Einmaleins des Clickertrainings für Hunde

Das Clickertraining erfreut sich bei Tierhaltern einer wachsenden Beliebtheit. Dieses sogenannte Markertraining hilft dabei, den Hund zu erziehen und ihn zu beschäftigen. Beim Markertraining wird der Vierbeiner auf ein Wort oder ein bestimmtes Geräusch konditioniert, indem darauf immer eine positive Bestätigung folgt.

Das Clickertraining: Was gibt es zu beachten?

Im Fall des Clickertrainings wird das Tier also auf das klickende Geräusch des Clickers konditioniert. Sie können Ihrem Hund mit dem Clickertraining beibringen, welche Verhaltensweisen erwünscht und richtig sind. Nützlich erweist sich das vor allem, wenn der Hund Kommandos und Tricks erlernen soll. Aber auch bei der grundlegenden Erziehung, in diversen Hundesportarten und bei Problemhunden hat sich das Clickertraining bewährt. Mit dem Clickertraining können Sie Ihren Hund präzise loben, ohne dass eine körperliche Einwirkung erforderlich ist. Das ist gerade bei ängstlichen oder scheuen Hunden ein großer Vorteil.
Auswahl eines geeigneten Clickers

Bevor Sie mit dem Clickertraining beginnen können, benötigen Sie einen Clicker. Dies ist das Gerät, das auf Knopfdruck ein „Klick-Signal“ aussendet. Die Clicker-Auswahl ist umfangreich. Welches Modell für Sie und Ihren tierischen Begleiter am besten geeignet ist, hängt von verschiedenen Aspekten ab. So spielen der Einsatzzweck und der Charakter Ihres Hundes eine wichtige Rolle. Für ängstliche Hunde eignet sich ein leiser Clicker und für mehrere Fellnasen sollte ein Multi-Clicker verwendet werden.

 

Das Clickertraining erfreut sich bei Tierhaltern einer wachsenden Beliebtheit. Dieses sogenannte Markertraining hilft dabei, den Hund zu erziehen und ihn zu beschäftigen. (#01)

Das Clickertraining erfreut sich bei Tierhaltern einer wachsenden Beliebtheit. Dieses sogenannte Markertraining hilft dabei, den Hund zu erziehen und ihn zu beschäftigen. (#01)

Konditionierung auf den Clicker

Das Hundefutter ist eine Möglichkeit zur Kommunikation mit dem Vierbeiner und spielt beim Clickertraining eine wichtige Rolle. Üblicherweise wird der Hund nämlich mit schmackhaften Leckerlis auf den Clicker konditioniert.

Dabei gehen Sie wie folgt vor:

  1. Ziehen Sie sich mit dem Hund in einen ruhigen Raum zurück.
  2. Knien Sie sich vor ihn und warten Sie, bis Sie die Aufmerksamkeit Ihres Vierbeiners haben.
  3. Verstecken Sie die Leckerlis und den Clicker hinter Ihrem Rücken.
  4. Betätigen Sie den Clicker.
  5. Sofort danach erhält der Hund die Belohnung in Form eines Leckerlis.

Die Abfolge „Click – Futter“ wird einige Male wiederholt. Nach ein paar Übungseinheiten hat der Hund verstanden, dass nach dem klickenden Geräusch ein Leckerli folgt. Dann ist es möglich, die Abstände zwischen dem Click und dem Leckerli zu verlängern. Die Fellnase wird dann schon erwartungsvoll schauen, wo die Belohnung bleibt. Später müssen Sie nicht mehr nach jedem Click ein Leckerli geben, denn Ihr Hund wird trotzdem wissen, dass sein Verhalten richtig war. Damit er aufmerksam bleibt, ist eine variable Belohnung wichtig. Nur so entwickelt er eine Erwartungshaltung und wird Spaß am Training haben.

Video: Hund – Clickertraining – Grundlagen

Das richtige Timing ist entscheidend

Beim Clickertraining ist das richtige Timing das A und O. Zwar können Sie später mit der Belohnung warten, aber dennoch muss der Click immer unmittelbar auf das erwünschte Verhalten folgen. Nur so wird der Hund verstehen, dass er etwas richtig gemacht hat und das Verhalten erneut an den Tag legen. Bei einem Hund haben Sie nur zwei Sekunden Zeit, um das Verhalten mit dem Clicker zu bestätigen.

Wenn Sie zu lange brauchen, kann der Hund die Belohnung nicht mehr mit der zuvor ausgeführten Aktion verbinden. Dementsprechend freut er sich zwar über das Leckerli, weiß aber nicht, wofür er es bekommen hat. Das lässt sich gut am Beispiel des Apportierens veranschaulichen: Angenommen, ein Hund neigt gerade erst dazu, die Gegenstände vorsichtig ins Maul zu nehmen und ganz kurz festzuhalten.

Dann müssen Sie schnell sein: Betätigen Sie den Clicker, solange er das Objekt noch in der Schnauze hat und nicht erst, wenn er es schon wieder fallen gelassen hat. Andernfalls belohnen Sie ihn für das Fallenlassen und nicht für das Festhalten, was dem Erlernen des Apportierens natürlich im Wege steht.

