Hundefutter: Trockenfutter einweichen oder nicht

Ich selbst als mehrfacher Hundehalter habe mich lange und ausgiebig mit diesem Thema beschäftigt. Auch habe ich verschiedene Fütterungsvarianten über einen längeren Zeitraum ausprobiert. Am Ende entschied ich mich doch für das Einweichen des Trockenfutters, weil es meiner Meinung nach die meisten Vorteile bietet und für den Hund am angenehmsten ist. In diesem Artikel möchte ich Dir nun erklären warum.

Flüssigkeitszufuhr ausgeglichen

Zum Einen ist Hundetrockenfutter wie der Name schon sagt trocken. So muss der Hund eine große Menge Wasser zu sich nehmen, denn es muss das fehlende Feuchtigkeitsgehalt ausgeglichen werden. Du kennst es vielleicht auch von Dir selbst: An Tagen an denen du mehr trinkst, musst du auch mehr auf die Toilette. Dies kann für den Hund unangnehm werden, denn er kann sich nur in seltenen Fällen so lösen wie er es möchte.

Oder würdest Du Dich freuen nach Hause zu kommen und eine Pfütze nach der anderen vorzufinden?

Nein?

Ich auch nicht.

Sicherlich weißt Du auch wie unschön und auch ungesund es ist lange einhalten zu müssen. Ein anderes Problem ist, dass viele Hunde einfach grundsätzlich weitaus weniger weniger trinken, als sie vielleicht ohnehin trinken müssten und können den Flüssigkeitsmangel so nur sehr schwer ausgleichen.

Vermeidung von Völlegefühl

Damit kommen wir schon zum nächsten Problem. Sicher hast du schon festgestellt, dass wenn man etwas die Feuchtigkeit entzieht, es um ein vielfaches schrumpft. Gibt man dann wieder Flüssigkeit hinzu, nimmt es wieder enorm an Volumen zu. So auch das Trockenfutter.

Füttert man nun das Futter uneingeweicht und der Hund trinkt die nötige Menge dazu, quillt das Hundefutter erst im Magen des Hundes auf. Dass dies nicht unbedingt angenehm ist, kannst du Dir sicher vorstellen. Vergleichbar ist es damit, wenn Du ein unangenehmes Völlegefühl verspürst. Es kann je nach Menge sogar zu bösen Bauchschmerzen führen. Soetwas versucht jeder Hunderhalter zu vermeiden und seinem Tier nicht unnötig antun, wenn es doch einfach zu vermeiden ist.

Geringes Risiko des Verschluckens

Das nächste Problem ist, dass der Hund von Natur aus ein Schlinger ist. Wer schlingt, kaut nicht richtig und verschluckt sich leichter. Ich denke jeder von uns weiß wie unangenehm es sein kann, wenn man sich verschluckt. Dadurch, dass das Futter nun eingeweicht ist, rutscht es leichter und es kommt seltener zu einem unangenehmen oder gar schmerzhaften Verschlucken.

Ein Verschlucken löst Husten aus, was bei uns nicht selten mit hochwürgen des Futters geendet hat. Ziemlich ekelig, wenn der Hund das dann wieder frisst oder ich als Hundehalter dieses Missgeschick beseitigen muss. Seit dem Einweichen haben wir damit keinerlei Probleme mehr.

Alter Irrglaube: Trockenfutter ist besser für die Zähne

Viele würden jetzt allerdings auch sagen, dass der Hund durch Trockenfutter weniger Zahnstein und insgesamt gesündere und robustere Zähne. Das dachte ich auch mal. Nun weiß ich es besser. Sinnvoller ist es, dem Hund regelmäßig gesunde Kauartikel, wie zum Beispiel Rinderhautknochen oder frische Knochen, anzubieten.

Angenehmes Fressen auch im Alter

Jeder Hund wird irgendwann ja auch mal älter und kann möglicherweise schlechter kauen. In diesem Fall kann das gewohnte Futter in der gewohnten Konsistenz weiter wie gehabt gegeben werden, denn das eingeweichte Futter lässt sich auch von zahnlosen Hunden problemlos Verzehren. Hier erweist es sich als äußerst nützlich, wenn der Hund schon eingeweichtes Trockenfutter kennt. So kommen zu Zahnproblemen nicht auch noch der Stress der Umgewöhnung des Futters. Viele Hunde tun sich gerade im Alter schwer mit der Umstellung des Futters.

Fazit oder Warum es besser ist das Hundefutter eingeweicht zu verfüttern

Ich bin überzeugt davon, dass es sinnvoller ist ein gutes Trockenfutter einzuweichen. Meine Hunde vertragen es besser als das trockene Futter und seither habe ich auch keinerlei Probleme mehr mit aufgeblähten Bäuchen oder hochgewürgtem Futter durch Verschlucken.

Ich hoffe ich konnte Dir hier einen guten Einblick in die Fütterung von eingeweichtem Trockenfutter zeigen.


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Über Iris Martin

Iris Martin, Jahrgang bleibt ein gut gehütetes Geheimnis, ist Mutter zweier Kinder. Rabauke 1 und Rabauke 2 sind Wunschkinder ersten Grades, treiben ihre Eltern regelmäßig an den Rand der Verzweiflung und wissen sie von dort mit einem lieblichen Augenaufschlag wieder wegzuholen. Iris ist derzeit mit ihren beiden Jungs zu Hause, genießt das Leben als Vollzeitmami und hält das Chaos so im Rahmen. Neuen Herausforderungen stellt sie sich dabei gerne – immer gut gewappnet mit dem Wissen, das nur aktiv agierende Eltern haben können.

2 Kommentare

  1. Hallo René, vielen Dank für Deine Erklärungen, ich hätte es sehr hilfreich gefunden, wenn du ein wenig näher auf die Prozedur des Einweichens eingegangen wärst, ich habe selbst auch schon versucht, das Futter einzuweichen, insbesondere für unseren ältesten Rüden, der schon einige Zeit Probleme mit seinem Gebiss hat, und nun die OP unausweichlich ansteht, da die lockeren Zähne ihn doch sehr behindern. Nimmst du Wasser oder auch mal Brühe zum einweichen, und wie lange vor der Fütterung weichst du es ein?

  2. Hey René,
    wirklich guter Artikel über Hundefutter. Gibst du deinen Vierbeinern auch rohes Fleisch oder hälst du davon nichts?

    Viele Grüße
    Lukas + Familie

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