Beagle: Charakter, Haltung & Erziehung

Der Beagle ist aufgeweckt, bewegungsfreudig und extrem liebenswert. Ein Hund, der bei vielen Züchtern und Hundefans beliebt ist. Einst wurde diese Hunderasse in England als Jagdhund gezüchtet, was man seinem umtriebigen Wesen, Instinkt und der zuverlässigen Spürnase, noch heute anmerkt. Was bedeutet das für die Haltung und Pflege? Worauf ist zu achten?

Der Beagle: Geschichte und Herkunft

Der Beagle ist ein echter „Klassiker“ unter den Laufhunderassen, die ihren Ursprung in England haben. Die Wurzeln dieser Hunde lassen sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Experten vermuten, dass der Beagle letztlich auf die „Southern Hounds“ zurückgeht, einer aus Südfrankreich stammenden Hunderasse. Diese hatten schwarze und braune Tupfer, die Grundfarbe war weiß.

Sicher ist, dass der Beagle schon im England des 16. Jahrhunderts sehr weit verbreitet war. Damals benötigte man einen Hund, der die Fährte von Kleinwild aufzuspüren konnte. Denn: Hoch- und Großwild – etwa Bären, Rehe und Hirsche – waren zu jener Zeit in England fast ausgerottet. Mit dem Beagle hatte man nun einen flinken, robusten Hund, der spurensicher war und sich als sicherer Jäger von beliebtem Kleinwind erwies (z.B. Kaninchen, Fuchs, Dachs). Sein Talent als Jagdhund entdeckten im 19. Jahrhundert, dann auch die Franzosen.

Damit war der Beagle in Europa endgültig als eine jener Hunderassen etabliert, die vornehmlich für die Jagd gezüchtet wurden – nicht zuletzt auch aufgrund der Schnelligkeit und Ausdauer.

 

Der Beagle ist ein echter „Klassiker“ unter den Laufhunderassen, die ihren Ursprung in England haben. Die Wurzeln dieser Hunde lassen sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Experten vermuten, dass der Beagle letztlich auf die „Southern Hounds“ zurückgeht, einer aus Südfrankreich stammenden Hunderasse. (#01)

Der Beagle ist ein echter „Klassiker“ unter den Laufhunderassen, die ihren Ursprung in England haben. Die Wurzeln dieser Hunde lassen sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Experten vermuten, dass der Beagle letztlich auf die „Southern Hounds“ zurückgeht, einer aus Südfrankreich stammenden Hunderasse. (#01)

Besonderheiten und äußere Merkmale der Hunderasse

Wahrscheinlich im 19. Jahrhundert entstand auch der Begriff des „beagling“. Gemeint ist damit schlicht die Hundejagd in einer Meute. Diese Vergangenheit als Jagd- und Meutehund, steckt dem Beagle auch heute noch mehr als deutlich in den Knochen.
Als eigene Hunderasse wurde er 1890 dann auch durch den britischen Kennel Club anerkannt. In Deutschland kennt man den Beagle in erster Linie als Familienhund. Ein trauriger Fakt: kaum ein anderer Vierbeiner wird in der wissenschaftlichen Forschung so häufig für Laborversuche eingesetzt – gerade auch in Deutschland.

Bezogen auf das Aussehen sind es vor allem zwei Farbvarianten bzw. -kombinationen, die besonders häufig vorkommen:

  • zweifarbig (Varianten: braun/weiß, rot/weiß und gelb/weiß) sowie
  • dreifarbig in der Kombination schwarz/braun/weiß

In Deutschland kommt er sehr häufig zweifarbig vor, am ehesten in der Kombination braun/weiß. Das Schwarz fehlt hier und das Braun hat eher einen rötlichen Stich.

