkäufe erledigt.

Hundeparkplätze für den Notfall

Manchmal geht es nicht anders: Man muss dringend noch zur Bank, und etwas erledigen, oder schnell ein Medikament von der Apotheke abholen. Der Hund braucht wirklich nur einen Moment zu warten. In diesem Fall ist es gut, wenn ein Hundeparkplatz vorhanden ist, der einen gewissen Wetterschutz bietet. Im Optimalfall sorgt eine Überdachung dafür, dass das Tier nicht zu viel Sonne oder Regen abbekommt.
„Bleib“ oder „Sitz“ sind die passenden Befehle, die man auch in der Eile nicht vergessen sollte. Ein gut erzogener Hund bleibt problemlos ein paar Minuten lang still sitzen. Junge Hunde kommen jedoch nur schwer damit klar und sollten deshalb erst einmal geschult werden.

Auch wenn der Vierbeiner in der Hundeschule gelernt hat, auf Kommando anzuhalten und seinen Platz nicht zu verlassen, sollte man ihn nicht ohne Leine vor einem Geschäft lassen. Man weiß nie, was passiert. Durch Provokationen oder unvorhersehbare Situationen könnte der Hund womöglich doch weglaufen oder auch von jemand anderem mitgenommen werden.

Aus diesen Gründen sollte man die Hundeparkplätze wirklich nur in Notfällen benutzen und sie nicht als bequeme Lösung betrachten, nach dem Motto: Der Vierbeiner ist ja angeleint, jetzt habe ich Zeit für einen Kaffee.

Die Fachleute kennen sich mit der Wahrnehmung der Hunde aus und wissen, wie die Umwelt auf diese wirkt, wenn der Hundehalter sie alleine lässt. (#03)

Die Fachleute kennen sich mit der Wahrnehmung der Hunde aus und wissen, wie die Umwelt auf diese wirkt, wenn der Hundehalter sie alleine lässt. (#03)

Was die Hundeexperten dazu sagen

Die Fachleute kennen sich mit der Wahrnehmung der Hunde aus und wissen, wie die Umwelt auf diese wirkt, wenn der Hundehalter sie alleine lässt.

  • Oft fühlen sich die Vierbeiner verunsichert und bekommen Angst, vor allem in einem stark frequentierten Bereich,
  • die unvermeidbare Nähe der Passanten stört die übliche Distanz, die der Hund sonst wahren würde,
  • die Geräuschkulisse führt zu Stress,
  • die sonstige Ruhe und das Vertrauen schwinden.

Auch für gut dressierte, ruhige Vierbeiner kommt es zum Konflikt, wenn sie angeleint werden und gleichzeitig den Auftrag bekommen, an ihrem Platz zu bleiben. So ist der Hundeparkplatz im Grunde genommen zwar eine gute Idee, sollte jedoch nicht zu oft in Anspruch genommen werden – im Interesse des Hundes selbst und um die Aufsichtspflicht als Hundebesitzer zu erfüllen.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Bildagentur Zoonar GmbH  -#01: Danger Jacobs  -#02: Mahony -#03: Pavel Stasevich -#04: ziviani

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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Author: Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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