Nicht erwünschtes Verhalten wird beim Clickertraining durch das richtige Verhalten ersetzt, indem Sie nur das erwünschte Verhalten bestätigen. (#02)

Nicht erwünschtes Verhalten wird beim Clickertraining durch das richtige Verhalten ersetzt, indem Sie nur das erwünschte Verhalten bestätigen. (#02)

Belohnen statt bestrafen

Nicht erwünschtes Verhalten wird beim Clickertraining durch das richtige Verhalten ersetzt, indem Sie nur das erwünschte Verhalten bestätigen. Falsche Verhaltensweisen werden daher nicht durch Ausschimpfen bestraft, sondern einfach ignoriert. Zieht der Hund beispielsweise an der Leine, dürfen Sie nicht schimpfen, wenn er dieses unerwünschte Verhalten zeigt, sondern betätigen den Clicker, solange die Hundeleine noch durchhängt.

Dadurch wird er begreifen, dass Sie dieses Verhalten belohnen und es bewusst öfter zeigen, um mehr Leckerlis zu erhalten. Dasselbe Prinzip funktioniert beim Füllen des Futternapfes. Wenn der Hund dabei jault und an Ihnen hochspringt, schimpfen Sie nicht mit ihm, sondern belohnen ihn mit einem Click und einem Leckerli, sobald er ruhig ist. Die Fellnasen sind nicht dumm und werden sehr schnell verstehen, was Sie von ihnen wollen.

Video: Hund – Clickertraining – Lektion 2 – Platz

Die ersten Übungseinheiten richtig gestalten

Sobald die Fellnase auf den Clicker konditioniert ist – also genau weiß, dass nach jedem Click ein Leckerli folgt –, können die ersten Trainingseinheiten beginnen. Dabei ist es wichtig, die Körpersprache vom Hund genau zu beobachten. Sobald er Anzeichen für Frustration zeigt – laut purina.de äußert er das durch versteifte Beine, weit geöffnete Augen und häufig auch durch Gebell –, sollte das Clickertraining abgebrochen werden. Es bringt nichts, den Hund zu überfordern, da er dann in Zukunft keine Freude mehr am Training haben wird.

Grundsätzlich sollten die einzelnen Übungseinheiten daher nicht zu lang gestaltet werden. Am Anfang reichen drei Einheiten am Tag für jeweils fünf Minuten. Das Tier muss erst lernen, sich über eine längere Zeit zu konzentrieren. Später sind daher auch längere Trainingseinheiten problemlos möglich.

Am Anfang üben Sie erst einmal einfache Sachen, die Ihr Hund ohnehin schon beherrscht, wie zum Beispiel:

  • Sitz
  • Platz
  • Pfötchen geben

Clickern Sie regelmäßig mit dem Hund. Dann wird er schon bald damit beginnen, selbstständig neue Verhaltensweisen zu zeigen. Um ein völlig neues Kommando einzuführen, ist es wichtig, immer auch die einzelnen Bewegungen zu belohnen, die zum Ziel führen. Bestehen Sie also nicht darauf, dass der Hund sofort den endgültigen Trick ausführt. Sie können beim Clickertraining gern ein wenig nachhelfen, indem Sie den Hund mit Leckerlis in die von Ihnen gewünschte Position bringen. Schieben, festhalten oder drücken ist aber nicht erlaubt.

Alle Bewegungen müssen immer freiwillig angeboten werden. Wenn ein Hund beim Tricktraining neue Verhaltensweisen zeigt, wird das als „Shapen“ bezeichnet. Auf Deutsch übersetzt bedeutet das so viel wie „ausbilden“ oder „formen“. Stellen Sie dem Hund zum Beispiel eine leere Schüssel hin und warten Sie dann, welches Verhalten er anbietet. Danach können Sie entscheiden, ob Ihnen die gezeigten Reaktionen gefallen und ob Sie sie belohnen oder ignorieren.

Viele Tiere bieten in solchen Situationen von sich aus ein Verhalten an, allerdings trifft das nicht auf alle Vierbeiner zu. Einige können damit nichts anfangen, sondern schauen ihren Besitzer nur mit Verwunderung an. Das ist jedoch kein Grund, gleich aufzugeben oder helfend einzugreifen. Geben Sie dem Hund Zeit zum Nachdenken. Meist wird er nach ein paar Momenten doch noch eine Reaktion zeigen.

Übrigens: Tiere, mit denen in regelmäßigen Abständen gearbeitet wird, lernen neue Übungen leichter als Vierbeiner, die nur gelegentlich mit dem Clicker üben. (#02)

Übrigens: Tiere, mit denen in regelmäßigen Abständen gearbeitet wird, lernen neue Übungen leichter als Vierbeiner, die nur gelegentlich mit dem Clicker üben. (#03)

Den Hund beim Clickertraining niemals überfordern

Im Laufe des Trainings besteht die Möglichkeit, gesprochene Kommandos oder Handzeichen einzuführen und mit dem Click zu bestätigen. Auch hier ist aber Geduld gefragt, denn der Hund wird die neu gelernte Übung nicht sofort und überall ausführen. Gehen Sie immer langsam und Schritt für Schritt vor und führen Sie Signale und Kommandos am besten in einer reizarmen Umgebung ein. Das kann zum Beispiel das Schlafzimmer sein.

Sobald die Übung dort ohne Probleme klappt, können Sie versuchen, sie auch im Freien auszuführen. Im Zweifelsfall ist es besser, noch einmal einen Schritt zurück zu machen und wieder ins Schlafzimmer zu gehen, wenn die Übung draußen noch nicht richtig klappt. Übrigens: Tiere, mit denen in regelmäßigen Abständen gearbeitet wird, lernen neue Übungen leichter als Vierbeiner, die nur gelegentlich mit dem Clicker üben.


BIldnachweis:©Shutterstock-Titelbild:  Melounix  -#01: Duncan Andison -#02: ESB Professional-#03: Melounix _

Über 

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

Author: Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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