Der Beagle kommt meist auf ein Gewicht von rund 10 bis 14 Kilogramm und er wird in aller Regel 35 bis 40 Zentimeter groß. Der Hund hat eine Lebenserwartung von ca.13 Jahren. Der FCI (ein Dachverband, der Hunderassen in Gruppen und Sektionen aufteilt und kategorisiert) gliedert den Beagle offiziell in die FCI-Gruppe 6 ein: den Lauf-Hund, Schweiß-Hund und mit ihnen verwandte Hunderassen.
Laut FCI-Standards haben Beagles Stop, der sehr gut ausgeprägt ist. Die Augen sind meist Dunkelbraun und von sanftem, oft melancholischem Ausdruck.

Wahrscheinlich im 19. Jahrhundert entstand auch der Begriff des „beagling“. Gemeint ist damit schlicht die Hundejagd in einer Meute. Diese Vergangenheit als Jagd- und Meutehund, steckt dem Beagle auch heute noch mehr als deutlich in den Knochen. (#02)

Wahrscheinlich im 19. Jahrhundert entstand auch der Begriff des „beagling“. Gemeint ist damit schlicht die Hundejagd in einer Meute. Diese Vergangenheit als Jagd- und Meutehund, steckt dem Beagle auch heute noch mehr als deutlich in den Knochen. (#02)

Kluges Temperamentbündel: der Charakter des Beagle

Ihre Geschichte als Jagdhund und auf ein in der Meute agierendes Tier, hat die Beagles zu sehr sozialen und geselligen Vierbeinern gemacht. Er passt sich Tempo und Dynamik des Rudels bzw. der Lebewesen an, die ihn umgeben und mit denen er zusammen ist. Er ist ein sehr konzentrierter und stets wachsamer Hund, der zudem Auffälliges meist sofort an sein Rudel oder das Umfeld „meldet“. Diese Eigenschaften und Fähigkeiten sorgen dafür, dass das aufgeweckte Tier im Alltag aber auch unbedingt Gesellschaft benötigt.

Idealerweise lebt er daher zusammen mit einem Artgenossen oder mit – mindestens – einem Menschen, zu dem er Vertrauen hat. Ein idealer Familienhund also, wenn man so will. Denn geradezu legendär sind seine Menschenfreundlichkeit sowie ein ausgesprochen lebhaftes Temperament. Das zeigt sich schon deutlich bei den Beagle-Welpen. Die Jungtiere sind geradezu verrückt nach ausgiebigen Spiel- und Schmuseattacken. Und: jederzeit spielbereit, zeichnen sich schon die Welpen in ihrem Umgang mit anderen Lebenswesen, durch Harmonie und Sanftmütigkeit aus. Eigenschaften der Welpen, die natürlich vor allem kleine Jungen und Mädchen lieben. Ihren Hang zum Herumtollen und ausgelassenen Toben, legen Beagles im Übrigen auch als ausgewachsene Hunde nicht ab – in erster Linie zur Freude von Besitzern, die Kinder haben.

 

Allerdings sollte man sich seiner Jagdinstinkte bewusst sein, denn diese sind nicht abzuerziehen. Hat er eine Spur aufgenommen, lässt er sich nicht so leicht bändigen und davon abhalten, der Fährte zu folgen. (#03)

Allerdings sollte man sich seiner Jagdinstinkte bewusst sein, denn diese sind nicht abzuerziehen. Hat er eine Spur aufgenommen, lässt er sich nicht so leicht bändigen und davon abhalten, der Fährte zu folgen. (#03)

Ein „guter Riecher“: Wesens- und Instinktmerkmale des Beagle

Allerdings sollte man sich seiner Jagdinstinkte bewusst sein, denn diese sind nicht abzuerziehen. Hat er eine Spur aufgenommen, lässt er sich nicht so leicht bändigen und davon abhalten, der Fährte zu folgen. Das kann dann manch einen Besitzer schon mal in den Wahnsinn treiben. Vor allem, wenn der Vierbeiner einem beim Gassi gehen mal wieder entwischt und aus dem Blickfeld gerät. Übrigens: Dieser ausgeprägte Instinkt bedeutet nicht automatisch, dass der Beagle, der so voller Energie steckt, besonders aggressiv oder angriffslustig ist. Als Wachhund eignet er sich daher nur bedingt.

Noch für eine andere Eigenheit, manch einer bezeichnet es gerne scherzhaft als „Verhaltensauffälligkeit“, ist der Beagle berühmt: für seinen Hang, übermäßig und in Rekordtempo zu fressen. Die Verfressenheit geht soweit, dass der Hund frisst was ihm vor die Schnauze kommt – ohne Rücksicht auf Verpackungen, Papier und spitzere Gegenstände. Eine konsequente Erziehung und geeignete Haltung sorgen aber dafür, dass man mit dieser Eigenschaft nach einer gewissen Zeit aber entsprechend gut umgehen kann. Wichtig ist, auf eine ausgewogene Ernährung und maßvolle Fütterung zu achten, sonst verkommt jeder Schmaus zu einer – auf die lange Sicht sehr ungesunden – regelrechten Völlerei. Denn von allein hören die wenigsten Beagles rechtzeitig mit dem Fressen auf.

Das „normale“ Gassi gehen reicht bei diesen Hunden nicht aus. Daher sollte man zwei wichtige Voraussetzungen mitbringen, die für eine optimale Beagle-Haltung dringend erforderlich sind: ausreichend Platz und relativ viel Zeit . (#04)

Das „normale“ Gassi gehen reicht bei diesen Hunden nicht aus. Daher sollte man zwei wichtige Voraussetzungen mitbringen, die für eine optimale Beagle-Haltung dringend erforderlich sind: ausreichend Platz und relativ viel Zeit . (#04)

Platz und Aufmerksamkeit: artgerechte Haltung

Wer sich einen Beagle kaufen will, muss sich die Frage stellen: biete ich meinem Hund das passende Umfeld und die notwenigen, artgerechten Haltungsvoraussetzungen, die seinem Wesen entsprechen? Beagles gehören zu jenen Hunderassen, die (als ursprüngliche Jagd- und Meutehunde) besonders viel Platz und Auslauf benötigen.

Das „normale“ Gassi gehen reicht bei diesen Hunden nicht aus. Daher sollte man zwei wichtige Voraussetzungen mitbringen, die für eine optimale Beagle-Haltung dringend erforderlich sind:

  • ausreichend Platz und
  • relativ viel Zeit (oder wahlweise noch eine weitere Person, sodass der Hund nicht zu lange alleine ist)

Denn der Beagle braucht als klassischer Rudelhund Gesellschaft. Am besten genießen können sie diese in einem großen, geräumigen Haus mit weitläufigem Garten. Optimale Bedingungen also, zum gemeinschaftlichen Herumtollen, Spielen und Spaß haben. Am wenigsten sind kleine, beengte Mietwohnungen geeignet. Gerade die vor Energie nur so strotzenden, manchmal etwas ungestümen Welpen sorgen mitunter schon mal für etwas mehr Lärm, der bei intoleranten Nachbarn für Missmut sorgen könnte.

Die persönliche Wohnsituation sollte also unbedingt mit den Haltungsbedingungen für den Beagle  zusammenpassen, wenn man sich einen solchen Vierbeiner kaufen möchte. Wohnt man allein und ist berufstätig, ist der gesellschaftsfreudige Hund eher die falsche Wahl. Denn für den täglichen Auslauf und die Bewegung braucht es vor allem: Zeit und Aufmerksamkeit.

 

Die persönliche Wohnsituation sollte also unbedingt mit den Haltungsbedingungen für den Beagle zusammenpassen, wenn man sich einen solchen Vierbeiner kaufen möchte. Wohnt man allein und ist berufstätig, ist der gesellschaftsfreudige Hund eher die falsche Wahl. (#05)

Die persönliche Wohnsituation sollte also unbedingt mit den Haltungsbedingungen für den Beagle zusammenpassen, wenn man sich einen solchen Vierbeiner kaufen möchte. Wohnt man allein und ist berufstätig, ist der gesellschaftsfreudige Hund eher die falsche Wahl. (#05)

Pflege und Erziehung

Der Beagle ist ein Hund, der als vergleichsweise pflegeleicht gilt. Hier kann man nicht viel falsch machen. Das Fell ist kurz, dicht und wetterfest. Die übliche Körperpflege und -hygiene genügt bei dieser Hunderasse völlig. Eine Besonderheit stellen aber die langen Schlappohren dar. Aufgrund ihrer Länge verschließen sie den Ohreingang, weshalb auf Dauer zu wenig Luft an bzw. in die Ohren gelangt. Deshalb sollte man sich als Halter angewöhnen, in regelmäßigen Abständen zum Ohrenarzt zu gehen, um eine Kontrolle durchführen zu lassen.

Der Beagle ist extrem schlau und dickköpfig. Wer sich also einen solchen Vierbeiner kaufen möchte, muss sein Tier frühzeitig in die richtige Richtung erziehen. Man muss ihm klar machen, wer der „Herr im Haus“, sprich: der Rudelsführer, ist. Und das sollte stets der Hundehalter sein. Es gilt: dem Vierbeiner frühzeitig Grenzen setzen und ihm diese anzuerziehen. Er muss lernen, dass er nicht alles tun kann, wonach im gerade der Sinn steht. Je früher man damit beginnt, desto besser. Somit sollte man schon den Welpen (ca. ab der 6. Woche), diese Verhaltensregeln vermitteln.

Da der Beagle nichts lieber tut als zu fressen (neben dem Jagen natürlich), sollte man sich diese Leidenschaft bei der Erziehung zu Nutze machen. Eine Belohnung in Form von Leckerlis für das erwünschte Verhalten, hat noch meistens zum Ziel geführt. Denn ein wohl erzogener Hund kommt auch dem Besitzer zu gute: so kann man das Tier z.B. schon früh überall mit hinnehmen. Ein braver, gehorsamer Hund spart Ärger, Zeit und Energie.

 

Der Beagle ist ein Hund, der als vergleichsweise pflegeleicht gilt. Hier kann man nicht viel falsch machen. Das Fell ist kurz, dicht und wetterfest. Die übliche Körperpflege und -hygiene genügt bei dieser Hunderasse völlig. (#06)

Der Beagle ist ein Hund, der als vergleichsweise pflegeleicht gilt. Hier kann man nicht viel falsch machen. Das Fell ist kurz, dicht und wetterfest. Die übliche Körperpflege und -hygiene genügt bei dieser Hunderasse völlig. (#06)

Das liebe Geld: welche Kosten verursacht ein Beagle?

Der einmalige Preis, den man bei der Anschaffung bezahlen muss, ist von einigen Aspekten abhängig, z.B.

  • ob man dazu tendiert, einen ausgewachsenen Hund oder einen Welpen zu kaufen oder
  • ob man lieber zu einem seriösen Züchter geht oder sich den Hund aus dem Tierheim holt

Am teuersten ist der reinrassige Beagle, der von einem erfahrenen, verlässlichen Züchter kommt. Solch ein Hund hat seinen Preis, dieser liegt nicht selten bei ca. 1000 Euro oder etwas mehr. Am Teuersten hinsichtlich der fortlaufenden Kosten, ist auf Dauer das Futter. Kein Wunder, denn der Beagle hat einen Mordsappetit. Auch wenn man Schnäppchen macht und das Hundefutter stets zu einem günstigen Preis kauft, läppern sich die Kosten. Hinzu kommen die von der Gemeinde erhobene Hundesteuer, die Grundausstattung (vom Halsband über den Hundekorb bis hin zur Leine) sowie Arztkosten und Versicherung. Gerade der letztgenannte Kostenpunkt ist nicht zu verachten, denn aufgrund der Lebhaftigkeit des Hundes, kann es hier und da schon einmal zu Schäden kommen. Wichtig ist daher eine Haftpflichtversicherung.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Easy Morning -#01: Sopon charoensuk -#02:Sbolotova  -#03:Udinkin Nikolay-#04:LOVE_CHOTE  -#05:Adya _-#06:Adya _

Über Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

Leave A Reply